
JA, MAN!
Nicht, dass ich nicht beide Soundtracks sowieso schon in digital vorrätig gehabt hätte. Aber so macht das Ganze doch gleich viel mehr Spaß!
Immer wieder, wenn ich mir so heimlich die Frage stelle, warum man in meiner Familie irgendwie auf härtere Musik steht, liegt die Frage gleich auf der Hand, wenn man mal in den OST zu
Secret of Mana (hier abgebildet mit Originaltitel
Seiken Densetsu 2) reinhört. Double-Bassdrum an diversen Ecken und Enden.
Ein traumhafter Soundtrack, wie ich finde, und nach gefühlten 328 Jahren noch immer unendlich erfreulich anzuhören. Und natürlich im Spiel zu genießen.
Auch schreibe ich diesem Spiel/Soundtrack zu, dass ich gerne mal Instrumentals und Soundtracks höre, auch wenn kein Gesang dabei ist.
The Rock, ein hammerhart geniales Stück Liedgut (auch wenn der OST hier etwas aus dem Genre "Games" herausfällt).
Der Soundtrack zu
Mists of Pandaria macht auch Spaß zu hören - sofern man den Pandarengesang schnellstmöglich wegzappt. Allein schon der Soundtrack vom klassischen
World of Warcraft lässt mir stets einen wohlig warmen Schauer an Erinnerungen über den Rücken laufen.
Ohne Musik geht einfach nichts. Und ohne richtig gute Musik geht meist noch viel viel weniger. Wen wundert es also, dass Spieleentwickler dies schon vor langer Zeit gelernt haben und mittlerweile einen riesigen Anteil der Entwicklerkosten in gute Soundtracks investieren?
Aber jedem das seine - also dies als das meine.

Es ist eigentlich schon eine Schande, dass das lang ersehnte (und sogar
vor Release des
3DS angekündigte)
Luigi's Mansion 2 am 29. März 2013 erschienen ist, was ja nun bekanntlich bereits 1,5 Monate her ist, ich diesem Blog aber den Titelzusatz "reingeschaut" verpassen muss. Geliefert wurde zwar schon am 28.3., aber die Zeit, die Zeit...
Dabei sollte man denken, dass es gar nicht so schwer sein kann, sich jeden Tag 45 Minuten zu nehmen, um den Spielfortschritt voran zu bringen. Denn 45 Minuten sind die Zeit, in der man auf jeden Fall ein Level in der spooky Umgebung schafft.
Mein Bruder fragte mich vor einigen Wochen, wie das Spiel so sei. Über den großen Kamm geschnitten würde ich sagen, dass
Luigi's Mansion 2 genauso ist, wie
Luigi's Mansion (
GameCube), nur eben anders.
Als der Titel damals, ich vermute es war so ca. im Jahre 2002, auf den Markt kam, stellte er etwas völlig neues dar. Zumindest für die breite Masse gesprochen, die ultra-retro- und JP-only-Abteilung nehme ich jetzt einmal heraus.
Nicht nur, dass nicht
Mario, sondern der grünlich anmutende Zwillingsbruder die Hauptperson. Nein, auch ansonsten war irgendwie alles anders. Man ist von den Klempnern eigentlich nur Jump'n'Run gewohnt, Kart fahren können sie auch, Prügelspiele á la
Smash Bros. gehen auch auf ihr Konto, manchmal auch Würfelspiele, aber das Adventure scheint nicht so richtig dazu passen zu wollen.
Doch wie ein Adventure fühlte es sich eigentlich an. Ein Haus, ein Staubsauger, eine Mission - finde einen Weg, wie du durch die Spuk-Villa kommst, um deinem Bruder zu helfen.
Jetzt, im Jahr 2013, hat man sich den Umweg über den Bruder gespart,
Prof. I. Gidd schnappt sich sofort unseren Mützenmann, als es darum geht, dass seine Hausgeister irgendwie ein wenig zu aufgedreht sind und beginnen, das gesamte
Nachtschattental unsicher zu machen. Der
Finstermondkristall ist zerbrochen und es ist
Luigis Aufgabe, die Splitter zu suchen, das Juwel zusammenzubasteln und dadurch die Geister wieder zu beruhigen.
Im Tal steht nun aber nicht nur
ein Anwesen, "Luigi's Mansion", sondern es finden sich gleich
fünf Level, in die der Professor
Luigi der Reihe nach hinein scheucht um "mal eben" die Splitter zu organisieren. Wen wundert es dabei allerdings ernsthaft, dass die Teile nicht sofort zu finden sind, sondern sich die Story und das Level wieder je in 5 Abschnitte unterteilen, an dessen Ende ein Bossfight steht...?
Das Leveldesign ist äußerst stimmig. Ich kann es nicht anders sagen. Es passt zum Spielcharakter, ist comicmäßig und daher übertrieben gewollt und kindgerecht gruselig gehalten, schiefe Wände, Spinnweben, Dunkelheit, Schattenschlag, Staub, Fledermäuse, eben alles, was man in Spukhäusern so erwartet.
Die Musik ist eindeutig aus
Luigi's Mansion bekannt. Weiter haben wieder witzige Elemente im Spil Platz gefunden, so zum Beispiel, dass der Klempner anfängt die Musik mitzusingen,- pfeifen, -summen, wenn ihm zu langweilig wird. Die Soundeffekte an sich stammen auch aus dem Vorgänger.
Luigis Stimme ist wie immer vom Alter her um den Stimmbruch angesiedelt und zittrig,
Prof. I. Gidd hat seine alte Stimme behalten und tönt sowieso stets mit seinem "jabbu jabbu" und "tsucke tsucke" alles auf erheiternde Weise zu.
Zum Glück gibt es Untertitel.
Die Untertitel sind, wie in allen
3DS-Titeln, nicht auf irgendeine hintere Ebene der 3D-Ansicht verfrachtet sondern stehen stets klar an vorderster Position und lassen sich gut lesen. Wenn, ja, wenn es dem Spieler denn gelingt, die Konsole in der richtigen Position zu halten.
Das Thema der Sitz-, Augen- und Halteposition beim Spielen wurde ja viel zu oft heiß diskutiert. Ich selbst habe eigentlich selten damit Probleme gehabt. Wenn es bei
Starfox mal etwas hektischer wurde, okay, okay, aber sonst... Bei
Luigi's Mansion 2 habe ich immer irgendwie Probleme. Dabei geschieht ja nun meist nichts hektisches. Aber einfach im normalen Spielbetrieb verschwimmt irgendwann die Sicht, weil ich das Gerät falsch halte, und es fällt mir schwer wieder die richtige Position zu finden. Und das kommt relativ häufig vor.
Vielleicht werde ich auch einfach nur alt, so mit 30...
Tja, da wäre dann noch die Steuerung... Eigentlich ist sie grandios, weil relativ simpel. Eigentlich. Das Schiebepad steuert in alle Himmelsrichtungen, das Steuerkreuz sorgt für verschiedenste, ängstliche "hellooouu?"-Rufe des Protagonisten. Die anderen Tasten sind für mich, nach 12 Stages, noch immer gelegentliche Stolperfallen. L-Taste ist der Rückwärtsgang des umfunktionierten Staubsaugers, dem
Schreckweg 09/15, dem "Protonenpäckchen" des Klempners, der "Waffe" im Spiel. Die R-Taste saugt. Soweit noch simpel zu handhaben. X-, Y-, A- und B-Taste verwechsel ich aber noch immer gelegentlich. X lässt noch oben, B nach unten zielen, A lädt die Taschenlampe auf und mit Y lassen sich (nachdem es freigespielt wurde) verborgene Gegenstände sichtbar machen mit einer Sonderfunktion der Taschenlampe.
Letztere Funktion muss wie gesagt erst im Verlauf der Story freigespielt werden, im weiteren Verlauf wird mit gesammelten Schätzen die Dauer der Nutzung vor der Überhitzung der Lampe gesteigert. Diese Schätze sind auf dem "normalen" Weg durch die Story auffindbar, allerdings kann man auch Münzen, Goldbarren etc. finden, wenn man nicht nur Zielgerichtet auf den Bereich zusteuert, der zum Abschluss des Levels erforderlich ist.
Um sich nicht komplett zu verlaufen werden je Stage aber auch manche Räume blockiert.
Luigi wurde mit einem zur Kommunikationseinrichtung umfunktionierten
Nintendo DS ausgestattet und der Professor meldet sich je nach Levelfortschritt oder eben, wenn man durch nicht gewollte Türen gehen will, per Videobotschaft. Auch dient das Gerät als Rückrufeinrichtung für den
Voxelporter, nachdem eine Stage geschafft wurde.
Die Stages sind mit Rängen ausgezeichnet und es können diverse Stern-Ränge erreicht werden (je nach Menge der aufgefundenen Schätze) und zusätzlich ein
Buu Huu Rang, wenn in der Stage ein
Buu Huu gefangen wurde. Sind alle
Buu Huus erwischt worden gibt es nach dem Bossfight noch eine Bonusstage.
Im Allgemeinen habe ich eher das Gefühl, dass man mit Geld und Gold in diesem Titel geiziger gewesen ist, als es vor 10 Jahren der Fall war. Ganz klar, wir alle haben zwischenzeitlich eine Wirtschaftskrise durchlebt, vielleicht liegt es auch am Münzenüberfluss in
New Super Mario Bros 2, dass hier gespart werden musste. So bekommt der Forscher- und Entdeckungsdrang allerdings neue Dimensionen.
Der Touchscreen dient, wie in fast allen Titeln, als Menü und Karte, zoombar.
Es gäbe sicherlich noch viel zu sagen über das Spiel. Am ersten Teil schieden sich die Geister, die einen kamen gar nicht damit klar, für die anderen war es ein grandioser Spaß. Da
Luigi's Mansion 2 genau in die Fußstapfen seines älteren Bruders tritt, ohne dabei langweilig zu wirken, wird es hier wohl ganz genauso sein.
Wie auch 2002 ist es einfach unglaublich erfrischend, dass das Spiel einfach einen kompletten Unterschied zu einem üblichen Titel der
Mario-Reihe darstellt. Mit Charme und Witz, lustiger Grafik und ulkigen Ideen wird man durch Welten begleitet, die einfach Freude bereiten, solang man mit dem Grundprinzip des Spiels klar kommt.
Die Bossfights sind fantastisch. Ich kann es nicht anders beschreiben. Man hat sich tatsächlich Gedanken gemacht, wie man neue Elemente in die sonst so ausgelutschte Mechanik einbringen kann. Zugute kommt dem ganzen natürlich, dass die Mechanik des Spiels überhaupt grundlegend anders ist. Es will schon etwas Geduld, ein bis zwei ruhige Hände und tatkisches Auslotvermögen verlangen, bis man einen Bossgeist in den
09/15 saugen und das Level beenden kann.
Die Stages an sich sind bei mir durchschnittlich mit um die 33 Minuten in der Statistik geführt. Geht man den direkten Weg zum Ziel der Stages, ohne alle Schätze sammeln zu wollen (was mir viel zu oft natürlich trotzdem nicht gelungen ist), besteht hier sicherlich auch Einsparpotential.
Ob das allerdings dem Sinn des Spiels zuträglich, und besonders dem Kaufpreis angemessen, ist, bleibt jedem selbst überlassen. Mit rund 40 €uro ist es eindeutig ein
Nintendo-eigener Titel, geht man aber von 5 Leveln mit je 5 Stages zu je 30 Minuten aus und rechnet am Ende noch eine kleine Kulanzzeit oben drauf, landet man bei nur rund 13 bis 15 Stunden Spielzeit. Sicherlich lässt sich das gehörig erweitern, wenn man alle Stages noch einmal spielen will/muss, um alle Items und Reichtümer einzusacken, aber ob das dann wirklich als voller Spielzeitumfang zählt...
Sieht man also von der (von mir prognostizierten) Spielzeit ab erwartet den
3DS-Besitzer hier ein weiterer Must-have-Titel, in dem man bei
Nintendo wieder einmal seine Daseinsberechtigung bewiesen hat, auch wenn die breite Masse an Konsoleros da viel zu oft dran zweifeln mag.
Danke dafür.
Vielleicht wäre es noch nett, wenn man deutlicher erkennen würde, welche Aktion ein Level beendet, um vorher ggf. noch dies oder das abgrasen zu können, aber das würde wohl zu Langeweile beitragen und das Spiel noch transparrenter machen. Etwas mehr Zeit wäre auch schön, bevor irgendwo hervorgeholte Items und Reichtümer in die digitalen Jagdgründe verschwinden. Denn wirklich schnell ist
Luigi nicht zu Fuß unterwegs.
Auch wenn es einseitig wirkt und meine Bewertungen für die Spiele meist überraschend gut ausfallen, möchte ich
vorläufig (!) 9 von 10 Punkten vergeben, mit eindeutiger Tendenz zu weit über 9 Punkten. Abzüge, tja, ich hätte gern während einem laufenden Level die Möglichkeit zum Speichern und Beenden gehabt, das Stolpern in der Steuerung werde ich vermutlich revidieren und es, ebenso wie die falsche Haltung, auf meinen Mist überwandern lassen.

Mein Nachbar ist ein Bot.
Nein, es handelt sich hier nicht um einen seltsamen Schreibfehler. Mein Nachbar ist kein Boot, sondern ein Bot.
Zugegeben, er hat etwa so viel Bewegung pro Jahr wie eine Hafenmauer in einer Woche und seine Gesamterscheinung wirkt wie die eines Supertankers. Nimmt man den Hintern seiner Frau noch mit dazu würde die US Navy glatt vor Neid erblassen, zumindest in Bezug auf die Tonnage - bestimmt nicht an Feuer(kraft).
Wie beschreibe ich ihn am besten; mal überlegen. Es ist wirklich schwer ihn, seine Frau, ihre Tochter und den täglichen Kampf "Familie X vs. den Rest der Welt" kurz und bündig zu beschreiben. Verbringt man eine Stunde Zeit mit ihnen benötigt man zwei Stunden, um jemand anderem das ganze Dilemma zu berichten. Und dabei kommt man natürlich vom Einen ins Nächste, packt ältere Geschichten aus und ruckzuck ist man den gesamten Abend mit Geschichten beschäftigt, die dem Zuhörer permanentes Kopfschütteln bereiten.
Ich wage dennoch den Versuch euch Lesern ganz kurz zu beschreiben, wie sie sind: Hartz IV.
Nein, bitte, nicht Amok laufen. Ich will es nicht verallgemeinern, Hartz IV ist kein Spaß und es gibt viel zu viele Menschen, die in diese "Falle" unverschuldet geraten und weder dumm, assozial, faul oder wie Familie Flodders ist. Aber der Ausdruck "Hartz IV" löst einfach bei den Menschen die Assoziation zu RTL II und den zugehörigen Vorabend- und Primetimesendungen aus, bei denen man die Leute sieht und permanten brechen möchte. Und zwar lautstark, um die Stimmen aus dem Fernseher für alle Ewigkeit zu übertönen.
So in etwa, doch, ja, so in etwa könnte man sich Familie X vorstellen.
Anfangs waren wir höflich, sie eher zurückhaltend. Nein, anders: Anfangs waren wir
zu ihr höflich, sie eher zurückhaltend. Denn dass ihr (damals noch) Freund doch tatsächlich auch zwei Stockwerke tiefer wohnt haben wir nur anhand der Aufschrift am Briefkasten vermutet. Wir zogen im Oktober ein, das erste Mal gesehen habe ich ihn etwa Mitte Dezember, aber nur beiläufig. Dass es sich dabei um den Typen handelt, der hier wohnt... naja, ich konnte es mir nicht recht vorstellen.
Als der Sommer kam stand stets die Terrassentür auf. Kettenraucher. Parkten wir auf unserem Stellplatz saß man entweder bereits dort oder aber kam explosionsartig aus der Tür gefegt.
*Bimmellimmellimm*
"Schatz? Ich komm in etwa 45 Minuten erst rauf. Halt das Essen warm..."
Eines schönen Tages, unsere Lady war bereits geboren, der Pfropfen von ihnen nicht, wollten wir gerade den Mittagsschlaf der Neugeborenen zum Einkaufen ausnutzen, als wir abgefangen wurden.
"Kommt ihr mit hoch zu Familie Y auf die Terrasse? Wir haben heute geheiratet und grillen."
Ich glaube ich berichtete darüber.
Nun, man outete sich dort als Zocker. Und die beiden auch.
Fehler Nr. 5399.
"Ja Sven isch habe auch Wau
gespielt. Aber is nicht gutes Spiel. Du muss Dark Orbit
spielen. Ssseeehrrr geile Spiel.
Mmmhm...
Ab da durfte ich mir regelmäßig Youtube-Videos ansehen, wenn ich heim kam. Von irgendwelchen Typen, die irgendwas können und gleichzeitig Milliarden Gegenspieler platt machen, einfach weil sie genug
BÄM haben und fleißig in ihr Schiff inverstiert hatten.
Raumschiff. Nicht "Bot".
So verstrichen Tage und Wochen, ich lernte immer mehr Begriffe aus Dark Orbit kennen, auch wenn mich das Spiel absolut nicht reizte, und allein schon das Gebrabbel darüber, wieviel besser dieses Spiel sei als World of Warcraft ging mir auf den Nerv.
Schlimmer war jedoch, dass er mir regelmäßig erzählte, für wie geil ihn andere Spieler doch halten. Sein Schiff kann sich wohl sehen lassen, außerdem hält er sich meist in Gebieten auf, wo nur kleine, unbedeutende Pimpfe ihr Unwesen treiben und er dementsprechend durch Hilfe und virtuelle Geldgeschenke bei denen punkten kann. Ganz zu schweigen natürlich von klugen Tipps, wie man überhaupt so gut wird.
Aber wenn es "ging mir auf den Nerv" und "Schlimmer war jedoch" gibt, dann gibt es wohl auch ein "Am schlimmsten ist aber". Also:
Am schlimmsten ist aber, dass dieser aufmerksamkeitshaschende Poser mit dem Mundwerk eines Marktplatzverkäufers (es steht nie still, ist laut und keinen interessiert, was er sagt) und dem optischen Erscheinungsbildes eines Dönertellers (nur mit weniger Haaren) am allermeisten bei mir damit prahlte, dass er seine Ingame-Credits durch die Verwendung mehrerer Bots in Massen hortet.
"Is so einfach. Nich wie Wau
. Die machen schwer."
Jetzt weiß ich auch, warum dir das Spiel nicht gefallen hat...
Der PC lief den ganzen Tag, die ganze Nacht und permanent farmten seine Bots alles ab, was er dann am nächsten Tag gleich in die nächste Penispumpe steckte, damit er weiterhin bei Kindern und Jugendlichen wie der große nette Onkel von Nebenan mit seinem Flieger vorbeijuckeln kann und mit einem imponierenden Beschuss der Gegner die Anerkennung abgreifen kann, die er im Reallife ersehnt - wozu er aber so etwas tun müsste wie "raus gehen", oder "arbeiten".
"Siehst du hier, isch liege Fernseher und habe schon XXX kassiert. Musse schlau sein."
Aber nein, wöchentlich ist er erneut krank, hat irgendeine andere Krankheit, von der ich höchstens im Fernsehen einmal gehört habe, alle drei Wochen gibt es eine Geschichte, in der es heißt
"isch bin nich so ängstlisch, aber ich dachte isch sterbe".
So wie gestern,
"als isch da liege Krankenzimmer, warte sterben". Aber das ist eine andere Geschichte.
Kein Haushalt möglich, kein Spazierengehen, keine Diät, kein Essen kochen, kein rasieren, kein Arbeiten, einfach nichts, weil er so krank ist. Und dass er mit dem Kacken Probleme hat erzählt er auch im Beisein anderer alle zwei Wochen, natürlich streeeeng vertraulich. Immer wieder, permanent.
Aber den ganzen Tag am Laptop sitzen geht glücklicherweise.
Was bin ich froh, dass er mich regelmäßig
"Brüderschen" nennt. Das erinnert mich dann immer daran, dass man in der Familie zusammenhalten muss. Wäre er kein Familienmitglied würde ich ihm vermutlich derbe an den Karren pissen.
Bot-User haben echt eine ganz kleine Gurke.