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Tomodachi Life (3DS)
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Tja, wo beginnen, wenn man im Begriff ist, seine eigene Welt, ihre Entstehung und ihr Für und Wider zu erklären...?

Versuchen wir es am Anfang: Das ist Kokolint.

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Es begab sich am 6. Juni 2014, dass ein unscheinbarer Mii namens Lexon auf einer kleinen Insel anlangte. Durch Zufall schaute ich an diesem Tage auch dort vorbei und wir stellten gemeinsam fest, dass ich wie sein Ebenbild aussehe...

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Seither besuche ich ihn regelmäßig dort und stelle fest, dass die Population auf der Insel steigt und die sozialen Kontakte untereinander reifen und gedeihen, sich gelegentlich auch mal Streit entwickelt und sich ein jeder über fast jedes Geschenk mehr oder weniger freut, gerne isst und viele sinnlose Dinge tut.

Doch Kokolint, wie ich selbst die Insel taufte, sah nicht immer so aus. Bei meinem ersten Besuch standen hier gerademal ein Apartmenthaus mit drei Etagen und man konnte den Strand besuchen. Doch im Laufe der Zeit änderte sich das, zum Positiven für alle bis heute Beteiligten, so wurde erst ein Rathaus errichtet, um es weiteren Bewohnern zu ermöglichen, nach Kokolint zu ziehen. Dies erfolgt wahlweise über den Mii Maker der eigenen 3DS-Konsole, man kann Miis aus der StreetPass Lobby importieren oder aber auf diversen Seiten im Internet auch vorgefertigte Miis per QR-Code einlesen. Nicht zuletzt sind sogar einige namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens dazu bereit gewesen, auf der offiziellen Homepage ihren Avatar zu veröffentlichen, und so durfte sich Lexon auch nach einiger Zeit neben weiteren über Nachbarn wie Christina Aguilera oder Shaquille O'Neal freuen.

Durch die wachsende Bevölkerung durften natürlich auch Erforderlichkeiten des täglichen Bedarfs nicht fehlen und so eröffneten im Lauf der nächsten Tage und Wochen ein Lebensmittelgeschäft, ein Hutmacher, eine Boutique, ein Einrichtungshaus, Vergnügungspark, Erholungspark, ein Café und dies und das und jenes, damit ich dafür Sorge tragen konnte, dass es den Bewohnern Kokolints an nichts fehlte, denn sie wollten mit Essen versorgt und unterhalten werden, bespielt, bespaßt und befreundet.

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Zendaya Coleman und WW Link bei einem gemeinsamen Besuch im Vergnügungspark.


Bis hierher mögen Herrschaften meines Alters denken: das kommt mir bekannt vor, als ich zwischen 10 und 15 Jahren alt war gab es kleine Plastikeier in Schlüsselanhänger-Größe mit drei Knöpfen und simplen Pixelbildern mit nervtötend bedürftigen Küken die hungrig waren, spielen wollten, gestreichelt werden mussten und zu allem Überfluss auch noch mitten auf den Bildschirm kackten. Das nannte man "Tamagotchi" und brachte Lehrer noch schneller auf die Palme, als zur vollen Stunde piepsende Digitaluhren. Wo mag jetzt der Unterschied sein?

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Reinigung nötig? Ein "Badeset" kann Abhilfe schaffen und der Mii singt sogar in der Badewanne. Nicht schön, aber laut.


Nun, lieber Kritiker, die Miis sterben nicht, wenn man sie nicht regelmäßig füttert, ich konnte noch keinen davon überzeugen zu altern (außer vielleicht dadurch, einen Kinder-Mii mit einem Ab-18-Spray zu beduseln und dadurch ins geschlechtsfähige Alter zu katapultieren).

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Hier umgekehrt: Lexon wollte sich mal wieder benehmen wie ein Kind und bekam von mir ein FSK-0-Spray verabreicht und erfreute sich an einer simplen Pfütze...


Sie piepsen nicht ungefragt im Unterricht (es sei denn man startet das Spiel und schaltet den Ton ein) und es gibt mehr Varianten, ihnen den Tag mit Beschäftigungen zu versüßen.

Und sie machen keine Häufchen!

Ansonsten sind gewisse Parallelen unverkennbar und der Name "Tamagotchi Life" wäre ebenso angemessen gewesen. Dennoch birgt das Spiel einen gewissen Charme.

Zum Allgemeinen kann man sagen, dass die Musik im Spiel beiläufig fantasieloses gedüdel mit Hang zur Nervigkeit ist, ohne doch zu aufdringlich zu sein. An einigen Stellen hätte man sich Textboxen sparen können, aber wenigstens ist auch ein skippen der meisten Texte möglich, denn wenn man sie 20 mal täglich hört kennt man auch die vermeintlich fantasievoll-witzigen Sprüche bald so gut, dass man gleichzeitig mit dem erzwungenen Lächeln einen Brechreiz kaum niederringen kann. Die Animationen sind gewollt minimalistisch gehalten und wirken in manchen Fällen unheimlich billig, was aber doch passend den nicht ganz ernstzunehmenden Charakter des Spiels unterstreicht. Den Programmierern schien es wichtig zu sein, so viel Farbe wie möglich auf die Insel zu bringen und neben unzähligen brauchbaren Outfits gibt es eine noch viel größere Flut an sinnfrei glitzernden Kostümen wie Dirndl, Helden- und Ninja- und Hamster-Kostüme, Schlabber-Shirts und dergleichen. Noch nennenswert ist vielleicht, das ein jedes Mii mit einer eigenen Stimme und Sprachqualität versehen werden kann und sämtliche Textboxen so auch von den Miis mit dem typisch metallischen Klang eines C3PO oder einer Sprechhilfe für Kehlkopfkrebspatienten vertont werden. Die Charakter der Figuren werden über fünf oder sechs Charakteristika geprägt, die im ersten Moment zwar ein wenig dümmlich und nutzlos wirken, man jedoch bei gewissenhafter Auswahl tatsächliche Ähnlichkeit zwischen dem Mii und seinem realen Vorbild schaffen kann - so ist mein Bruder optisch und charakteristisch wundervoll getroffen und auch einige weitere Bewohner von Kokolint erinnern von ihrem Wesen her stark an ihre Vorbilder.

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Nachdem ich als erstes Geschenk, wegen der Passgenauigkeit zum Original, dem Mii meines Bruders einen Laptop verpasste störte es ihn auch schlagartig nicht mehr, dass sein Zimmer noch keinerlei Inneneinrichtung besaß.


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Als wenig später Chewbacca auch auf die Insel zog freundeten sich die beiden unheimlich schnell und unheimlich unzertrennlich bis zum heutigen Tage an.


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Doch trotz dieser beinharten Männerfreundschaft... Lýtron kann einfach nicht aus der Haut seines realen Ebenbildes :D


Die Miis essen, schlafen, haben Launen, wollen sich verlieben und heiraten.

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Just married: Lexon und Miimii (die übrigens die "Haus-Mii" von "StreetPassDE" ist, zu finden auf Facebook und als informative App für Nintendo-Nutzer


Und manchmal mag man sich auch vom Partner trennen (wobei einige der Optionen dahinter doch zu plump gehalten sind und die Auswahl eines simplen "Überlegs dir!" bisher immer dazu führte, dass die Beziehung auf unbestimmte Zeit weiter Bestand hatte) oder aber Kinder bekommen (dazu später noch mehr).

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Hier The Doctor und Zelda mit ihrem ersten gemeinsamen Kind Rufus


Sie wollen Spaß, Geschenke, Hobbies und alles mögliche.

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The Doctor und Lexon beim gemeinsamen 3DS-Spiel im Zimmer von Lexon


Auch haben sie gelegentlich irgendwelche Wehwehchen und sagen direkt, was sie erwarten, sofern man eine der Aktionen länger nicht durchgeführt hat, stellen im Lauf der Zeit auch immer spezifischere Ansprüche, können erkranken, können Liebeskummer empfinden, gehen aber auch mal aus freien Stücken ihren Beschäftigungen nach, etc.

Zu Anfang jedoch, wenn noch kaum Bewohner auf der Insel verweilen, ist das Spiel geradezu schleppend, denn nur ein Bewohner hat natürlich nicht viele Ansprüche und so hüpft man immer wieder um ihn herum, aber irgendwann sind die Möglichkeiten einfach erschöpft und er selbst ist auch mal einige Zeit wunschlos glücklich. Mit steigender Bewohneranzahl kommt es dann natürlich auch mal dazu, dass diverse Miis gleichzeitig der Aufmerksamkeit bedürfen, sich aber auch mehr an Zwischenmenschlichkeit interessieren oder spielen wollen.

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Bei der lieben Prinzessin Leia drückt irgendwo der Schuh...


Für mich ist der Spieltrieb der Miis das lästigste auf Kokolint, denn die möglichen Spiele sind relativ fantasielos. Memory allein oder zu zweit, Bilderrätsel über Silhouetten, Verpixelung oder ähnliches, ein Kartenspiel von 2 bis 20 Sekunden Dauer, Items fangen und ein nervtötender Klopf-Ringkampf, bei dem man auf den Touchscreen klopfen muss um eine Holzfigur des Gegners umzuwerfen, wobei kein wirklich ersichtliches System dahinter steckt.

Doch, wie bereits erwähnt, das Spiel hat doch auf seine Weise einen gewissen Charme und ich bin froh mit der Entscheidung, mich zum ersten Mal anstatt der Hardware-Version für einen Download entschieden zu haben um das Spiel quasi jederzeit instant dabei zu haben.

Und auf Anfrage bin ich natürlich auch großzügig zu meinen Inselbewohnern.

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Ob nun Freundschafts- oder Hochzeitsreise: den Miis geht es gut.


Eine Enttäuschung im Spiel ist der 3D-Effekt der Konsole, aber mir wäre auch nichts eingefallen, wie man ihn sinnvoll hätte nutzen können. Und ganz ehrlich: ich habe den 3DS nicht nur wegen seines 3D-Effekts, sondern wegen der Spiele an sich und die funktionieren ja auch ohne.

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Hier die Ansicht, in der man seinen Bewohnern gegenüber tritt. Der 3D-Schirm gibt einen groben Überblick, auf dem Touchscreen finden die Aktionen und Interaktionen statt (hier Sir Sean Connery).


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Zum Vergleich: der aktuelle Stand bei Fox Mulder.


Die Bewohner von Kokolint können aber auch gemeinschaftlich beschäftigt werden. Zu jedem Levelanstieg darf der Spieler ein Geschenk verteilen und hat dabei u.a. die Auswahl aus einigen Musikstücken diverser Genres. Diese können im ortsansässigen Konzertsaal allein oder in Gruppen aufgeführt werden (ein MIDI-Hochgenuss der ganz besonderen Art), wobei Outfits, Bandname und sogar der Liedtext frei variabel sind.

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Hier bei einer Heavy Metal Aufführung (von links nach rechts): Debby, Peach, Samus, Lexon, 7 of 9, Zelda, Jody Foster


Die Verkupplung von zwei Miis ist immer irgendwie seltsam, denn wie es nunmal so ist: entweder es passt, oder es passt nicht.

Als kleines hilfreiches Tool wird im Spielverlauf später der Affinitätstester zur Seite gestellt, in dem man eine Prognose für die Freundschaft oder Beziehung zweier Miis erstellen kann. Nach welchen Gesichtspunkten das abläuft, hat sich mir nicht erschlossen, allerdings lohnt sich gelegentlich ein Blick, wenn ein Charakter mit der Frage auf den Spieler zukommt, ob er einem anderen Mii seine Liebe gestehen sollte - wenns nicht passt, kann man sich dadurch viel Arbeit sparen, um den Avatar wieder aus seinem Liebeskummer zu befreien.

Hier dazu noch zwei kleine Witzigkeiten, die bei mir zwischen bestimmten Miis prognostiziert wurden:

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Wer hätte das gedacht...?


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Auch keine Überraschung!


Toll gemacht hat man die Screenshot-Funktion! Endlich mal sorglos einen Screenshot erstellen, das habe ich in noch keinem Spiel erlebt. Bis heute weiß ich einfach nicht, wie es in anderen Spielen funktionieren soll, hier jedoch: X-Taste fertigt instant einen Screenshot des 3d-Bildschirms an, die Y-Taste ist für den Touchsreen zuständig.

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Mit dem Nintendo 3DS-Bildertransfer ist es theoretisch möglich, aus dem 3DS heraus direkt Bilder ins Internet zu übertragen - funktioniert leider überhaupt nicht.


Sagte ich, dass die Miis nicht altern? Das stimmt so nicht ganz.

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Der heranwachsende Rufus beim Spiel im Sandkasten mit der stolzen Mama Zelda.


Und über diesen süßen Rufus schlagen wir langsam mal die Brücke zu dem, was ich mittlerweile als absolut unabdingbar und einen der Hauptfaktoren des Nintendo 3DS empfinde: StreetPass.

Ja, selbstverständlich unterstützt Tomodachi Life auch StreetPass und es ist möglich, Miis auf andere Inseln (also auf das System anderer Tomodachi Life Spieler) zu schicken. Zu diesem Zweck wird eines schönen Tages der Schiffsanleger eröffnet...

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Und so wartete ich lange Zeit vergeblich auf Besuch...


Der Schiffsanleger blieb leer, gähnend leer, obwohl ich gelegentlich andere Spieler via StreetPass von Tomodachi Life traf. Wie sollte das bloß funktionieren? Wo blieben denn die Besucherströme, von denen bei der Eröffnung gesprochen wurde?

Auch der zeitgleich eröffnete Zeltplatz für Besucher Kokolints erfreute sich im Wind fliegender Strohballen und der Abwesenheit jeglicher Besiedlung.

Es blieb mir schleierhaft, bis eines Tages...

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"Rufus ist dem Elternhaus entwachsen", teilten mir die stolzen Eltern mit.


Sobald ein auf der Insel geborenes Kind das Erwachsenenalter erreicht hat kann man ihm freistellen sich entweder auch auf der Insel anzusiedeln oder sein restliches Dasein als Reisender zwischen den anderen Inseln zu fristen. Für mich war natürlich klar: Auf gehts zu neuen Ufern!

Doch auch weiterhin... Der junge Rufus stand nun mehrere Tage bedröppelt am Pier und erzählte mir immer fröhlich, dass er auf das nächste Schiff warte, das aber nicht kam, obwohl ich bei meinen vielfältigen Besuchen von StreetPass Hotspots immer wieder auf andere Spieler traf.

Was hatte ich verkehrt gemacht?

Zu Teil 2


 


Tomodachi Life (3DS) - Fortsetzungsblog
Zurück zu Teil 1


Die Antwort folgte irgendwann schleichend: die An- und Abreise erfolgt nur, wenn man Spieler direkt trifft, also nicht mittels Hotspot, in dem die Daten hinterlegt und einfach abgerufen werden, sondern wenn man ihnen begegnet und ein direkter Transfer zwischen den Konsolen stattfindet. Und so machte sich Rufus eines Tages auf nach Taka-Tuka, gelegen im süddeutschen Hassen, von dem er mir einige Tage später sogar eine Karte schrieb.

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Die übertragenen Daten der besuchten Insel.


Umgekehrt konnte von dort ebenfalls die junge Elisabeth von der bayrischen Miisland begrüßen, die sich einen Tag lang auf Kokolint aufhielt und meine Gastfreundschaft genoss.

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Die angezeigten Informationen der eingetroffenen Reisenden sind durchaus nicht uninteressant.


So frisch gestärkt mit neuen Informationen freute ich mich sehr auf den nächsten Kindersegen und mittlerweile haben bereits drei Kinder den Entschluss gefasst, von Kokolint aus die Welt zu erkunden. Rufus reiste vor einigen Wochen nach einem kurzen Heimatbesuch wieder ab, seither habe ich jedoch noch nichts wieder von ihm gehört, Elisabeth von Miisland sowie Noah und Vicky von Kokolint warten aber seit Wochen vergeblich auf die nächstbeste Fährverbindung.

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Der Anleger füllt sich... Wo ist der Fahrplan?


Alles in allem ein relativ dünnes Spiel, in dem doch irgendwo eine Menge Beschäftigungspotential lauert. Die anfänglichen zwei bis vier täglichen Besuche auf Kokolint von mir sind zwar auf einmal in zwei bis vier Tagen zurück gegangen, aber ich bin dennoch nicht völlig desinteressiert.

Was mag wohl passieren, nachdem nun schon länger das Apartmenthaus um einige Etagen aufgestockt wurde, wenn auch diese Apartments alle vermietet sind? Wann kommt das nächste Schiff und wohin verschlägt es all meine Mii-Sprösslinge? Was passiert, wenn der Bauplatz für die Einfamilienhäuschen gefüllt ist? Und wird es, sollten einmal mehrere Miis zu Besuch auf Kokolinth ankommen, nach ihrer Abreise auf dem Zeltplatz aussehen wie in Wacken?

Eine Kurze, abschließende Bestandsaufnahme:

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Die Gebrüder Lexon und lýtron im Amish-Look.


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31 vermietete Apartments.


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Acht der Apartment-Mieter bilden vier Paare, die zeitgleich auch ein gemeinsames Häuschen haben und teilweise bereits Kinder großziehen konnten.


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Lexon und Miimii erfreuen sich derzeit am zweiten Nachwuchs, Chris.


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Kokolint auf einen Blick.


Tja, Bewertung, Bewertung... Ich hab mich schwer getan mit der Kaufentscheidung, da mir von Beginn an der Preis einfach sehr hoch erschien. Und der Meinung bin ich auch jetzt noch. Für 30 €, ja, kann man gut machen, für weniger auf jeden Fall eine nette Anschaffung, aber die aktuellen 40 € sind doch irgendwie nur als Geschenk für irgendjemanden angebracht. Es passiert dann doch einfach zu wenig, um von einem vollwertigen Spiel zu reden.

Und dennoch... es hat seinen Charme, seinen ganz eigenen. Wenn der Bildexport funktionieren würde hätte es noch mehr Komfort und wenn die Wahrscheinlichkeit, von anderen Inseln Besucher zu empfangen, nicht so unglaublich gering wäre, käme sicherlich auch etwas mehr Würze hinein, einfach um zu sehen, was dann mal passiert und wo die Miis überall herumkommen, welche Namen sich andere Spieler für ihre Insel ausgedacht haben oder sonstwas.

So würde ich dem Spiel versuchen objektiv 6 von 10 Punkten zu vergeben, die zwar "gute 6" sind, aber doch eine gewissen Langeweile der wieder und wieder und wiederkehrenden gleichen Abläufe verdeutlichen sollen.

Wen das ganze Gesabbel nun nicht ermüdet sondern neugierig gemacht hat, der kann mich gern anschreiben, ich habe hier noch einen Code für die "Willkommensversion", also einen Schnupperkurs, liegen.

Wer das Spiel nun schon besitzt oder es sich eines Tages zulegen mag und Lust auf meinen knubbeligen Mii hat der sei willkommen, Lexon von diesem QR-Code im Rathaus von Tomodachi Life abzupausen. My body is ready.

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Retro trifft Neuzeit
Danke an meinen Bruder, der dieses Video irgendwo ausgegraben hat.



 


Qualität über viele Galaxien hinweg
Vor langer, langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie...

...schon dort wusste man wohl den Nintendo 3DS und seine Qualitäten zu schätzen.

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Getestet und für gut befunden: Mario Kart 8 (WiiU)
In der Welt der einschlägig Vorgeschädigten wurde lange auf den Release von Mario Kart 8 gewartet. Ein Jedermann sprach davon, dass dieses Flagschiff die Rettung verkörpern soll - die Rettung der WiiU, die Rettung von Nintendo. Es wurde sich ein Aufschwung an Verkaufszahlen für die Konsole erhofft, viele Besitzer sprachen davon der Konsole dadurch noch eine letzte Chance vor dem Verkauf zu geben. Kurz gesagt: es wurde ganz öffentlich vom Tod der Konsole gesprochen, sollte Mario Kart 8 nicht einschlagen.

Vermutlich ist es auch dieser Endzeitpropaganda zu verdanken, dass so Mancher das Spiel erstand, aber in der ersten Woche nach Release knubbelte man sich um ca. 12 Millionen verkaufter Exemplare, also einem Erfolg auf ganzer Linie.

Ein letztes Röcheln vor dem Tod? Die Schließung der Niederlassung in der in meiner Jugend idealisierten Weltmetropole "Großostheim" und der damit einhergehende Umzug nach Frankfurt sind vielleicht ein Zeichen, ebenso wie es an jeder Ecke nach Verwesung eines bereits lang verstorbenen und nicht zu Grabe getragenen Firmenkonzepts müffelt...

...doch genug dieser Abgründe auftenden Morbidität, kommen wir einfach mal kurz auf den Punkt:

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Ein Spaß, ein riesengroßer Spaß, im Einspielermodus in wahnsinns Bildqualität und Größe (wie Yvonne sagte: "Hammer, ich hab das Gefühl ich bin drin!"), im Mehrspielermodus eine Freude in jeder Hinsicht - ganz so, wie es sein soll.

Viel mehr gibt es nicht zu berichten, zumindest nicht, wenn man sich meinen Blog zu Mario Kart 7 auf dem 3DS nebendran legt.

Es gibt, dem Gesetz der Serie entsprechend, die gleichen Konstanten und ein paar Neuerungen. Neu sind natürlich 16 Strecken, die durch Manipulation der Gravitation auch über Kopf und in Schrauben durch Wasser und in der Luft gefahren werden. Die 16 zusätzlichen überarbeiteten Strecken aus alten Titeln sind an diese Neuerungen angeglichen und dementsprechend auch so runderneuert, dass sie ins Gesamtkonzept passen.

In der "wenigen" Zeit, die ich bisher in das Spiel investieren konnte, gelang es Yvonne, meinem Bruder und mir in der 50 ccm Klasse alle Cups mit 3 Sternen abzuschließen, im 100er taten wir uns wie in MK7 erlebt schwerer und mit 150 ccm hatten wir bisher einfach 0 Chancen.

Ansonsten gibt es wieder einen Haufen Karts, einige Motorräder und für beides wieder diverse Komponenten freizuschalten, die das Fahrverhalten beeinflussen, ebenso wie der gewählte Fahrer.

Als es soweit war, dass man aus der Lobby sogar (s)einen Mii ans Steuer berufen konnte, tat ich das gleich - ich find mein Mii cool :D Da ich vorher allerdings nur mit Mario die Piste zierte hatte ich anfangs mit der veränderten Dynamik zu kämpfen.

Gestatten: Lexon, mein Mii, mein Avatar.

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Ich liebe das Standardkart und gutaussehende Slicks sowie einen gewöhnlichen Gleitschirm, um mir wenigstens ein wenig "Renncharakter" zu bewahren und nicht zu 100 % einen Rempel-Comic zu spielen. Auch wenn die Kombination dieser Einzelteile nicht die besten Voraussetzungen für Handling und Höchstgeschwindigkeit mit sich bringen ist in diesem Fall doch tatsächlich Lexon der Knackpunkt.

Wii Fit U, das Hüpf-Tanz-Spring-Yoga-Allerlei-Gedöhns, was einen zwar ins Schwitzen bringt aber dessen wahrer Wert für das Abnehmen wohl eher imaginär bleibt, hat sich nämlich in den Eigenschaften meines Mii breit gemacht. Das Balance Board bescheinigte mir einen BMI von knapp unter 28, also übergewichtig (wer hätte das gedacht), und somit lässt sich Lexon eher steuern wie Bowser als Mario, schwerfällig im Anfahren, bessere Höchstgeschwindigkeit (beides ist wohl der Massenträgheit zu verdanken).

Optisch wird das durch sein Speckröllchen unter dem Overall bestätigt.

Ein sehr nettes Feature, mich würde nur interessieren, ob ein realer Gewichtsverlust die Fahreigenschaften nachträglich ändern würde ;)

Also wie sag ichs am besten... Das Spiel macht wirklich Spaß, die Strecken sind schön, fantasie- und auch anspruchsvoll und der Mehrspielermodus macht in den Cups auch viel Freude, im Versus hätte ich mir mehr MK7 gewünscht - und eine bessere Internetverbindung, denn zum Rennende, als ich deutlich in Führung liegend meine Münzen kassieren wollte, brach die Serververbindung ein und mir blieb nur der Titel "Sieger der Herzen".

Als Fan der Serie und als Besitzer der entsprechenden Konsole ist Mario Kart 8 ein Must-have ohne gleichen, die unterstützen Controller sind manigfaltig und auch die Classic Controller der Wii sind nutzbar, um mit mehreren Spielern über Stock und über Stein zu holpern. Was dem Spiel fehlt (oder was ich einfach noch nicht entdecken konnte) ist eine Streckenanzeige auf dem Fernseher, ein Verlaufsplan, irgendwas wo ich sehen könnte, wie gut (oder schlecht) es um meine Führung steht. Diese Anzeige ist leider nur auf dem WiiU GamePad möglich und ich bewies, dass das Abwenden des Blicks vom Fernseher zum Verlust der Führung, des Rennsieges und der Erstplatzierung in der Gesamtwertung führt.

Teile ich die absolute Euphorie? Hm... Ein tolles Spiel, insgesamt mindestens 8 von 10 Punkten wert, vermutlich sogar 9, aber es ist kein Spiel, welches die Welt verändert und großangelegte AHA-Erlebnisse konnte ich auch nicht verzeichnen.

Ich hoffe inständig, dass die guten Verkaufszahlen in Kombination mit einem firmenpolitischen Einlenken zu einer Stützung des angesägten Nintendo-Astes am Videospiel-Baum führt, bevor er abbricht und zu Boden stürzt. Man kann von einer Sau nicht immer nur Speck abschneiden, man muss auch mal zwischendurch füttern.

 


Rundenzeit: Unterirdisch (Excitebike - NES/3DS)
26 Monate jung und schon so verdorben: in einem unbeobachteten Moment, während ich noch durch die Wohnung huddelte, schnappte sich der Knopf mein Spielgerät - welches ich kurz vorher unbedacht aus seinem Versteck befreit hatte - wählte ein ihm nett erscheinendes buntes Icon im Menü und fing an nach Hilfe bei der Menüführung zu verlangen...

...fahren ging auch selbst.



 


Mystic Quest (Game Boy)
Es war ein langer und beschwerlicher Weg, doch nach mehreren Jahrzehnten hat er sein Ende gefunden und ich konnte mich als würdig erweisen...

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Es gibt Spiele, die sind einfach irgendwie tricky und Mystic Quest gehört dazu. An manchen Stellen flutscht man einfach so durch und die Karte und die Übersichtlichkeit des Spiels sind in etwa wie 100 Liter Sauerstoff im Vakuum des Weltalls: nett gemeint, aber nutzlos.

Seinerzeit muss ich an irgendetwas wichtigem vorbei gerannt sein, irgendein Item verpasst haben oder sonst irgendwas. Vielleicht auch aus Platzgründen das "rostige Schwert" weggeworfen haben, um eine weitere Waffe aufnehmen zu können.

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So stand ich vor etwa 20 Jahren an diesem Punkt, nach oben aus dem Bild führt es in Richtung des Manabaums, vor dem jedoch erst noch einmal das "rostige Schwert" etwas poliert wird und sich darunter das legendäre Excalibur zeigt, welches den Spieler in die Lage versetzt, Julius zu besiegen. Wie man sieht, ist "nach oben" die einzige Richtung, in die es hier noch geht. Und ich hatte an dieser Stelle gespeichert. Ich saß also an einer Stelle, an der es nicht zurück geht UND ich hatte das im Spiel einzigartige "rostige Schwert" nicht mehr... was das bedeutet, ist wohl klar, nämlich eine Einbahnstraße mit Sackgasse. Game Over, entgültig.

Und tatsächlich nochmal spielen, den ganzen langen und unmöglichen Weg...? Seinerzeit reichte mein Ehrgeiz dazu nicht aus.

Doch nun, ja, nun konnte ich mit dem "rostigen Schwert" auf die Lichtung schreiten, erhielt Excalibur und machte Julius zunichte, um endlich vor den Mana-Baum zu treten.

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Hier erwartete mich Julius ein weiteres mal, mutiert durch die Macht des Mana, doch mit Excalibur und nicht zuletzt der Heilkunst des Mädchens (von mir "Neda" getauft, weil "Zelda" einen Buchstaben zu viel benötigte) war es mir möglich, ihn zu bezwingen.

Die Tragik folgte auf dem Fuße und der Bewanderte in Seiken Densetsu weiß, dass durch Zerstörung der Mana-Manipulation auch der Mana-Baum sein Ende findet - doch wie es der Zufall will entpuppte sich "Neda" als die Tochter der Mana-Familie und wurde zum neuen Gemma, dem Spross eines neuen Mana-Baumes.

Und ich, "Link", meines Zeichens einfach nur ein Bursche, der zum falschen Zeitpunkt in Gefangenschaft geraten zu sein schien, bin jetzt ein waschechter Gemma Ritter, der letzte den es gibt, dazu auserwählt den Gemma und den wachsenden Mana-Baum für alle Zeiten zu beschützen, auf das für Ewig Frieden herrsche.

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20 Jahre...

 


Förderung
Ich weiß ja nicht, was Mama beim Malen damit beabsichtigte, der Tochter diese Form mit dem Tuschkasten vorzugeben, aber irgendwie...

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Do it yourself
Ich wollte vor zwei Wochen irgendjemanden erwürgen...

Entgegen den Vermutungen, die nun aus diesem Satz und dem Blogtitel "Do it yourself" resultieren könnten, möchte ich anmerken: ich habs nicht getan! :D

Der 3DS kam aus der Reparatur, alles klappte wie am Schnürchen und ich hatte gehofft, es gäbe was umsonst. Leider nicht, man ist äußerst geizig in Großostheim, aber immerhin funktionierte das Gerät wieder, von der Kamera bis hin zur R-Taste (und wie ich der Rechnung entnahm hat man mir sogar ein neues Frontglas spendiert... wieso auch immer).

Und wenige Wochen später sitze ich des Abends da und ärgere mich und mag an die Decke springen, jemanden aus dem Fenster werfen und danach windelweich prügeln, die L-Taste geht sporadisch bis gar nicht aus heiterem Himmel.

Waaaaa!

Anfrage an Nintendo geschrieben, ob vielleicht ein Fehler während der Reparatur dazu geführt haben könnte - Standardantwort erhalten, Reparaturkosten nach Pauschale zwischen 54 und 107 €. Nochmal nachgefragt, ob das deren ernst sei, für 10 Schrauben lösen, ein Bauteil mit Steckverbindung ersetzen und 10 Schrauben wieder festziehen, 54 - 107 € zu verlangen - Standardantwort erhalten, bitte ums Einschicken, Reparaturkosten nach Pauschale zwischen 54 - und 107 €.

So konsultierte ich mal ebay. Schließlich habe ich auch einige Schraubendreher und weiß, wie herum ich ihn halten müsste, sollte er tatsächlich zum Einsatz kommen. Und bei ebay gibts ja alles...

...dass ich aber auf Anhieb tatsächlich passende Ersatzteile für sehr kleines Geld und ohne Versandkosten finde, hätte ich nicht erwartet. Und 7,98 € für einen Trigger mit gleich angelötetem Flachbandkabel finde ich tatsächlich deutlich angenehmer als die angekündigten 54 - 107 €!

Was mir der Suchbegriff "3DS L R Taste" allerdings auch beschehrte, war ein Suchergebnis für einen 3DS, der laut Artikelbeschreibung im vollen Umfang funktioniert mit der Ausnahme L-Taste, die "zwar manchmal funktioniert, meistens aber nicht"...

Lange Rede, kurzer Sinn: für einen angemessenen Preis erstand ich das halb defekte Gerät, erstand noch den Trigger (allein schon um es mal zu testen, bevor ich meinen eigenen 3DS kaputt mache) und jetzt habe ich einen zweiten funktionstüchtigen 3DS daheim liegen.

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Und auch, wenn er in langweiliger Aqua-Optik daher kommt und nicht in meiner verehrten Zelda 25th Anniversary Edition bin ich in allen anderen Belangen doch irgendwie neidisch auf dieses Gerät. Nichts knarzt, die Tasten und Knöpfe bespielen sich nahezu jungfräulich, die Bildschirme sind so klar wie es meine trotz regelmäßiger Reinigung niemals mehr werden können und auch ansonsten ist die Kiste in tadellosem Zustand.

Zu schade, dass ich ihn wieder abtreten werde, jetzt, wo er wieder funktioniert.

 


Och man Leute...! (Tetris)
"Leute" ist eine recht schwammige Beschreibung, wenn man Personen direkt ansprechen will. Für einen Hund namens "Bello" wäre vergleichend der Ausruf "Vierbeiner" passend. Er könnte sich dadurch angesprochen fühlen, wird es aber wohl nicht.

Es ist nun 24 Jahre her, dass ich meinen Game Boy geschenkt bekam und mich mit Tetris befasste. Und obwohl in den Familienkreisen immer irgendwo eine Cartridge mit dem Spiel und / oder ein Game Boy verfügbar war / ist konnte ich natürlich nicht anders, als mir das Spiel auch aus dem eShop auf meinen 3DS zu laden.

Denn wer schleppt denn bitteschön zwei Konsolen mit sich herum?

... ich tue es, meinen 3DS und meinen Game Boy Advance SP, aber lassen wir das. Welcher normale Mensch schleppt denn bitteschön zwei Konsolen mit sich herum?

Seitdem meine 3D-Machine vor einem guten Monat aus der Reparatur zurück kam habe ich ehrlich gesagt nicht sonderlich viel damit in "richtigen" Spielen gemacht. Ich habe die Demo von Etrian Odyssey Untold: The Millenium Girl angespielt und nach wenigen Minuten genervt wieder gelöscht, weil ich nicht verstehen kann, wieso man äußerst zahlungswilligen Kunden eine deutschsprachige Spielversion verwehrt. Ich habe auch die Demo von Mario Golf World Tour angespielt und ebenfalls nach wenigen Minuten wieder gelöscht, weil ich für Golf einfach noch nicht alt genug bin. Und ich habe mit meinem Bruder zwei Runden Mario Party Island Tour gespielt.

Den Rest der Zeit war ich mit den StreetPass Minispielen beschäftigt oder habe mich mit großem Suchtpotential in Tetris vergraben.

Der Ehrgeiz in diesem Spiel ist seit bald zweieinhalb Dekaden ungebrochen. Möglichst viele Punkte erreichen, ganz klar. mit jedem Level steigen die Punkte für getilgte Reihen, am Anfang ist als Maximum das Level 9 auszuwählen, der Tetris (also vier Reihen auf einmal) bringt hier 12.000 Punkte.

Kurzum: vor dem Erreichen von 100.000 Punkten empfinde ich es als Frevel, meine Punkte durch irgendetwas anderes als einen Tetris zu verdienen, denn schließlich sorgen jede 10 getilgte Reihen für einen Levelanstieg, was das Tempo Richtung Spielende deutlich erhöht, natürlich geben wenige Reihen weniger Punkte. Sollte ich unter 100.000 Punkten mal irgendwo eine Lücke eingebaut haben ist es die blanke Schande: ich beende das Spiel und fange erneut an.

Die kommenden Steine werden per Zufallsprinzip des Systems ausgegeben und manches Mal will und will und will es einfach nicht passen, es fehlt dieser eine Stein um das Leben leichter zu machen, das ganze Konzept des riesigen Turmes aufgehen zu lassen und eine Lücke zu schließen, die es locker ermöglicht noch einige Minuten weiter zu stapeln.

Doch nein, er kommt nicht.

Viel zu oft kommt er einfach nicht, dieser eine, der Lichtbringer.

Und so sitze ich da, werde langsam genervt, weil es doch eigentlich so gut lief, und ich ertappe mich dabei wie ich ein "och Leute" vor mich hin schnaufe.

"Och Leute...", ganz enttäuscht, genervt und mit ein wenig Wut zielgerichtet nach Großostheim.

"Och Leute...", als ob das Spiel in Großostheim programmiert worden wäre.

"Och Leute...", als ob irgendwer in Großostheim sitzen würde und sich in meine Konsole eingeklinkt hat und mir sagen will: "Mir ist ganz egal, was du vorhast, aber wie kommst du denn jetzt mit diesem unpassenden Stein zurecht?" (man stelle sich teuflisches Gelächter vor)

"Och man Leute...", als würde sich jemand in Großostheim angesprochen fühlen und augenblicklich ein schlechtes Gewissen bekommen, heim gehen und sich schämen.

"Och menno Leute...", ganz wie früher, so wie vor 20 bis 24 Jahren, bei Oma im Wohnzimmer, zwischen den Eiche-rustikal Möbeln mit Löwenfüßen, unter dem 2 x 12-armigen Kronleuchter mit 40 Watt Kerzenbirnen, von denen immer mindestens die Hälfte heraus gedreht war, auf den Schaumstoff-mit-Fleece-ummantelten Sofas und Sesseln, von denen man die Armlehnen abnehmen konnte (aber auf Gedeih und Verderb nicht durfte!), sie nach Belieben zusammenstecken und trennen konnte und es mit der großmütterlichen Gunst für 3 Tage vorbei war, wenn man die Füße auf die Sitzfläche nahm und darauf "herum roillschte".

"Och maaaannomensch man man Leute!", ganz wie damals, bevor mehr als jeder 20te Haushalt einen PC besaß, als der Videorecorder noch Hightech war, als es Flachbildschirme nicht mal in Science Fiction Filmen gab, bei Oma im Windfang noch das grüne Telefon mit Wählscheibe auf einem Spitzendeckchen stand und das Internet für den normalen Arbeitnehmer schlichtweg noch nicht existierte und ich mich doch stets fragte, wie die das in Großostheim wohl hinbekommen, immer dann, wenn ich Tetris spiele, irgendwo da zu sitzen, mein Spiel zu verfolgen und mir den Spielerfolg einfach nicht vergönnen können!

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... Eier schaukeln war früher.
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