Im März berichteten die Medien über die Pläne der Telekom ihre Flatrates für DSL &Co zu drosseln (und die Pläne waren zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr neu).
Das ganze hatte eher den Charakter einer Fußnote. Bomben im Irak, Steuersünder-CD in NRW, Michelle Huntzinger hat nen Pickel, Dustin Bieber hat gehustet - und hey haben Sie schon gehört, die Telekom will ein DSL drossel - hahaha - ist das nicht lustig.
Nun ist es Ende April, der einzige Aprilscherz der noch läuft ist die SuperAdventureBox in GuildWars2, aber erst jetzt kommt der große Aufschrei.
"Omg wtf! Telekom was soll das?! Was erdreistet ihr euch!?" und dazu Jammern, Klagen und Zähneknirschen.
Die Bundesregierung erhebt erst jetzt halbherzig den Zeigefinger, Medienexperten waren vom Datenkollaps, die Telekom erläutert mit Stolz geschwellter Brust es sei alles nur zum Wohle des Internetnutzers, man müsse ja neue Leitungen aufbauen und und und...
Mein WTF der Woche ist diesmal nicht die Datendrosselung sondern:
Wieso regen sich jetzt alle auf, wenn das ganze schon seit langem absehbar ist?!
Aber im Grunde genommen braucht man sich da kaum wirklich drüber aufregen. Wer kennt es nicht aus eigener Erfahrung. Man weiß, das Abi steht in 5 Monaten an, aber gelernt wird erst 2 Wochen vorher. Man weiß das Erdöl ist irgendwann alle, aber man wird erst so richtig aktiv und sattelt um, wenn der letzte Barrel für 2Mille der Centiliter verkauft ist. Man weiß die Schwiegermutter besucht einem am Wochenende, aber Hausputz wird Freitag Nachmittag begonnen.
Vermutlich liegt das ganze in der menschlichen Natur. "Laß mal abwarten und sehen was passiert", wird sich unser Affenvorfahre gedacht haben als sich langsam die Bergrücken aufwölbten und der Dschungel zur Savanne wurde. Aber als dann die Bäume weg waren, und man sich auf Zweien statt auf Vieren durchkämpfen mußte, da war das Geschrei sicher groß...
Da fällt mir ein ich muß noch eine Bewerbung schreiben, Montag ist Progressraid und am Di muß der Müll raus. Ach, was solls, läuft ja nicht weg, hat sicher noch Zeit...
P.S. Da ruft mich mein Kumpel aus Kindertagen an, wir reden über dies und das, und kommen dabei auf die Datendrosselung. Sein Kommentar dazu: "Ach, Datendrosselung. Das interessiert mich einen *PIEP*! Hab mal bei der T-kom gefragt, und die drosseln meine Leitung erst ab 150GB im Monat. Auf die Menge komme ich nie... außer meine bessere Hälfte fängt an sich Tonnenweise Pornos runter zu laden." Da haben wir beide gelacht, am Kaffee genippt und wieder übers Wetter geredet.
Monday, March 25, 2013 - 2:08 PM | Kategorie: Persönliches
Das Internet. Unendliche Weiten. Filme als Stream ansehen, MMOs spielen, Online Radio hören, Urlaubsfotos auf FB veröffentlichen oder einfach mit Freund/Freundin chatten. Was für viele zwischen 8 und 80 zum Alltag gehört könnte bald mächtig ins Geld gehen!
So veröffentlicht die Deutsche Telekom nun konkrete Pläne ihre Kunden mit Datenvolumen Obergrenzen im Festnetz im MAI 2013 zu beglücken. Auf gut deutsch heußt das: wer die imaginäre vom Magenta Riesen festgelegte Grenze an Gigabyte überschreitet dem wird der Zugang zum Internet gedrosselt. Ade Du schöne Onlinewelt?
Surfstickkunden kennen das Phänomen bereits. Ist das Datenvolumen erschöpft (meist 5GB) schaltet die Verbindung auf stur, und das Tor in den Äther verwandelt sich vom HighSpeedInternet zum 56k Modem. Nein, kein Witz: 56k, so wie in den Zeiten von Amiga500 und DOS-Rechnern.
Man darf bezweifeln, daß die Telekom ihren ISDN-Mega-20000-Deluxe Kunden das Internet auch im Festnetz nach 5GB auf Taschenrechnergeschwindigkeit runterregelt, doch spätestens wenns im Schaltkasten von T-Mobile *KLICK* macht sind ruckellose Livestreams passe.
In der FAZ steht dazu folgendes: Der Podcast „Fanboys“ hatte unter Hinweis auf Informationen aus der Telekom berichtet, die Datenobergrenzen sollten wohl zum 2. Mai eingeführt werden. Demnach sei für „Call & Surf“-Tarife und auch das Multimedia-Angebot „Entertain“ mit DSL ein Inklusiv-Volumen von 75 Gigabyte vorgesehen. Im schnelleren VDSL-Netz erhöhe sich die Obergrenze auf 200 Gigabyte und bei Glasfaser-Anschlüssen auf 300 bzw. 400 Gigabyte. Danach werde die Geschwindigkeit - wie schon bei Mobilfunk-Tarifen - auf 384 Kilobit pro Sekunde gekappt.
Die Telekom (und andere Provider) führen wie immer an, daß auf Grund des zu geringen Netzausbaus eine solche Maßname quasi zwingend erforderlich sei - bieten andererseits gegen AUFPREIS zusätzliches Datenvolumen an.
So richtig es ist, daß der Netzausbau viel stärker vorangetrieben werden müßte, so lächerlich ist es auch diesen vorzuschieben, um den eigenen Reibach hochzutreiben.
Und wie es die Telekom so gerne macht, werden diese Tarif/Vertragsänderungen NICHT mit den Zehntausenden Kunden abgesprochen, sondern vermutlich wie schon vorher durch neue Vertragsklauseln per Veröffentlichung im Internet bindend.
Also nicht wundern, wenn mittem im Raid oder der Videokonferenz alles ruckelt!
Friday, March 22, 2013 - 5:05 AM | Kategorie: Klatsch & Tratsch
Werbung. Werbung gibts für mich eigentlich nur in groben zwei Kathegorien, die die ich angucke und die die ich wegklicke, überschlage oder die Pinkelpause beim Film einlege.
Manchmal gibts aber auch die Werbung die in meinem Kopf den WTF-Reflex auslöst. Aktueller Preisträger in Sachen "spinnen die eigentlich vollkommen?!" ist das neue "Dungeons&Dragons - Neverwinter" MMORPG. Wobei das MM für Massive Multipayer steht.
Vorneweg: Baldur's Gate und dessen Nachfolger waren und sind mit DIE besten Computerrollenspiele. Klasse story, tolles Gameplay, jede Menge Entscheidungen, Sidequests, craftbare Items - alles eingebettet in die wunderbare Fantasywelt von Dungeons&Dragons. Und wenn man es an meinem Avatarbild nicht erahnen kann sag ichs dazu: Ich mag die Drow (Dunkelelfen) aus dem D&D-Universum.
Neverwinter, der aktuelle Sproß aus dem Hause Hasbro Querstrich Wizards of the Coast, springt nun auf den Zug in dem schon andere MMOs sitzen, die sich Preorders, Früheinstieg und Extra-Items vergolden lassen. Bei Blizzard nannte es sich Collecters Edition, kostete ca. das Doppelte des Normalpreises und versorgte den Spieler neben einem Pixelpet, einem Pixelreittier und einigen gedruckten Bildern vor allem mit einem großen Karton der besonders stylisch Staub ansetzt.
Neverwinter geht nunnoch einen Schritt weiter: Für nur ein paar Euronen zusätzlich gibt es ein Pet, ein Mount, eine einzigartige Kopfbedeckung (die NUR jeder andere Delux-Nutzer besitzt), ein paar Marken für den IngameShop und 3 Tage Headstart. Wobei ein bezahlter Headstart nur bedeutet, daß man sich die Spielwelt am Anfang nicht mit allen sondern nur ca 3/4 der Spieler teilen muß. Das ganze kostet auch NUR 125 Öcken.
Kopfschütteln, Schulterzucken, was solls. Bis hierhin ist die Werbung eher zum Überlesen geeignet.
Interessant wird's, wenn man das Super-Ultra-Delux-Paket sieht. Nicht nur, daß man ein einzigartiges Mount, ein einzigartiges Pet, IngameShop Münzen und vermutlich auch diese äußerst tolle Kopfbedeckung bekommt, man darf auch einen Drow spielen. Und nun das Sahnehäubchen: für nur 189,99 Euro.
Na gut, das Mount ist eine Spinne, das Pet ist ein Panther, und der Hut ist vermutlich sehr kleidsam - aber ca. 200 Euro für das Privileg seinen Elfen (die gibts immer bei D&D) schwarz einzufärben, und einen Drizzt Do'Urden Clon zu spielen?
Ganz klarer Fall von: WTF?!
Gamer und Fans - besonders wenn es zusammen kommt - bezahlen gerne und viel für ihr Hobby, aber 200Euro für Pixel? Besonders bei einem Spiel, das sich ebensogut zu einem SW:ToR mit Bögen und Stahlschwertern mausern könnte (sprich einem Flopp mit super Background).
Für mich stellen sich bei diesem WTF einige Fragen:
Sind wir Gamer wirklich so konsumgeil und/oder doof, wie die Spielevertreiber das glauben? Wer gibt das Geld für einige umgefärbte Pixel mehr aus, und glauben diese Spieler wirklich daran, dadurch einen einzigartigen Char zu haben? Und wenn solche absurd hohen Angebote wahrgenommen werden, welche Botschaft senden wir damit an EA und Konsorten?
...und wie baue ich hier einen "like" button ein, der mir 200 Euronen pro click einbringt?
Saturday, March 2, 2013 - 6:53 PM | Kategorie: Fun & Sport
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Nachdem die Buffedshow so ausgiebig über Miniaturen informiert hat, hier meine Schätzchen!
House Escher-Gang, aus dem Dark Future/Cyberpunk Setting von Necromunda (GW) - allerdings sind diese Zinnminiaturen bis auf eine NICHT aus dem Sortiment von GW. Die größte ist 34mm hoch, bemahlt in einem Mix aus den typischen Acryl- aber auch Spezial-Aquarell und Lackfarben - darüber ein 3fach Finish aus Klarlack. Die Standardbasen sind mit Holzpaste und Farbe behandelt, passend zur damaligen Staub- und Schrottfarbe unseres Necromunda Spieltisch.