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Die neuesten Blog-Beiträge
Zeitmangel Reloaded - Woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Was haben Neverwinter, Tera, The Secret World, Guild Wars 2 und demnächst auch Rift gemeinsam? Genau, sie sind Free2Play oder Buy2Play. Bedeutet, es gibt keine, bzw nur eine einmalige Hürde, diese Spiele zu spielen. "Ist doch toll!" werden die Meisten denken. "Ist es definitiv!" würde ich darauf antworten. Würde, denn wann soll man all die interessanten und tollen Spiele noch spielen?

Ich besitze TSW und Guild Wars 2 und könnte somit beide Spiele unbegrenzt und ohne Einschränkungen spielen. In TSW habe ich, seit es kostenlos spielbar ist, noch nicht einmal reingeschaut, obwohl das Spiel unglaublich gut ist. Guild Wars 2 teilt ein ähnliches Schicksal.
Neverwinter bietet auch keinen Kaufdruck und macht sehr viel Spaß. Vor allem als Pen&Paper Spieler mit D&D Erfahrung, ist es gleich nochmal so gut, in die Forgotten Realms einzutauchen. Jedoch hat mein Charakter noch nichtmal Stufe 20 erreicht.
Tera würde ich gerne mal ausprobieren und seit der F2P Umstellung hindert mich auch eigentlich nichts mehr daran.
Aber der Konjunktiv taucht natürlich nicht umsonst so oft auf. Meine Zeit ist nämlich sehr begrenzt. Dank Studium mit vollen Semesterplan, Arbeit, sozialen Kontakten, anderen Aktivitäten und natürlich Schlaf, bleibt nicht mehr all zu viel Zeit zum zocken übrig. Dazu spiele ich noch immer WoW und raide aktiv.
Wenn jetzt auch noch Rift dazu kommt, das ich immer mal wieder für ein, zwei Monate aktiviert und gerne gespielt habe, wird es noch schlimmer werden.

Natürlich würde durchaus noch etwas Zeit für andere Spiele übrig bleiben. Jedoch halten mich meine sozialen Onlinekontakte meistens dann doch in WoW drin. Die soziale Interaktion ist einfach stärker als der Wunsch, mal ein anderes Spiel zu spielen oder testen. Singleplayerspiele kaufe ich schon gar nicht mehr, bevor sie nicht im Steam Deal für ein paar Euro erscheinen.
Als moderner Mensch hat man heutzutage einfach zu viele Verpflichtungen und Möglichkeiten, um alles in 24 Stunden zu verpacken. Wenn ich abends gegen 19 Uhr von der Uni nach Hause komme, bleibt eben auch nicht mehr viel Zeit, bevor das Bett ruft.

Also liebe Entwickler: Entweder, ihr entwickelt weniger tolle Spiele, oder ihr schafft es irgendwie, den 48 Stunden Tag einzuführen ;)

 




Rofl er hat LoL gespielt!
Vor ca. 4 Wochen habe ich ein Spiel für mich entdeckt, das aus zwei Gründen eigentlich gar nicht mein Fall sein sollte. Es ist ein reines PvP Spiel und dazu noch Free to Play. Eigentlich bin ich schon lange kein PvP Spieler mehr, in WoW habe ich zuletzt ein Schlachtfeld betreten, als noch Wrath of the Lich King aktuell war. Und mit Free to Play kann ich, trotz besserer Modelle heutzutage, noch immer wenig bis gar nichts anfangen. Aber dieses Spiel hat es binnen kurzer Zeit geschafft, dass mir beide Vorbehalte vollkommen egal sind.

Die Rede ist von League of Legends.

Natürlich kannte ich das Spiel schon ziemlich lange und hatte es sogar schonmal angetestet. Aber wie kam ich dann jetzt plötzlich dazu? Ganz altmodisch sozusagen. Ein Freund erzählte mir, er habe mal wieder LoL installiert und er spielt ab und zu mal eine Runde. Alles klar, ich lade mir also auch den Client runter, installiere ihn und schon wurden die ersten Bot Games zusammen gespielt. Das war der Grundstein für ein fesselndes Erlebnis.

Denn die Aussicht auf ein neues Level oder genug IP (die ingame-Währung, die man durch gespielte Runden verdient und mit der man Dinge im Shop kauft), um sich beispielsweise den neuen Champion zu kaufen, den man selbst unbedingt spielen will, motiviert sehr. Ganz abgesehen davon, dass man einfach spürt, wie man selbst besser wird und schwierigere Situationen und Spiele meistert und als Sieger hervor geht. Wenn dann das Teamplay besser wird und man wild marodierend über die Karte fegt, stielt sich einfach ein großes Grinsen auf das Gesicht und ein sehr befriedigendes Gefühl macht sich breit. Natürlich gibt es auch Frustmomente, wenn der Gegner mit dem eigenen Team den Boden aufwischt. Aber so lange man mit dem Gefühl aus einem Spielt geht, man hat etwas dazu gelernt, fühlt sich auch eine Niederlage nicht so schlecht an. Doch sollte Teamplay immer an erster Stelle stehen. Denn Einzelgänger haben in diesem Spiel nichts verloren und kosten das eigene Team oft genug den Sieg.

Doch was ist jetzt mit der PvP-Abneigung und dem Free to Play Modell?
Irgendwie ist PvP ja doch gar nicht so übel und das F2P Modell von LoL ist das mit Abstand beste, das ich bisher gesehen habe. Man spürt gar nicht, dass es da ist. Das Einzige, was nur für echtes Geld zu erwerben ist, sind Skins für die Champions. Alles andere kann man auch ohne riesigen Zeitaufwand erspielen. Wie ich oben schon erwähnt habe, motiviert die Jagd nach IP sogar. Aber ich habe auch schon Geld in das Spiel investiert, denn ich will die Entwickler gerne unterstützen. Ich habe jetzt schon mehr Zeit in LoL verbracht, als die meisten Vollpreisspiele heutzutage bieten. Aber ich musste keinen Cent dafür ausgeben und kann noch immer weiterspielen. Denn das Spiel ist einfach zeit- und endlos.

Ich kann jedem Spieler, ganz abgesehen von sonstigen Vorlieben, League of Legends nur empfehlen! Das Spiel ist einfach super, es ist kostenlos und mit einem super F2P-Modell ausgestattet. Der einzige Nachteil an LoL ist, dass man nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Da sind plötzlich 3 Stunden vergangen und man hat es nichtmal bemerkt :D

PS. Die Überschrift konnte ich mir nicht verkneifen ;)

 




Die soziale Frage
Neue Woche, neuer Post. Ja, ich bin wieder angefixt :D

MMOs leben von der sozialen Komponente. Wahrscheinlich mehr, als jedes andere Genre. Manche Spieler interessiert der Kontakt zu anderen Spielern weniger, andere mehr. Aber was passiert mit den Letztgenannten, wenn das soziale Geflecht beginnt sich aufzulösen?
Genau in der Situation befinde ich mich gerade. Ich spiele WoW jetzt schon seit Januar 2006 (mit einigen Pausen) und das soziale Gefüge hat sich über die Jahre natürlich stark gewandelt. Leute kamen, Leute gingen. Neue ingame-Freundschaften wurden gefunden, andere verloren sich. Vieles hat sich verändert.

Vor allem aber hat sich das Spielerverhalten gewandelt. Wo früher noch der Gildenchat genutzt wurde, um Gruppen zu bilden, sich zu unterhalten, zu handeln oder sonstwas, herrscht heute gähnende Leere. Wo früher zusammen gespielt wurde, spielt heute jeder nur noch für sich allein. Ist ja auch kein Wunder, schließlich ist der Dungeon- oder Raid Finder nur zwei Klicks entfernt und der Mensch wählt zu gerne den Weg des geringsten Widerstands. So spielt die Mehrheit alleine vor sich hin und die Kommunikation gerät immer mehr in Vergessenheit. Auch der TS Server wird von Vielen nur in Ausnahmefällen betreten. Meistens pünktlich zu Raidbeginn und verlassen wird das TS, sobald der Raid beendet ist. Manche Menschen sind zwar redefaul oder zu scheu, aber dass immer nur die selben Zwei bis Drei anzutreffen sind, ist trotzdem bedauernswert.

Natürlich mag es nicht in jeder Gilde so sein, aber ich glaube, dass mir einige andere Spieler sicherlich zustimmen werden. Aber in meiner speziellen Situation fängt mich das Spiel an zu langweilen. Ich habe nichtmal mehr Lust einzuloggen. Das liegt nicht daran, dass mir Pandaria nicht gefallen würde. Tatsächlich halte ich MoP für das beste Addon seit The Burning Crusade. Aber ein Spiel, welches ich seit 6 Jahren spiele, alleine vor mich hinspielen, ist einfach nicht mehr interessant. Die Menschen, die ich mag (und denen es mit WoW teilweise genauso geht), kann ich auch außerhalb des Spiels kontaktieren und mit ihnen etwas anderes spielen, oder einfach so im TS reden.

Ich werde wohl WoW mal wieder auf Eis legen und wieder reinschauen, wenn ich wieder Lust darauf habe. Aber momentan kann mich selbst die erhöhte Patchrate nicht an das Spiel binden. Ohne Mitspieler fesselt mich das Spiel einfach nicht mehr.
Gestern habe ich mal wieder in Guild Wars 2 reingeschaut und Rift hat ja auch ein Addon bekommen. Lässt sich nur hoffen, dass ich in diesen Spielen schnell wieder eine Gemeinschaft finde, mit der es Spaß macht zu spielen. Denn mir ist eine funktionierende Spielgemeinschaft wichtiger, als das Spiel an sich. Davon leben MMOs.

 




Ein schmaler Grad
Steam war mal wieder spendabel und hat im Holiday Sale einige tolle Spiele für wenig Geld angeboten. Unter anderem habe ich mir Spec Ops: The Line gekauft. Nachdem ich das Spiel gerade eben durchgespielt habe, ist mein Verlangen groß darüber zu berichten. Denn dieses Spiel ist es wert, dass man davon erzählt.

Als Third Person Shooter funktioniert das Spiel gut. Ein netter Shooter, aber eigentlich nichts wirklich Besonderes. Zu etwas Außergewöhnlichem wird das Spiel aber durch seine Geschichte.

Spec Ops: The Line erzählt eine sehr erwachsene und harte Geschichte. Es handelt von einer Naturkatastrophe. Von Krieg und Leid. Von Fehlentscheidungen, die zum grausamen Tod von Menschen führen. Von einer Kameradschaft, die an den gemeinsamen Erlebnissen zerbricht. Und letzendlich von Menschen, die an dem Erlebten, Gesehenen und an ihren Taten zerbrechen. Ein Antikriegsfilm zum selber spielen.

Das Spiel versetzt den Spieler in der Rolle des Anführers einer dreiköpfigen US Delta Force Einheit nach Dubai. Die Stadt ist nach einem gigantischen Sandsturm untergegangen. Eine US Army Einheit, die Dubai zuvor evakuieren wollte, ist verschollen. Soweit die Vorgeschichte. Und welchen Feind erwartet man in einer Stadt, mitten in den Vereinten Arabischen Emiraten? Genau, böse Turbanträger mit AK-47 im Anschlag. Und gegen wen kämpft man tatsächlich? Gegen US Soldaten! Warum, wieso und weshalb verrate ich hier nicht. Aber das typische Feindbild wird von vorne herein über der Haufen geworfen. Auch sind die Soldaten keine blutrünstigen Monster. Sie werden als Menschen dargestellt. Menschen, die sich an ihr Zuhause erinnern, Witze machen und ihren Kameraden Kaugummis klauen.

Zum ersten Mal habe ich eine Auseinandersetzung mit der viruellen Gewalt in einem Spiel erlebt. Normalerweise ballert man was das Zeug hält, bis sich niemand mehr regt und ist der (mehr oder weniger) strahlende Held. Reflexion? Fehlanzeige. The Line geht aber ganz andere Wege. Man ist genauso wie in anderen Spielen der Täter. Jedoch bekommt man seine Taten knallhart und schonungslos vor Augen geführt. Und man betätigt auch selbst den Abzug bzw die Maustaste, um jemandem den Gnadenschuss zu geben. Das erledigt keine Zwischensequenz für den Spieler.
Ganz ohne zu spoilern kann ich sagen, dass ich während der Mörserszene hart schlucken musste. Und auch die drei Endsequenzen sind allesamt schwer zu verdauen.

Wer solche Dinge schätzt und diesen, für Spiele, neuen Ansatz interessant findet, sollte The Line auf jeden Fall spielen. Die Altersfreigabe "Ab 18" ist dabei wirklich das unterste Minimum. Dankenswerterweise hat auch die USK den Wert dieses Spiels erkannt und es musste nichts geschnitten werden. Diese Vorgehensweise kann man auch bei Antikriegsfilmen feststellen.

Zum Abschluss will ich noch festhalten, dass mich das Spiel bewegt hat. Und zwar in einem Ausmaß, welches noch kein anderes Spiel erreicht hat. Ich wette, ich werde auch noch einige Tage über dieses Spiel nachdenken. Und das ist auch gut so! Ich hoffe, dass die Entwickler von Yager aus Berlin die nötige Anerkennung bekommen. Der Deutsche Entwicklerpreis wäre vielleicht eine gute Plattform dafür.

Wie schrieb schon Felix Schütz von der PC Games in seinem Meinungskasten im Test von The Line... "Krieg ist scheiße!" Ich schließe mich an.

 




Half-Life ist zurück
Und damit Gordon Freeman! In Form einer kostenlosen Mod namens Black Mesa ist der meiner Meinung nach beste Shooter, der bisher existiert, in modernem Gewand am Freitag neu erschienen. Und was die Entwickler da geschafft haben, verdient größten Respekt. Als Kenner des Originals erkennt man jeden Winkel wieder und fühlt sich direkt zu Hause. Das ist Half-Life pur! Ein paar kleine Anpassungen wurden zwar vorgenommen, aber das ist immer sinnvoll oder sogar spielerweiternd. Auffällig ist es nur bei der Verteilung der Waffen. Denn wo man 1998 noch seine Schrotflinte gefunden hat, liegt heute der 357er Colt. Die Schrote gibt es erst sehr viel später.

Optisch wird bei den Charakteren auch sehr viel mehr abwechslung geboten. Man läuft mehr unterschiedlichen menschlichen Modellen (Wissenschaftler, Wachpersonal, etc) über den Weg. Sowieso spürt man an jeder Ecke die Detailverliebtheit der Entwickler. Half-Life wirkte damals schon sehr stimmig, Black Mesa setzt da aber noch einen drauf. Auch beim Sound wurde erstklassige Arbeit geleistet. Die Waffen klingen super und die Sprachausgabe ist sehr professionell. Die Musikstücke, die es übrigens auch als einzelnen Soundtrack zum herunterladen gibt, sind sehr atmosphärisch und passen sehr gut ins Spiel.

Black Mesa ist, wie Half-Life seinerzeit, ein "oldschool" Shooter. Soll heißen: Medpacs statt automatisch regenerierender HP und Rüstung, die Schaden absorbiert. Kein Deckungssystem, sondern frontale Konfrontation. Kimme und Korn? Gibts nicht (außer beim Colt als sekundären Feuermodus), geschossen wird direkt! Auch wenn ich damit ein Relikt alter Zeiten bin, mag ich solche Shooter einfach viel lieber.

Ich bin zwar noch nicht durch, aber ich bin zuversichtlich, dass das bisher durchweg sehr hohe Niveau gehalten wird. Davon könnte sich so manches Vollpreisprodukt eine Scheibe abschneiden. Black Mesa war zwar 8 Jahre in Entwicklung, aber das Entwicklerteam macht das ganz sicher auch nicht hauptberuflich. Ich kann Black Mesa nur jedem empfehlen, der kein Problem mit Steam hat. Noch fehlt der Xen Level am Ende des Spiels, aber den wollen die Entwickler noch nachreichen. Hoffentlich dauert es nicht all zu lange.

 




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