
Bruder Heini hat sich heute durch den neuen Wüsten-Level von Diablo 3 gewagt und dabei den Mönch gespielt, die gestern enthüllte vierte Nahkampfklasse. Ganz gelungen, wie das Quest-Design uns durch die Zone führt. Zu Beginn sollen wir der Straße folgend die Stadt Alcarnus aufsuchen, die von Monstern angegriffen wird.
Fröhlich Dämonengesindel ummähend sind wir auf halbem Weg, als eines der zufälligen Neben-Abenteuer zugänglich wird. Ein Typ fragt, ob wir nicht Lust haben, ihm bei der Beschaffung einer Statuette zu helfen, die am Ende eines Dungeons liegt. Der Eingang dazu ist gleich nebenan, also hoppen wir rein und helfen aus. Das dauert nicht mal 10 Minuten und bringt einen schönen Erfahrungspunkte-Bonus rein, mit dem wir gleich den nächsten Level erreichen.
Vor den Toren vor Alcarnus hauen wir düstere Kultisten um, die eine holde (aber sterbende) Maid an einen Pfahl gefesselt haben. Sie bittet um Rettung von weiteren Gefangenen und zeigt uns mit letzter Kraft, wo ihre Heimatsiedlung liegt. Also erst mal fröhliches metzel-metzel und die Töchter des Dorfes aus Käfigen befreien, bevor die Kultisten schlimme Dinge mit ihnen anstellen können.
Nach einer weiteren Nebenmission (verstreute Soldaten einsammeln und dann zusammen mit ihrem Captain eine Monster-Angriffswelle abwehren) erreichen wir die Siedlung, deren Obermufti anscheinend diverse Landestöchter an die Kultisten auslieferte, um von weiteren Angriffen verschont zu werden. Mistkerl. Und dann war da noch das Tagebuch, das wir unterwegs gefunden haben und zur nächsten Mission auffordert: ein Banditen-Camp in der Wüste aufspüren. Den Tagebuch-Text muss man nicht lesen, sondern bekommt ihn per Mausklick vorgelesen.
Im Vergleich zu früheren Diablos also etwas mehr Story und Vielfalt, ohne aber vom simpel-spaßigen Grundcharakter abzulenken. Der Mönch ist ein fetziger Nahkampfcharakter, der nützliche Fähigkeiten hat, um ganze Monstergruppen zu debuffen und zu verletzen. Mit dem „auf ins Getümmel!“ soll man es aber nicht übertreiben, er ist nicht so robust wie ein Barbar. Der Mönch hat gute Fähigkeiten, um Gegner aus einiger Distanz anzuspringen und blitzartig zuzuschlagen. Also eher ein „hit and run“-Nahkämpfer, der schnell zuschlägt, aber nicht zu lange die Feinde auf sich einprügeln lässt.
Einige Mönch-Fertigkeiten sind Combo-Skills. Da heißt, dass man mit jedem Klick der Maus eine andere Stufe erreicht. Bei der BlizzCon-Demo enthalten die Kombos bis zu drei Effekte. Zum Beispiel “Exploding Palm”. Erster Klick aufs Ziel: 40 % Waffenschaden. Zweiter Klick: 60 % Waffenschaden. Dritter Klick: Blutungseffekt von 70 Schaden über 7 Sekunden, der sich verdoppelt, wenn sich das Ziel bewegt. Killt Ihr den Gegner dabei, explodiert er und versucht Schaden an allen Feinden in der Nähe.
Der Diablo-Mönch ist übrigens kein Martial-Arts-Purist, der sich mit blanker Handkante durch das Spiel prügelt. Items sammeln und tunen ist ein wichtiges Designelement, deshalb sind bestimmte Waffentypen (Stäbe, Faustwaffen) für diesen Charakter ähnlich wichtig wie Rüstungsteile. Ohne die Jagd nach epischer Beute wäre das Heldenleben auch nicht wirklich lebenswert.