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Erwähnenswert gigantisch: Xenoblade Chronicles (Wii)
Es ist nun zweieinhalb Jahre her, dass wir umgezogen sind und ich konnte es nicht erwarten, die Multimedia in der neuen Wohnung schnellstmöglich wieder aufzubauen und die Kisten, Möbel und Undefinierbarkeiten aus dem Weg zu schaffen, damit ich fortsetzen kann, was ich bereits in der alten Wohnung begann.

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Xenoblade Chronicles war der Auftakt einer drei Spiele umfassenden Reihe von Veröffentlichungen für die Nintendo Wii, die das ganze Thema von "Big N's Wutschen und Wedeln Konsole" wohl noch zu einem guten und lohnenswerten Abschluss bringen sollte. Die Folgetitel, The Last Story und Pandora's Tower, waren auch gut, allerdings in aufgeführter Reihenfolge doch deutlich schwächer werdend als Xenoblade Chronicles.

Vielleicht liegt es nur an der "Hau-Ruck-Romantik", aber dieses Spiel hat mich mit in fortgeschrittenem Alter doch noch einmal in die Kindertage versetzt und in mir den ungeduldigen, nimmersatten und von A bis Z total bestaunenden Knaben ausgebuddelt, von dem ich der Meinung war, er wäre irgendwann zwischen Ocarina of Time, Majora's Mask und Sands of Time groß und gesättigt geworden. Zu den ganz großen Gaming-Erinnerungen meines Lebens gehört der unumstößliche Meilenstein, wie hier kein Sofa stand sondern nur ein wackeliger Stuhl mitten auf den kalten Fliesen vor dem riesigen Fernseher und ich das Spiel seinem Ende zutrieb.

Nachdem diese zweieinhalb Jahre nun vergangen sind ist es Yvonne, die sich dem Spiel widmet und mit ähnlicher Begeisterung regelmäßig seinem Bann verfällt, daher bekomme ich quasi aus zweiter Hand hin und wieder den Hauch von... von...

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... von BÄM!, von WOW, von UIUIUIUI.

Natürlich gibt es auch in diesem Spiel mal Engpässe von irgendwas, manchmal wird es etwas schleppend, die Sucherei kann einen manchmal wirklich wahnsinnig machen, das will ich wirklich nicht abstreiten, aber, AAAAABER, liebe Leser, AAAAAAAHAHAAABER:

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Ka-boooom!

Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen soll. Das Spiel ist unfassbar rund. Und an jeder Ecke finde ich viele, viele Fragezeichen, wie es Nintendo geschafft hat, dieses Spiel exklusiv zu ergattern.

Der Soundtrack überzeugt schon im allerersten Moment mit dem Titel-Thema. Und später festigt sich dies mit jeder Region. Die Charaktere sind stimmig, die Story unendlich genial und lang, und länger, und wandelt sich in so vielen Momenten und fährt mit echten Überraschungsmomenten auf. Grafisch auf einem galaktischen Stand, den niemand der Wii zugetraut hätte, Cutscenes mit Charakter, fantastisches Gameplay und allein die Datenverwaltung des Spiels ist ungelogen perfekt gehandhabt. Es läuft einfach alles glatt und die Übergänge sind weich, man sucht vergeblich nervige Ladezeiten trotz dieser unfassbaren Tiefe der Umgebungen.

Optik auf unendlich, Blick hinaus in die Ferne und hinauf in den Himmel zu den Sternen? Kein Problem, einfach die Kamera schwenken und genießen. Und wenn es dann anderswo zur Sache geht ruckelt nichts und alles läuft glatt. Geht man von einer Region in die nächste dauert es nur Sekunden, bis man das gesamte Spektrum der neu betretenen Ebene in aller Tiefe genießen kann.

Speichern? Die vergehende Zeit ist nennenswerterweise fast nicht vorhanden.

Mal schnell laden um "etwas richtig zu stellen"? Logisch, und obwohl es vielleicht in einer ganz anderen Region zur "Rematerialisierung" kommt geht es quasi instant weiter.

Man kann es nicht anders sagen: bei diesem Spiel wurde einfach alles richtig gemacht und wenn ihr das Spiel noch nicht im Regal stehen habt, aber eine Wii oder WiiU habt ihr eben nicht alles richtig gemacht. Das solltet ihr wirklich nachholen, sonst habt ihr Nintendos Daseinsberechtigungsbeweis der letzten 15 Jahre verpasst.

Wollte ich einfach nur mal gesagt haben.

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CSI Darmstadt
Wie so oft ist detektivische Feinstarbeit erforderlich, wenn Gewaltverbrechen verübt wurden.

Wer ist das Opfer?

Wer ist der Mörder?

Wie wurde der Mord begangen?

Fahrlässig, Notwehr oder gar geplant?

Welche Umstände führten zu dieser grausamen Tatsache?

Da jetzt rund um unser Haus Flatterband gezogen wurde und Polizisten die Nachbarschaft befragen, ich für meinen Teil natürlich am meisten im Verdacht der Ermittler stehe ist es nun an der Zeit für ein öffentliches Statement:

Ich war es nicht!

Und trotzdem bleiben die oben benannten Fragen offen. Und darüber hinaus auch: wo ist der Rest des Opfers und wie kommt der Hühnerknochen auch unseren Balkon?

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Guess who's back....
Na, wer könnte das wohl sein? Wer hat mich denn vor zweieinhalb Wochen mit schmerzlichem Abschied verlassen müssen?

Richtig, heute ist mit der Rückkehr meines 3DS zu rechnen, denn ich erhielt gestern eine Versandmitteilung von Nintendo per eMail und die Sendungsverfolgung sagt "Die Lieferung wird voraussichtlich heute zugestellt".

Brav.

Aber wie ich es vermutete hat die vergangene Zeit mich ein wenig abgekühlt. Das muss gar nicht verkehrt sein und ich vermute, das Feuer wird sich von allein bald wieder entzünden. Spätestens, wenn ich die Internetverbindung mit dem neuen Router eingerichtet habe und ich auch hier zuhause den regelmäßigen StreetPass bekomme. Denn, ich erwähnte es beiläufig, die Benennung des Routers mit der SSID "mycloud" sorgt nicht nur über den Hotspot vom Smartphone für StreetPass, sondern lässt sich auch auf den meisten handelsüblichen Routern für zuhause etablieren - und sogar mit Passwort verschlüsseln, damit nicht jeder einfach so reinspaziert.

In der vergangenen Zeit habe ich mal wieder ein Buch zur Hand nehmen können, ein paar kleine Fortschritte in Wind Waker HD auf der WiiU erreichen können, die mich das Spiel wieder fleißig genießen lassen, außerdem auch schon ein wenig in Duck Tales Remastered nach ordentlich Asche für Onkel Dagoberts Geldspeicher suchen lassen und nebenbei habe ich auch gelegentlich ein wenig Mystic Quest gespielt, was mich allerdings noch nicht so richtig zum Voranschreiten animiert. Es mag früher ein tolles RPG gewesen sein, aber schon damals konnte ich nicht so richtig warm damit werden.

Durch die Rückkunft des 3DS erhöht sich die Anzahl an "Baustellen" für mich auf gefühlte 500 % und ich weiß noch nicht genau, an welcher Stelle ich am sinn- bzw. spaßvollsten weiter mache.

Wir werden also sehen, was die nächste Zeit bringen mag. Bis dahin genießt erstmal die uns geschenkten Sonnenstunden.

 


Geldmacherei bei Nintendo?
Die Damen und Herren aus Großostheim und Fernost waren ja nie wirklich spendabel. Gelegentlich gabs mal einen halbherzigen Artikel in Sondereditionen, den man aber für sehr teures Geld erstehen musste, noch seltener haben sie in der Vergangenheit irgendwelche Artikel in Sonderaktionen verschenkt, auf die man nach seinem Gewinn sogar noch Monate warten und in drei verschiedenen eMails seine Adresse bestätigen musste und auf Preisnachlässe bei Nintendo wartet man eigentlich immer vergebens.

Nintendo-Spiele werden nie günstiger!

Ich empfinde das als eine schäbige Politik und sehe auch hierin einen Faktor, der Nintendo aus den Herzen so vieler Anhänger und aus dem Sinn aller Neu-Spieler katapultiert hat.

Ich bin ja derzeit auf dem Trip überall Akkus mit höchster Kapazität einzusetzen und nachdem ich neulich einige Zeit in der Konfiguration der WiiU und anschließend in The LEgend of Zelda - Wind Waker verbrachte und nach nur drei Stunden das WiiU Gamepad bereits über niedrige Akkuleistung klagte...

Da ich ja hoffe, dass meine Tochter eines Tages auch den Eltern wieder ein wenig eigenes Leben zugesteht - in dem dann auch wieder deutlich mehr gezockt werden soll als jetzt - fand ich die Erweiterung auf einen besseren Akku sinnvoll und fand sogar ein Original von Nintendo.

Was mich dann jedoch irritierte, als ich ihn heute auspackte und einbaute, war, dass es nicht einfach ein Akku mit höherer Kapazität ist, sondern auch mit deutlich höheren Abmessungen...

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Ich kann verstehen, dass man in einem Artikel mit sehr begrenztem Platz innerhalb des Gehäuses einen soliden Akku für den Verkauf verbaut, dem Kunden dann aber den hochwertigeren Akku, der den gleichen Platz bei doppelter Ladung benötigt und dementsprechend wesendlich teurer ist, gesondert zum Kauf anbietet.

Was ich nicht verstehe ist, dass es ja offensichtlich genug Platz für einen "brauchbaren" Akku in diesem riesigen Gehäuse gab, man sich aber einfach dachte, man verbaut einen kleinen, gerade ausreichenden, produziert aber schon zeitgleich den nächst größeren mit doppelten Abmessungen für nur ein paar Cent mehr, lässt im Gerät aber bereits eine ausreichend große Akku-Aufnahme.

Kann irgendjemand meine Nicht-Akzeptanz dessen nachvollziehen?

Zum Anderen: Der Reparaturservice.

Auf der Homepage gibt es eine Preisliste mit Reparaturpauschalen, die allerdings eigentlich nur die Untergrenzne darstellen, nach oben aber relativ offen scheinen. So erhielt ich heute die Rechnung für die Reparatur meines 3DS mit der Info "Hauptplatine kaputt", "Kamera kaputt" und "nach oben genannter Pauschale 107 €" sowie Versandkostenpauschale.

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"Nach oben genannter Pauschale" klingt für mich nicht nach "Pauschale gilt auch, wenns teurer wird" sondern eher nach "solang wir an der Pauschale gut verdienen können müssen Kunden immer die bezahlen".

Tja, da steh ich nun also mit einer Rechnung in der Hand und kann nur hoffen, dass die Herrschaften schneller den Zahlungseingang registrieren, als sie die eingegangenen Artikel prüfen... Es hieß, man erhalte nach 7 Tagen Meldung und diese 7 Tage wurden auch auf den Tag eingehalten - wenn man den Zeitpunkt der Eingangsbestätigung (und nicht den Tag vorher, an dem DHL das Abliefern des Pakets verzeichnete) berücksichtigt und das Versanddatum der Antwort (und nicht den Tag des Eintreffens beim Kunden) als Ende der Frist sieht.

Vielleicht sehe ich das auch alles zu eng, weil ich seit nun 11 Tagen den Tatterich habe und jeden Tag kaum abwarten kann, dass der Briefträger seine Pflicht erfüllt.

 


StreetPass verbindet
Vergangenes Wochenende begaben Töchterchen und ich uns auf einen Kurztripp nach Hannover zu "Moma", "Aaanee" und erfreuten uns auch den Besuchen von "Aaaja", "Eitee" und ihrem Cousin, dessen Name ihr noch eindeutig zu schwierig ist, von dem sie aber weiß, zu wem er gehört.

"Zelda, sag mal Name." - "JAAAA!" :D

Um es spannend zu gestalten, Spritkosten und graue Haare zu minimieren und - was ja bekanntlich mein einziger Lebensinhalt ist :D - möglichst keine Gelegenheit für StreetPass auszulassen haben wir die Reise mit der Bahn / den Bahnen unternommen. Außerdem sind Züge und Busse für Kinder (und besonders für meins) unheimlich faszinierend.

Tja, man muss schon ein wenig ernüchternd sagen, dass trotz mehreren Aufenthalten an sehr großen Bahnhöfen wie Frankfurt und Hannover auf der Hinfahrt gerademal ein einziger Besucher in meiner StreetPass Lobby auf mich wartete. Durch meinen Hotspot konnte ich diesen Besucher wenigstens auch später noch mit meinem Bruder teilen und ihm selbst noch einige Male begegnen. Dennoch war ich mittelmäßig enttäuscht, ich hätte von Frankfurt einfach mehr erwartet. Leider blieb in Hannover keine Zeit den Hotspot in der Ernst-August-Galerie abzufarmen.

Auf der Rückfahrt sah es ähnlich spektakulär aus und ich konnte genau 0 Begegnungen abgreifen.

Bis, ja, bis wir dann in der S-Bahn saßen.

Der ICE setzte uns in Frankfurt Süd ab, von da mussten wir die RB zurück zum Hauptbahnhof nehmen und konnten wenigstens im Zug verweilen, bis dieser dann seine nächste Fahrt zurück und auf einer anderen Strecke antrat. Dank einiger Minuten verspäteter Abfahrt sprang noch eine Gruppe aus zwei bis vier Personen in den Zug, kamen zielstrebig auf die letzten beiden Sitzgruppen zu (in denen wir bereits zwei Plätze belegten) und nahmen Platz, wobei einer der beiden Herren zu dem mitgeführten Jungen sagte: "Da kannst du dich hinsetzen und spielen."

Zum Vorschein brachte der Knabe einen 3DS in Farbe Aqua und begann irgendwas zu spielen, bzw. tippste er immer mal wieder Tasten, während er einfach pausenlos babbelte und seinem Vater-Onkel-Opa-Bruder-Aufpasser (bin da unschlüssig, weil ich schwören könnte, er habe BEIDE Männer mal mit "Papa" angesprochen - was aber die Anwesenheit der südländischen Frau, die sich zwar 90 % der Fahrt abseits und unbeteiligt platziert hatte, aber später in einer mir fremden Sprache vertraut mit dem Jungen anfing zu reden, irgendwie umstritten macht) versuchte, die Einfachheit der Spiele darzustellen, wie sie nur Kinder sehen - und diejenigen älteren, die sich lange damit beschäftigt haben.

"So. Und was muss man da machen?" - "Den töten, ist ganz leicht." - Es folgte betretenes Schweigen... Klingt auch komisch aus dem Munde eines 11- oder 12-jährigen. Nachdem Vater-Onkel-Opa-Bruder seine Fassung halbwegs wiedergewonnen hatte und versuchte unterschwellig pädagogisch die Situation zu retten erklärte der Bube, dass es sich um ein Strategiespiel handele und wirklilch leicht sei. "Guck mal, und dann kämpfen sie."

... Schwierige Situation, wenn man sich als Verwandter-Bekannter-Lehrer-Schutzbefohlener so gar nicht in dieser Welt auskennt.

Ich hingegen musste ein wenig grinsen, auch wenn mein eigenes Würmchen von großer Müdigkeit geplagt war und sich nicht unbedingt von der besten Seite zeigte. Nur von der auf- und überdrehten. Und nachdem ich im ICE ein wenig Zeit bis zur Langeweile überbrücken wollte hatte ich sie in Säen und Staunen meine Blumen gießen lassen, was sie nun dazu brachte, wie wild auf den Aqua-blauen 3DS zu deuten, sich nach vorn zu werfen und das Gerät an sich reißen zu wollen...



Fehler, ich weiß. Denn reicht man einmal den kleinen Finger... "Meeeehr! Meeeehr!" Da ist einfach noch kein Maß vorhanden.

"Wusstest du, Papa, dass ich hier Internet habe?", sagte der Bub gegenüber.

Und auch wenn ich eigentlich Kontakte mit Fremden vermeide (weil man ja nie weiß, was dabei rumkommt...), konnte ich mich einfach nicht zurück halten. "Das liegt daran", begann ich, "dass ich auf meinem Handy einen Hotspot eingerichtet und freigegeben habe, den der 3DS erkennt und für das Internet benutzen kann."

Vermutlich starrten mich die umliegenden Humanoiden allesamt dumm an, nicht nur der Vater-Opa-Onkel-Bruder. Nachdem der Jung meine Information aber ratternd verarbeitet hatte fing er an übers ganze Gesicht breit zu grinsen. "Dann müsste ich ja mal 'danke' sagen."

Etwas später fragte sein Vater-Onkel-Opa-Bruder dann, was denn das für Begegnungen seien, von denen er gerade gesprochen habe. "Keine Ahnung", meinte er, "die sind manchmal einfach da."

Okay, Zeit für ein wenig Aufklärung :D Und so fasste ich die Thematik in wenigen Sätzen zusammen, Vater-Onkel-Bruder-Opa hörte interessiert-höflich zu, der Knabe bekam runde Knopfaugen.

"Wieso wissen Sie denn so viel über den 3DS?", fragte er, mit diesen laaaaang gezogenen Konsonanten, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt ("Drei Dee Eeeeheeees?").

Und so zückte ich kurz den meinigen, zeigte stolz das grüne Lämpchen was den StreetPass mit ihm anzeigte und wurde sofort mit weiteren Fragen bedacht, wie z.B. "ist das die Zelda-Edition?", "wie finden Sie Zelda?", "welches Zelda haben Sie schon gespielt?".

"Bis auf die beiden ersten auf dem NES hab ich alle gespielt."

Leere Blicke des Buben, die wohl fragten, was denn ein NES sei.

"Naja", fügte ich hinzu, "und die beiden auf dem DS hab ich auch nicht gespielt. Hat sich nicht ergeben.Angefangen habe ich auf dem GameBoy 1990."

Opa-Bruder-Vater-Onkel riss überrascht die Augen auf, "so lang ist das schon her?" - kurz gesprochen: ja, ziemlich sicher.

Insgesamt erinnert mich das alles seeeehr an den Besuch mit meinem Bruder und meiner Schwägerin der Nintendo Truck Tour vor einigen Jahren in Ludwigshafen, als sich mein Bruder der Frage stellen musste "wie alt bin ich eigentlich wirklich" und von einem kleinen Jungen auch mit Fragen über Zelda gelöchert wurde. "Ich finde es komisch", sagte der Junge im Gesprächsverlauf, "mich mit einem Erwachsenen über Zelda zu unterhalten."

Meine Unterhaltung im Zug ging dann noch ein ganz kleines Bisschen weiter und auch wenn noch kleinere Fragen zum Thema StreetPass kamen ("haben Sie alle Puzzleteile?", "Haben Sie Rettet die Krone II schon durch?", u.ä.) versuchte ich den armen Kerl nicht seines gesamten Nachtschlafes zu berauben und versuchte, nicht mein umfassendes Halbwissen über StreetPass und dessen Hotspots an ihn weiterzuleiten.

Dazu war die Zeit einfach noch nicht reif genug, mein junger Schüler.

 


Tag 0
Gestern war er, ja, gestern war der unrühmliche Tag, an dem ich meinen 3DS verpackte und zur Post brachte. Natürlich nicht, ohne vorher noch einmal einige Zeit gepflegt in meiner StreetPass Lobby herumzuturnen.

Als kleine Randbemerkung: ich stellte fest, wenn ich meinen mobilen Hotspot mit "mycloud" anstatt wie bisher mit "attwifi" benenne bekomme ich sogar nicht nur die Besucher, denen ich tagsüber begegnet bin, sondern mein Telefon funktioniert ganz genauso, wie die regulären StreetPass Hotspots und ich versende meinen Mii in die ganze Welt und empfange auch aus der ganzen Welt. So erhielt ich gestern drei Begegnungen aus dem Vereinigten Königreich, zwei aus Hamburg und eine aus Niedersachsen :top:

Relativ schnell war mir gestern klar, dass es nicht viel bringt, permanent die Sendungsverfolgung meines 3DS zu beobachten, denn dadurch werden die Reparaturprozesse im Hause Nintendo auch nicht schneller.

Also, willkommen zurück in der Welt der normalsterblichen nicht-3DS-Besitzer... was macht man denn so in eurer Realität?

Für gewöhnlich sitze ich abends auf dem Sofa, schaue einen Film und bearbeite nebenbei einige Begegnungen oder spiele eine Kleinigkeit, bis meine Kraft nur noch ausreicht die Augen offen zu halten. Und morgens, sofern ich die Augen auf dem Weg ins Büro geöffnet lassen kann, spiele ich eigentlich auch. Und Nachmittags, egal wo ich gehe und stehe, ich schaue eigentlich permanent nur auf meinen 3DS und hoffe auf Begegnungen.

Gestern abend habe ich dann doch endlich mal die WiiU angeworfen und mich Port Monee gewidmet, quasi der "Hauptinsel" in The Legend of Zelda -Wind Waker, musste aber zwischenzeitlich so sehr mit der Müdigkeit des Tages kämpfen, dass ich effektiv von den 3 Stunden Akkulaufzeit des WiiU Game Pads nur 1,5 gespielt habe, den Rest der Zeit zwischen Sofa und Kaffeemaschine pendelte. Und Augenpflege betrieben habe ich, natürlich.

Dann erinnerte mich heute morgen schmerzlich die Leere meiner Ladestation und die beiden Ersatzakkus des 3DS daran, dass ich noch immer mindestens 2 bis 4 Wochen ohne die schönste Nebensache der Welt auskommen muss...

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Aber was solls, so ist das Leben, also umplanen. Wie wäre es zum Beispiel mal wieder mit Lesen? Oder Musik hören? Oder beides? Also die Autobiografie von Sting eingepackt und los.

Und wieder zurück, ich hätte doch fast den Kaffee stehen lassen...

Nach einer teilweise Musik-begleitet verschlafenen Busfahrt sattelte ich dann am Bahnhof auf ein Gefährt mit noch mehr Rädern um, kam tatsächlich dazu sechs bis acht Seiten zu lesen und konnte es kaum erwarten, im Büro wieder die Sendungsverfolgung zu fragen, wie denn der Stand der Dinge ist.

Keine Veränderung, wer hätte das gedacht.

 


Was war eigentlch vor Patches?
Es kommt ja auch heutzutage noch vor, dass Spiele nicht in der vorgesehenen Weise im vollen Umfang funktionieren. Ein Boss in einem MMO lässt sich nicht legen, eine Tür geht nicht auf, eine Attacke bringt nicht die erwartete zusätzliche grüne Banane, die laut Tooltipp von einem Osterhasen auf einer Harley instant geliefert wird oder sonstirgendwas.

Kein Problem in einer Zeit, in der Spielanleitungen nahezu nicht mehr existent sind und man auf offene Diskussionsforen im Internet angewiesen ist, wo immer mehr Spiele trotz Sinlge-Player offline-Modus zur Lizenzwahrung eine permanente Internetverbindung erfordern und wo physikalische Datenträger sich immer geringerer Beliebtheit als ihre herunterladbaren Gegenstücke erfreuen können.

Sobald genug Spielern dieses Problem aufgefallen ist wird schnellstmöglich ein Update des Spiels (oder auch anderer Software) herausgegeben und bald gehört das Problem der Vergangenheit an.

Glück gehabt, der technologische Fortschritt hat auch seine Vorteile.

Auch meine Hausmarke Nintendo hat hier reagiert. So gibt es für Metroid: Other M die Möglichkeit, sich einen "reparierten" Speicherstand zu besorgen, wenn man nach einem bestimmten Boss den Fehler begangen hat, erstmal im Spiel zurück zu gehen und noch dies oder das erledigen wollte, anstatt durch die zum Spielfortschritt führende Tür zu gehen - diese ließ sich nämlich später nicht mehr öffnen.

Ich sah kürzlich, dass es im eShop des 3DS auch für irgendeinen Teil der Zelda-Reihe eine solche Datei gab. Und sicherlich gibt es auch weitere solche Beispiele bei anderen Herstellern, deren Spiele nicht installiert und für regelmäßige Updates mit dem Server verbunden sind, sondern deren Inhalt temporär per ROM-Datenträger ins System eingelegt werden und nicht veränderbar sind.

Gut, nicht verwechseln sollte man solch fehlerhafte Software mit den Spielereien, die sich manche Softwareentwickler für den Kopierschutz überlegt hatten, so kamen zum Beispiel bei Siedler 3 Schweine aus der Eisenschmelze oder gar aus einem Lagerhaus keine kleinen Männchen.

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Oder Testdrive 1987. Hatte man das Spiel nicht erstanden sondern die Diskette (!) kopiert konnte man niemals sicher davor sein, den Porsche ggf. nicht erkennen zu können. In der Wagenansicht sah man lediglich die Seitenscheibe und die Räder, an den Tankstellen erhielt man ausschließlich ein verrauschtes Bild. Wenigstens das Amaturenbrett während der Fahrt war drin.

Bis heute ärgert mich ein wenig, dass ich Space Station Silicon Valley nie bis zum Ende spielen konnte, da sich in einem Level eines der zum Levelabschluss erforderlichen Items einfach nicht einsammeln lassen wollte.

In Link's Awakening berichtete mir mein Bruder von einer kleiner-Schlüssel-Kombination, die dazu führen konnte, dass man das Dungeon nicht beenden kann, weil irgendwann keine kleinen Schlüssel mehr vorhanden sind aber dummerweise die entscheidende Tür noch immer nicht aufgeschlossen wurde - blöd, wenn man von dem vom Entwickler vorgesehenen Weg abweicht.

Auf die Idee mir darüber Gedanken zu machen kam ich, als ich am Wochenende von meinem Bruder das hier vorgelegt bekam:

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Mystic Quest - in Japan eigentlich Seiken Densetsu benannt und somit der Vorgänger vom in Deutschland äußerst beliebten unter dem Namen Secret of Mana verkauften Seiken Densetsu 2 - war, soweit ich mich erinnere, meine erste Frusterfahrung dieser Art.

Ich kann mich an nichts aus diesem Spiel erinnern, außer vielleicht, dass es mich nicht so richtig fesseln konnte, aber dennoch: damals legte man ein Spiel nicht einfach beiseite, es wurde schlichtweg gespielt.

Und so spielte ich. Und ich spielte. Und ich spielte sogar bis zum Ende.

Und dann stellte ich in dem Bildschirm, der die Passage zum letzten Boss darstellte, fest, dass ich an irgendeiner Stelle irgendetwas nicht erledigt hatte und mir daher der Zugang zum Boss nicht möglich war.

Zurückgehen und nachholen funktionierte damals aber auch einfach nicht. Und so blieb es dann bis in alle Ewigkeit dabei.

"Gentlemen, Ihr werdet den Tag niemals vergessen, an dem Ihr Mystic Quest beinahe durchgespielt hättet."

Habt ihr auch solche Erfahrungen?

 


Enthaltung
Zuletzt sinnierte ich noch über Mario Kart 7, hatte glaube ich mal erwähnt, dass mein 3DS Probleme mit den Kameras hat und sie Systemabstürze hervorrufen, die dafür sorgen, dass ich bei Rollercoaster Tycoon 3D meine Achterbahnen mit Action-Foto-Bereich nicht probefahren kann und nun ist es offiziell: ich komme einfach nicht mehr drum herum, ihn einzuschicken und reparieren zu lassen - es sei denn ich denke über eine Neuanschaffung nach, was ich aber (angesichts der Tatsache, dass es sich um die Sonderedition zum 25. Jahrestag von The Legend of Zelda handelt) absolut ausgeschlossen habe.

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Grund: die rechte Schultertaste funktioniert nun nicht mehr.

Das gestaltet einiges schwieriger, denn besonders diese Schultertaste wird vergleichsweise häufig benutzt. Und in der StreetPass Lobby kann man damit den Redefluss und die Bewegungen der Miis deutlich beschleunigen, was uuunglaublich wichtig ist, denn auch nach mehrmaligem und sogar täglichem Nutzen der Spiele labern da noch immer einige Figürchen so viel und immer wieder die gleichen Erläuterungen, dass man es anders gar nicht erträgt.

Zuletzt griff ich für sehr sehr kleines Geld Tom Clancy's Splinter Cell 3D in meinem Lieblings-real-Markt ab, was mir sogar erstaunlich gut gefällt.

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Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, das Spiel durchzuspielen, ohne jemanden zu töten. Ich finde diese Möglichkeit nämlich wirklich faszinierend und äußerst cool (auch wenn gelegentliches Ballern natürlich ganz nett sein kann). Als die R-Taste nun vor einigen Tagen anfing zu schwächeln störte mich das noch nicht so sehr, da in Splinter Cell die R-Taste die Schuss-Taste ist. So überlegte ich in aller Ruhe tagelang, wann ich am besten mein Baby in die Obhut der Reparateure übergebe.

Doch, oh Schreck, spätestens in der derzeitigen Mission wird es doch zum Problem, denn ich muss mit meinem elektronischen Sichtgerät eine Speichervorrichtung per Fernzugriff auslesen, was dann doch wieder die R-Taste erfordert.

Ausgedruckt ist der Packzettel schon, ich weiß über die anstehende Datensicherung bescheid und könnte das Gerät eigentlich schon längst der Post überantwortet haben...

...aber gestern wollte ich mit dem Auto zur Arbeit fahren - in Dieburg ist ein StreetPass Hotspot im Burger King... Heute auf dem Weg zur Arbeit hätte mir am Bahnhof auch StreetPass entgehen können... Morgen fahre ich mit dem Töchterchen mit dem Zug nach Hannover, also liegen mehrere Hauptbahnhöfe dazwischen mit möglichem StreetPass... Und habe ich mal erwähnt, dass mein Bruder in Hannover einen 3DS XL hat...? Nicht zu vergessen natürlich die Rückfahrt... Montag könnte ich dann ggf. in die Hochschule zum Lernen gehen und unterwegs die StreetPass Hotspots in der City abfarmen... Dienstag ist Yvonne auf der Didacta, ich werde also erst Zelda zur Tagesmutter bringen, dann mit dem Auto ein paar Stunden ins Büro fahren und sie danach wieder abholen - erwähnte ich den StreetPass Hotspot im Burger King Dieburg, der auf meinem Weg liegt...? Donnerstag und Freitag sind dann wieder Arbeitstage, die ich mit dem Zug antreten werde...

Also, ich hätte vielleicht kommenden Mittwoch Zeit, ihn für ein paar Stunden abzugeben... Oder am darauffolgenden Wochenende, wenn Zeldas Opa Geburtstag hat... Aber spätestens Dienstag brauche ich ihn wieder!

Dummerweise habe ich nicht solches Glück :cry: Die Dauer bis zum Kostenvoranschlag durch einen Techniker gibt Nintendo mit ca. 7 Tagen an, die Reparatur dauert dann noch einmal etwa 1 bis 3 Wochen.

Ich glaube ich sterbe.

Ich bin mir sicher, dass ich sterbe.

Klar, ich kann mal wieder lesen anstatt die Fahrzeiten zu verzocken, da freu ich mich ja fast drauf, dazu gezwungen zu sein, sonst würde es vermutlich nicht dazu kommen. Aber ich ohne meinen 3DS?

Undenkbar.

Schon ein wenig merkwürdig, mit den tragbaren Konsolen hatte ich irgendwie nach dem GameBoy Advance abgeschlossen. Auch wenn ich Dr. Kawashima's Gehirnjogging ganz witzig fand habe ich mich nie an den DS gewöhnen können.

Aber ein Leben, gar 1 - 3 Wochen, oder auch nur einen einzigen Tag ohne meinen 3DS zu sein, das bricht mir das Herz.

Mein Leben hat absolut keinen Sinn mehr ;)

 


Review: Mario Kart 7 (3DS)
Am 2. Dezember 2011 war es endlich soweit, die Mario Kart Reihe ging in die nächste, nämlich die 7. Runde. Bis ich mir den Titel für meinen 3DS zulegte dauerte es aber noch ein wenig länger und erst kürzlich - "zwischen den Jahren", wie es so schön heißt - jagte ich die Bestellung los.

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Nun plagt mich natürlich der chronische Zeitmangel oder aber auch mal das eingeredete Alter, in dem man abends einfach froh ist auf dem Sofa festzuschimmeln und strohstur in die Glotze zu starren, anstatt sich seinen Hobbies hinzugeben. Also dauerte es dann nun doch etwas, bis ich mich getraut habe, einen Blog darüber zu schreiben.

Fassen wir zusammen: Bei 10 möglichen Punkten könnte ich mich bei diesem Spiel zwischen 7 und 9 nicht recht entscheiden. Denn seine - in meinen Augen - größte Stärke ist letztendlich auch seine größte Schwäche.

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Retro.

Den Wii-Titel fand ich ehrlich gesagt grauenhaft, bei Double Dash auf dem GameCube scheiden sich die Geister, aber den fand ich gar nicht mal schlecht. Aber auch wenn mir bewusst ist, dass es niemals nicht mehr in keinem Spiel nicht "wie früher" wird, so waren doch die Titel des letzten Jahrzehnts allesamt so gar nicht wie früher...

In den 90ern war Teil 1 auf dem Super Nintendo unschlagbar genial. Ein epischer Grundstein, ein Mythos war geboren.



Mit wachsenden grafischen und technischen Möglichkeiten und Ansprüchen der Spieler war Mario Kart 64 ultimativ, und wenn auch anders als der Grundstein der Reihe so doch rund in sich. Doch danach, ja, trotz gelegentlichem Spielgenuss bleiben diese Titel unerreicht, man zieht Vergleiche und es bleibt meist ein fader Nachgeschmack.

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Bei Mario Kart 7 habe ich zum ersten Mal seit langem ein passendes Gefühl. Nicht zuletzt wegen gewisser Parallelen...

Es gibt die gewohnten Klassen, 50 ccm, 100 ccm, 150 ccm und danach (oh welch Überraschung) werden die Cups auch gespiegelt angeboten, wobei sich die Computergegner auf 150 ccm Niveau bewegen. Die Cups selbst sind 8 an der Zahl, nämlich 4 mit neuen Strecken und 4 mit aufgearbeiteten Strecken aus alten Titeln, in jedem Cup 4 Rennen. Die Fahrerauswahl ist anfangs überschaulich und gewöhnlich.

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Entgegen Mario Kart Wii kann man allerdings nicht zwischen unterschiedlichen Karts als solches wählen (was ich zu diesem Zeitpunkt als absoluten Frevel empfand... ich find das Standard-Kart einfach am coolsten, alles andere grenzt an Blasphemie!), sondern zusätzlich noch eine Reifenauswahl treffen und sich für einen Gleitschirm entscheiden. Die Kombination aus allen Komponenten (Fahrer, Chasis, Reifen und Gleitschirm) ist natürlich hinterher entscheidend für Leistung und Fahrverhalten, die man auch dankbarerweise an einem Balkendiagramm in der Komponentenauswahl gleich abschätzen kann. Unterschiede ergeben sich hier in Tempo, Beschleunigung, Offroad-Eigenschaften, Handling und habichvergessen. Es sollte klar sein, dass ein Bowser ein gewisses Grundgewicht mit sich bringt, also eine geringere Beschleunigung zu erwarten ist, ein Toad dafür gut beschleunigen kann aber einfach keine so hohe Endgeschwindigkeit erreicht.

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Es gibt aber noch weitere Modi neben dem Grand Prix, nämlich Ballonschlacht, Münzrausch und Zeitfahren. Letzteres erklärt sich von selbst. Bei der Jagd nach den Münzen kann man bis zu 10 Münzen gleichzeitig mit sich führen, die irgendwo auf den Versus-Tracks herumliegen, die Gegenspieler (auch durch COMs möglich) sammeln ebenfalls und am Ende gewinnt der, der die meisten Münzen besitzt - was bedeutet, vorher werden fleißig Items gesammelt und die Gegner gnadenlos mit Panzern, Bananenschalen oder Bomben zersägt. Die Ballonschlacht läuft ähnlich ab, wobei jedoch die Anzahl der bei Gegnern zerstörten Ballons zählt und eigene Verluste davon wiederum abgezogen werden. Im Gegensatz zu früher ist eine Runde (leider?) nicht vorbei, wenn man seine am Start mitbekommenen 3 Ballons verloren hat, man beginnt dann quasi wieder mit 3 neuen, was den Unterschied zur Münzschlacht damit ziemlich relativiert.

Die im gesamten Spiel gesammelten Münzen am Ende eines Rennens werden auf dem Konto des Spielers verbucht und sorgen dafür, dass in 50er- oder 100er-Schritten neue Teile für das Kart verfügbar werden, um eventuell noch mehr aus der Möhre rauszulutschen, mit Geländereifen besseres Fahrverhalten abseits der Strecke zu erreichen oder um einfach möglichst dusselig auszusehen, wie die Holz-Reifen beweisen. Durch gewonnene Cups werden der Fahrerauswahl weitere Charaktere hinzugefügt und neben Nintendo-Figuren ist auch der eigene Mii verwendbar.

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Nun denn, ein kurzer Überblick über die Grand Prix Funktion:

50 ccm:
Viel mehr als "kein Problem" gibt es nicht zu sagen. Man fährt drauflos, die Gegner bleiben stehen. Zumindest gefühlt. Es ist mir kein einziges Mal gelungen, einen Cup nicht gleich im ersten Versuch auf allen vier beinhalteten Strecken zu gewinnen, wobei sich das Fahrverhalten sehr angenehm zeigt und die Steuerung so präzise arbeitet, wie es das Handling der Fahrer-Wagen-Kombination verspricht.

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Trotz des vermeintlich geringen Anspruchs habe ich hier viel Spaß erfahren und Strecken und Gameplay kennenlernen können. Und ich fühlte mich "zuhause", trotz kaum zu vergleichender Fahrdynamik und allen anderen Faktoren ist dies doch das Spiel, was mich am meisten an Super Mario Kart erinnert und mir sogar gelegentlich ein Grinsen abverlangt hat. Da kam nicht einmal Super Mario Kart Advance, der frühe Remake für den GameBoy Advance heran (der eigentlich sogar alles nur noch schlimmer gemacht hat).

Auch nett sind Erweiterungen des Karts, bzw. die Anwendung dieser, wie die angesprochenen Gleitschirme, um manche Streckenteile zum überbrücken.

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100 ccm:
Die Steigerung zu 50 ccm ist deutlich, aber auch hier sollte man als halbwegs geübter Fahrer seinen Meister noch nicht gefunden haben. Die COMs fahren überdurchschnittlich besser, verwenden die ihnen überlassenen Items gescheiter und auch die Wahl der Fahreigenschaften fällt gelegentlich mehr ins Gewicht.

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Seit über 20 Jahren ist es mein Anliegen, jeden Cup mit vier Siegen abzuschließen. Bei Super Mario Kart tauften wir diese Leistung in unserer kindlichen Euphorie noch selbst auf "blinkenden Pokal", das hatte allerdings auf das weitere Spiel keinerlei Auswirkungen. In Mario Kart 7 ist das anders. Zum einen gibt es natürlich Bronze, Silber und Gold zu erreichen. Wie ich aber im 100 ccm feststellte, hat auch weiteres noch einen Einfluss auf die "Qualität" des Goldpokals, denn es sind je Gold-Platzierung noch bis zu 3 Sterne erhältlich.

Zu 100 % sicher kann ich sagen, dass der erste Stern vergeben wird, wenn alle vier Rennen des Cups auf dem ersten Platz beendet wurden. An den weiteren scheiden sich die Geister und es wird behauptet in jedem Rennen des 50 ccm 3 Münzen, im 100 ccm 5 Münzen und im 150 ccm 7 Münzen über die Ziellinie retten zu müssen. Der dritte Stern ist ein Rätsel und es gibt viele Mutmaßungen, von "Rennen innerhalb eines Zeitlimits beenden" über "meiste Zeit des Rennens erstplatziert sein" bis hin zu "keine Bananenschale erwischt", aber ich konnte kein wirkliches Muster erkennen.

Aber somit wurde natürlich der Ehrgeiz geweckt, noch besser zu fahren und ich kam in die Lage, zwei der Cups nach dem Sieg noch einmal nachbessern zu müssen um nicht im Regen stehen zu bleiben.

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150 ccm:
Ich bin selten so auf die Schnauze gefallen, wie hier. Gleich im ersten Rennen kam mir die Frage auf, ob ich versehentlich ein anderes Spiel geladen hätte. Die COMs fahren gnadenlos und egal welches "Setup" man für sein Kart wählt: sie sind immer schneller. Auf Land, zu Wasser, in der Luft. Kurven, Geraden, auf und neben der Strecke, Schotter oder Asphalt - sie scheinen einen eingebauten Permanentboost zu haben. Fies und unschön, in erster Linie aber eins:

Unfair.

Auch unter Wasser findet man sich in diesem Spiel wieder und wie es der Zufall will, scheint man auch hier die Umgebungsphysik deutlicher zu spüren als in den anderen Klassen.

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Was mich auf die größte Stärke und die größte Schwäche zurück bringt: retro. Es war früher nicht anders. Es hat auf Kindesbeinen schon Wochen und Monate gedauert, bis wir den letzten Cup auf dem SNES endlich beendet hatten. Das ging sogar soweit, dass wir ihn im 2-Player-Mode bestritten, wobei sich der zweite Spieler gleich nach dem Start in die Gegenrichtung aufmachte um die entgegenkommenden Fahrzeuge einem kleinen Frontalcrash zu unterziehen, der sie wenigstens um Sekundenbruchteile zurück warf.

Heute würde ich mir das auch wünschen. Und mir fehlt auch ehrlich gesagt meine kindliche Ausdauer von damals.

Ja, ich hab es nach diversen Wochen und Versuchen gerade einmal geschafft bei 3 von 8 Cups volle drei Sterne zu holen, bei den anderen popel ich bei 0 bis 2 Sternen oder "noch nicht gespielt" herum und ich muss auch zugeben, dass mir langsam die Lust daran vergangen ist. Man kann es nur schwer in seiner Gesamtheit beschreiben, man muss die absolut fehlende Balance zwischen COMs und Spieler einfach erlebt haben. Sie rempeln, sie schubsen, sie rasen einem trotz Dauer-Turbopilz davon, man kommt auch mit Unverwundbarkeitsstern (und dadurch deutlich gesteigerter Geschwindigkeit und besserem Fahrverhalten) nicht an ihnen vorbei, sie ballern einem die Items um die Ohren, dass einem grün und blau noch als angenehmster Ausweg erscheint, man kommt manchmal gar nicht vom Fleck, weil einen drei Items hintereinander treffen und - was echt zum Schreien ist - besonders wenn man glaubt es geschafft zu haben kommt in der letzten viertel bis halben Runde noch der große Hammer von irgendwoher, der einen binnen Sekunden vom 1. auf den 5. Platz befördert.

Irgendwann habe ich resigniert. Vielleicht auch deswegen, weil heutzutage der Spielüberfluss größer ist und man sich schneller für etwas anderes entscheidet. Man will ja auch was schaffen und sich gut dabei fühlen. In erster Linie will man aber schlicht nicht verarscht werden. Und das Gefühl bleibt nach so mancher Aktion im Spiel doch einfach zurück.

Was bleibt ansonsten noch zu sagen? Die Abkürzungen, also die kleinen Schleichwege, die abseits der normalen Strecke erst auf den zweiten bis fünften Blick sichtbar werden, sind keine Abkürzungen. Gelegentlich kann man hier ein zusätzliches Item ergattern, aber die Fahrwege sind durch die Bank weg entweder deutlich länger als auf der Hauptstrecke oder aber mit weniger geschwindigkeitsträchtigem Fahrbahnbelag versehen. Oder so schmal, dass man definitiv runterfallen muss.

Gern wird auch all das kombiniert.

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Als Manko des Spiels muss ich tatsächlich die Rainbow Road ankreiden. In jedem Teil gab es eine solche Strecke, in jedem Teil war sie eine richtige Herausforderung. In diesem Teil ist sie einfach nur glitzernd, übersäht mit Löchern und viel zu oft ohne Seitenbegrenzung und durch die gelegentlichen Fahrbahnneigungen teilweise nicht schön handzuhaben. Eine Rainbow Road muss schwer sein, muss einen die ersten 10 Mal in den Wahnsinn treiben und mussmussmuss danach ein unvergleichlicher Spaß sein, auf den man sich heimlich freut. Das wurde hier nicht geschafft, zumindest für mich. Vielleicht liegt es daran, dass in diesem Spiel zum ersten mal auch Punkt-zu-Punkt-Rennen Einzug gehalten haben (was eigentlich cool ist) und diese Strecke nun also in drei verschiedenen Abschnitten anstatt drei Runden abgeleistet wird.

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Man muss Nintendo einfach den Mehrspielermodus zugute halten. Denn was hierfür erforderlich ist ist lediglich ein in Reichweite befindliches, befreundetes 3DS-System. Nicht wie früher einen zweiten GameBoy, ein Link-Kabel und ein zweites Spielmodul. Der erste Spieler eröffnet ein Mehrspieler-Spiel, die weiteren Spieler können unter der Systemfunktion "Downloadspiel" einsteigen und im live-Stream mitspielen.

Top Idee, wirklich, solche Selbstlosigkeit hätte ich vorher nicht von Nintendo erwartet und bin deswegen wirklich stolz auf die Jungs und Mädels.

Abzüge muss man auch hier in der B-Note vergeben, denn zum einen muss vor jedem einzelnen Rennen die Strecke heruntergeladen werden, was zu mehrminütigen Zwangspausen führt, die ordentlich Tempo aus dem Mehrspielerspielspaß herausnehmen und abnerven. Zum anderen, was eine Unglaublichkeit höchster Güte ist: die zugeschalteten Spieler können weder einen Charakter noch ein Kart auswählen sonder bekommen ein Standard-Kart und eine Figur gestellt, die in Kombination doch eher relativ uncool sind. Was ich selbst nicht ausprobiert habe, was aber in der Theorie möglich ist, ist die Herausforderung befreundeter Spieler über das Internet - hierzu benötigt der Mitspieler dann aber doch ein eigenes Spielmodul.

Auch im StreetPass ist Mario Kart 7 vertreten. Aber nicht nur durch eine standardisierte ich-war-hier-Meldung, sondern mit Geist-Daten einer einzelnen Strecke im Zeitfahrmodus, zum anderen aber auch mit einem Cup, den sich der Spieler selbst zusammenstellen kann und diese Streckenauswahl dann als Herausforderung über StreetPass übermittelt. Es können hierbei bis zu 10 Begegnungen im StreetPass gespeichert werden, danach muss man sie erst einmal zumindest "reinlassen", also ggf. nach Monaten das Spiel mal wieder aus dem Schrank holen und etwas weiter spielen (was ja genau der Gedanke hinter StreetPass ist). Oder man lässt es einfach verfallen, das bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Gewinnt man gegen diesen im StreetPass getroffenen Spieler in seinem eigenen Grand Prix wird ein weiteres Kart-Teil freigeschaltet.

Online ist das Spiel auch. Es können die Weltranglisten im Zeitfahren jeder Strecke eingesehen werden oder auch nach Ländern gefiltert, gern auch mal nach Schwierigkeitsstufen oder Sonneneinstrahlung auf den Merkur. Um die Münzschlacht und den Ballonkampf interessanter zu machen sind diese auch über das Interent international verfügbar und man schaltet sich einfach ein, nimmt teil sobald ein Platz in der zugewiesenen Gruppe frei geworden ist und spielt dann so viele Spiele nacheinander, wie man lustig ist. Die Streckenauswahl erfolgt hierbei demokratisch per Abstimmung und dann per Zufallsprinzip aus der getroffenen Auswahl. Das Macht dann auch schon merklich mehr Spaß als gegen die COMs zu fahren, auch wenn der Unterschied eigentlich nicht immer sonderlich groß ist. Vorteil der COMs ist: sie campen nicht. Es gibt natürlich überall Spezialisten, die einfach über einem Fragezeichen-Block stehen bleiben, das Item rausfeuern, den nächsten erscheinenden Block sofort bekommen, das nächste Item rausfeuern und das versuchen immer weiter bis zum Ende durchzuziehen.

Aber so soll denn schließlich jeder so spielen, wie es ihn glücklich macht.

Wer "Mario Kart" sucht, wird hier in vollem Umfang fündig werden. Wer eine Herausforderung braucht, kann sie im Grand Prix haben. Wer Spaß an kurzweiligen Battles hat, kann das hier erleben. Ich will am Ende doch ein versöhnliches Ende mit dem Spiel haben und trotz mancher Unpässlichkeiten für Mario Kart 7 gesunde 8 Punkte verteilen.

...und somit sehen wir freudig dem Mai 2014 entgegen, wenn es in die nächste Runde geht.

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Eine Woche harte Arbeit - Harvest Moon - Geschichte zweier Städte (3DS)
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Tag 1:
Ein Pferdefuhrwerk reitet in einem Affenzahn durch das Gebirge, das Pferd erschrickt und der Wagen holpert ein paar Stufen hinunter. Der Avatar bleibt bewusstlos liegen, das Pferd und die Waldtiere stehen besorgt drum herum.

Der Spieler erwacht, als ein älterer Herr und eine jüngere Dame ihn wecken. Sie teilen ihm mit ihn erwartet zu haben, berichten jeweils von den beiden an den Berg grenzenden Dörfern und entpuppen sich als die Bürgermeister. In Bluebell wirtschaftet man mit Vieh, in Konohana mit Erntegut, der Spieler wählt sein Dorf nach seinen Vorlieben und bekommt einen Hof gestellt.

Der Rest des Tages verstreicht mit Tutorials aller Art, die nicht einmal Rechtschreibfehlerfrei sind, was mich die gesamte 50-minütige Busfahrt Richtung Darmstadt beschäftigte.


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Tag 2:
Langsam geht es los. Natürlich darf nicht gleich zum Aufstehen ein weiteres Tutorial fehlen, aber danach sind die ersten höflichen Pflichten abarbeitbar. So zum Beispiel das Rübenfeld abernten, welches bereits vor meiner Ankunft bestellt war. In meinem Lager finde ich noch je 3 Saateinheiten für zwei weitere Rübensorten, die ich anpflanze und bewässere.


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Ich sehe mich auf dem Hof um, es gibt aber nichts weiter zu tun, also will ich mich in Konohana ein wenig umsehen und vielleicht als Tagelöhner tätig werden - schließlich brauche ich Geld, um weiteres Saatgut zu kaufen.

Soweit erst einmal Fehlanzeige, aber ich habe ja schließlich noch die geernteten 9 Rüben, die mir mitsamt Hof überlassen wurden. 8 in die Tauschbox, eine behalte ich für alle Fälle, am nächsten Tag werden mich dafür wohl um die 250 Geldstückchen erwarten.

Der Tag verstreicht und ich spreche mit jedem Dorfbewohner, der mir über den Weg läuft, besuche jedes Haus und lese jedes Buch. Am interessantesten erscheint mir das Haus des Samenhändlers, das Montags von 11 bis 16 Uhr geöffnet hat. Es ist 13 Uhr und ich komme nicht in den Laden, komische Welt.

Ich nehme vom Schwarzen Brett vor dem Rathaus beide Aufträge an, die mich ins Gebirge führen um dort etwas zu sammeln.


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Dort angekommen kämpfe ich irritiert mit der Steuerung (das Tutorial sprach davon, sich nicht zu schnell an Tere anzuschleichen und mit dem L-Knopf schnell laufen zu können, mein Avatar kennt aber nur gehen mit dem Steuerkreuz und laufen mit dem Schiebepad. Irgendein Nager gerät mir doch in die Finger, zeigt sich darüber aber nicht sonderlich erfreut - also setze ich ihn wieder ab, suche bis zum Sonnenuntergang erfolglos nach einer grünen Heuschrecke und begebe mich mit Anbruch der Nacht auf meinen Hof zurück und gehe Schlafen.

Tag 3:
Kaum erwacht steht die Erntegöttin persönlich in meiner Wohnküche und erzählt mir, dass der Zwist zwischen Bluebell und Konohana traditionell bedingt ist und sie selbst es vor hundert Jahren war, die den Eintracht bringenden Tunnel zwischen ihnen wegen der Kleinkriege der Bürgermeister zum Einsturz brachte. Ganz nebenbei trällert sie fröhlich, dass ich durch meine Teilnahme an den regelmäßigen Kochwettbewerben diese Eintracht wieder aufbahen soll. Dabei hatte ich ursprünglich gar nicht vor, dem Kochen so große Bedeutung beizumessen.

Weiber...

Als ich mich dann endlich der Gartenarbeit widmen will steht Bürgermeisterin Ina auf meinem Hof und bringt mir stolz mein genesenes Pferd (welches ich spontan auf Steed taufe) und schenkt mir obendrein einen Ersatz für meinen zerstörten Wagen. Wer weiß wofür der gut sein wird.

Im Schlepptau hat sie den ortsansässigen Pferdeflüsterer, der mit einem weiteren Tutorial aufwartet. Pferd und Wagen werden erklärt, aufsitzen, absitzen, anspannen, abspannen und der Wagen ersetzt scheinbar das Lager in meinem Haus.

Voller Freude über das neue Spielzeut sitze ich auf und reite los, in den Wald, suche weiter nach dem grünen Insekt für Gombe und sammle Steine, Pilze, Blumen...


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Nebenbei falle ins Wasser und merke nicht schwimmen zu können, verschrecke einen Affen, begegne einem Bären, überlege was mir im Dorf über das Füttern eines Bären erzählt wurde, flüchte vor dem Bären, falle ins Wasser und kann noch immer nicht schwimmen, flüchte vor dem Bären, falle ins Wasser, kann noch immer nicht schwimmen, erhalte aber ein Erz irgendwo aus dem Bach, treffe eine Bewohnerin aus Bluebell, wundere mich über den einsetzenden Regen, erwische den Grashüpfer und mache mich auf den langen Heimweg, gebe bei Gombe das Insekt ab und erhalte Rübensamen, die ich in meiner Tasche ablege, durch die ich schon länger nicht mehr durchsteige, nachdem ich bereits vorher schon das Abgeben des Items aufgrund der Struktur der Tasche etwas unübersichtlich war. Gombe verspricht mir weiterhin viele Aufträge und ich reite so schnell ich kann zurück zum Hof, da ich die Feldarbeit am Morgen ganz vergessen hatte, seitdem zwar nur 10 Minuten Echtzeit aber 12 Stunden Spielzeit verstrichen sind. Wie dumm von mir, der Regen gießt doch für mich meine Rüben. Das war schon auf dem SNES so...

Was also tun mit dem angebrochenen Abend? Wie wärs mit Kochen? Mein Ausdauerbalken ist nämlich wirklich knapp dran... Mitte der 90er hatte man täglich eine gewisse Anzahl an Aktionen möglich. Also beispielsweise 50 Aktionen, machte 10 Parzellen mähen, 10 mal pflügen, 10 Samen pflanzen, 10 mal bewässern und 10 mal düngen. Jegliche weitere Aktion platzierte die Figur erschöpft auf dem Hosenboden. Einmal was essen, z.B. wieder Kraft für 10 Aktionen. So ähnlich ist es auch heute noch, wobei man hier Ohnmächtig zusammen bricht und am nächsten Morgen in seinem Bett erwacht (so ist es übrigens auch, wenn man nicht bis um 5 Uhr nachts seinen Tag manuell beendet hat) allerdings ist der Rübensalat - eine eigene, Sternekoch-gleiche Kreation von mir, liebevoll zurecht geschnippelt aus einer einzigen Rübe - nicht sonderlich energieträchtig.

Ich beschließe also noch schnell die beiden Rüben von Gombe einzupflanzen, verschrecke dabei einen Maulwurf und gehe zeitig um 19:50 Uhr schlafen bis nach dem Aufstehen...


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Tag 4:
"Guten Morgen, Lexon, ich dachte ich schau mal vorbei..."

Na herrlich, was wäre denn auch ein Tag, ohne Besuch von der Bürgermeisterin Ina höchstpersönlich? Ich bin hocherfreut. Besonders vor dem Frühstück. Und vor dem ersten Kaffee. Ich bin gerade erst aufgestanden und hoffe, nicht zu schlimmen Mundgeruch zu haben...

Sie erzählt mir... Dinge. Wie immer. Viele Dinge. Ich bekomme das Gefühl, dass mein Leben hier als Farmer, fernab der großen weiten Welt mit all seinen Zivilisationen, fast stressiger ist als ein Leben an der Wallstreet. Es gibt so viel zu lernen und man kommt gar nicht so recht dazu, sich in seine Abläufe einzugewöhnen.

Feste. Kochfeste. Ja, darüber spricht sie. Auch sie will, dass ich an den Kochfesten teilnehme und Bluebell zeige, was eine Harke ist.

Was ist den eine Harke? Ein neuartiges Reisrezept?

Nunja, sie gibt mir auch noch die Tipps, dass ich nicht mit verdorbenen Zutaten aufkreuzen soll (gekocht wird wie im Fernsehen live - "und das ganze kommt nun für 3 Tage bei 225 Grad in den Ofen... ich hab das hier schonmal vorbereitet!"), heißt also am besten ich suche mir ein Rezept aus und sammle die Zutaten am gleichen Tag frisch bzw. einen Tag vorher.

Aber das ist nicht alles, Ende der Woche ist auch noch Rübenfest des Dorfes. Das gleiche in Grün, wenn ichs richtig verstanden habe. Das Thema ist "Salat", wenn ich mich nicht irre. "Rübensalat" kann ich ja bereits. Auch hier wieder der Hinweis, nichts verdorbenes mitzubringen. Das habe ich auch nicht vor, aber mir stellt sich gerade die Frage, ob meine Rüben bis dahin denn überhaupt schon ausgewachsen und erntefähig sind. Die brauchen etwa 4 bis 5 Tage, könnte knapp werden, aber klappen.

Ich sprinte aus der Tür, gieße in aller Hektik meine Rübchen und mache mich auf den Weg, das schwarze Brett zu untersuchen. Steed natürlich immer dabei, geht ja schließlich schneller mit 4 Hufen. Aber eine Hundepfeife oder "Eponas Lied" wären klasse, dann müsste ich mir nicht immer merken, wo ich den Onkel geparkt habe...


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Aha, drei neue Aufträge. Gombe will einen Kohlweisling, Kana will auch irgendwas und der Doc will auch ein paar Kleinigkeiten. Alle Auftragsinhalte sagen lediglich "komm mal zu mir", aber natürlich heißt das nicht, dass damit die Aufgabe abgearbeitet wäre. Nein, es hagelt Tutorials...

Es ist gerade etwa 9:30 Uhr, "Gombes Samen" hat also noch geschlossen. Die Tür ist aber offen. Also schaue ich mal, was es so gibt. Habe ich die 2000 G erwähnt, die ich aus meinen Verkäufen erhamstert habe? Vielleicht wurden sie auch vom Storch gebracht, wer weiß. Aber es wäre doch mal wert zu schauen, was man dafür so kaufen kann.

...nichts.

Die Auslage ist leer.

Endlich begebe ich mich auf die Suche in den Wald, fange Gombes Schmetterling, habe gerade Kanas Fischlein beisammen und begebe mich dann noch auf die Suche nach der Minze für den Doc. Mittag ist schon lang verstrichen, also irgendwie artet das ganze schon wieder in Hektik aus und während draußen vor den Fenstern des Zuges Erzhausen an Sven und seinem 3DS vorbeizuckelt steht Lexon in eine Ecke des Waldes zwischen Bäumen, Felsen und dem Bachlauf gepresst und suche einen Ausweg vor der Wildsau, die irgendwie angepisst von mir ist und das regelmäßig zwischen zwei Rammattacken durch eine Sprechblase mitteilt. Aber keine Chance, die wilde Wutz ist so aggro, dass sie mich nach mehreren Hieben in eine Ohnmacht versetzt.

Lexon sagt etwas wie "oh, ich... ich kann... ich kann nicht mehr...", Sven sagt etwas wie "oh, du blöde Sau, du ganz blöde Sau, du ganz ganz blöde blöde Sau, meine schönen Rüben..." und die erscheinende Erntegöttin säuselt irgendwas lieblich dusseliges wie "hihi, du bist zum ersten Mal ohnmächtig geworden. Mach dir keine Sorgen, Toodles."

Wer ist Toodles?

Und wieso freut sie sich so?!

Tag 5:
Lexon schwingt sich aus dem Bett, voller Tatendrang, schlüpft in sein täglich gleiches Gewand bzw. hat es die letzten 4 Tage gar nicht erst ausgezogen, nachdem er es von Ina geschenkt bekam, stürmt Richtung Tür und "Hallo Lexon..." NEIN!

... ich dachte dies wäre eine Farm, kein Saloon. Vielleicht sollte ich die Tür heraus nehmen, sie scheint ja eh nie still zu stehen und der Holzverschleiß wird sicherlich eines Tages auf mich zurückfallen.

Man sehe es mir nach, ich habe keine Ahnung, wer an diesem Tag schon wieder was von mir wollte. Ich denke es war Ina, vermutlich steht sie auf mich oder meinen glasigen Blick nach dem Aufstehen.

Da das Fest näher rückt und der Tag noch frisch und knackig ist gieße ich meine Rübenfelder und stelle fest, dass bei den ersten Pflanzen schon ein Grünstrunk aus der Erde ragt. HEUREKA! Danach geht es in die Küche. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht etwas rafiniertes zaubern könnte. Ich habe zum Beispiel Kräuter gefunden, die sich (laut Tooltip) für Tee eignen. Also rein in die Kochniesche, "kochen ohne Rezept" gewählt, noch etwas fragend drein geblickt und mit den Kräutern das Kochen begonnen.

Der Bildschirm verdunkelt sich.

Man hört jemanden Kräuter hacken.

Irgendetwas brutzelt.

Der Bildschirm wird wieder hell, Lexon dreht sich zur Kamera um, hält eine Schale dampfender Schwärze in die Luft, sichtlich erfreut, und unterhalb erscheint eine Textbox mit dem Inhalt:

"Du hast Fehlschlag hergestellt."

Grandios!

Erscheint das nun auch in meinem Kochbuch? Jamie Oliver zeigt bestimmt bald Interesse...

Der Tag verstreicht mit Besuchen bei meinen Auftraggebern, ich erhalte weitere Rübensamen und vom Doc sogar Kartoffeln, nachdem ich ihre Minze ohne Wildschweineinlage ergattern konnte, quatsche noch mit jedem, der mir so über den Weg läuft (Doc meinte, das steigere meine Sympathie mit demjenigen, und ich wolle ja schließlich beliebt sein), schaue den Rüben beim Wachsen zu bis die Erde wieder trocken ist, gieße erneut, habe natürlich alle weiteren Rüben und die Kartoffeln auch unter die Erde gebracht und - was soll man schon tun, wenn der Terminplan prall gefüllt ist und man gar nicht weiß, wo einem der Kopf steht?

Man geht schlafen.

Tag 6:
Ohne Elan öffnet Lexon die Augen, steigt aus dem Bett, blickt routiniert zur Tür und...

...nichts.

Kein Besuch, kein Auftrag, kein Tutorial. Kein Bittsteller, Kläger oder Staubsaugervertreter. Weder Einschreiben noch Brieftaube warten auf der Schwelle. Doch wo ist Errol mit dem Tagespropheten?!

Gehe ich gleich wieder schlafen? So viel Ruhe muss gut genutzt werden...

Desillusioniert suche ich nach dem Hinweis einer außerirdischen Kollonisation in der vergangenen Nacht, aber nichts dergleichen zu finden. Auch eine Kaffeemaschine suche ich vergeblich. Aber ich finde einen Kalender (praktisch, ich hatte schon befürchtet, dass es nur einen in der Stadt gibt).

Ach du Schreck, jeden zweiten Tag hab ich Termine! Vor zwei Tagen hab ich einen Geburtstag verpasst, morgen ist Party und heute hat Mako Geburtstag. Was soll ich nur schenken? Wo krieg ich auf die Schnelle etwas her? Ob er ein selbst gesammeltes Stück Holz zu schätzen weiß? Was zieh ich nur an?? Wann und wo ist denn die Feier???

Und wer ist denn bitte dieser Mako?!?

Ich gehe meine ersten Rüben ernten - yay - und teste deren Aerodynamik auf dem weg in meinen Karren. Grünzeug wässern nicht vergessen.

Auf der Suche nach Reina, um über ihren Auftrag zu reden, begegne ich ihr und tue ganz interessiert, als sie mir Dinge über das Sammeln von Gegenständen erzählt, die ich schon lange weiß.


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Kamille will sie. Und Minze. Na dann wollen wir mal...

Steed hoppelt in den Wald, ich greif mir quasi alles was ich finden kann (in der Zwischenzeit watschelt Reina fröhlich vorbei... selber sammeln macht dick!) und werde plötzlich und unverhofft unterbrochen. Das Grinsegesicht der Erntegöttin beglückwünscht mich zu 1000 Schritten zu Pferd. Sie brabbelt noch irgendwas, während ich in Gedanken zur Melodie ihrer Stimme Jazztanz mache und mir wünsche sie möge bald enden, ewig hält so ein Tag ja auch nicht und ich hab ja nich viiiiieel zu tun.

Mit einem schockierten Blick auf die Uhr stelle ich fest, dass es schon geschlagene 17:04 ist.

Um wenigstens mal zu versuchen, jemandem eine Freude zum Geburtstag zu machen, habe ich Blumen im Gepäck. Ich weiß zwar nicht, ob der eher nach wilden Samurai-Kämpfen aussehende Obstgärtner Mako auf Blumen abfährt, aber Steine werden wohl kaum seine Stimmung heben.

Die Sonne versinkt schon, als ich Konohana erreiche, außerdem hab ich ja noch Zeugs für Reina dabei. Das abzugeben wäre auch nicht verkehrt. Und vielleicht ein Blümchen extra...?

In den 90ern konnte man sich durch Anstrengungen auch eine Gefährtin und bis zu zwei Sprösslinge einheimsen.


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Reina wäre bisher die für mich ansprechendste Wahl, aber ich kann sie auf meinem Sprint durchs Dorf und seine Häuser nicht entdecken. Also fix weiter zu Mako, bevor sein Geburtstag vorbei ist. Verspätete Glückwünsche gehören in mein Reallife, sollen meinem Avatar aber erspart bleiben.

Im gesamten Dorf ist schon alles auf Halbmast, kein Mako. Gut, das grenzt die Möglichkeiten auf seinen Hof ein. Wo sollte er auch sonst sein? Hinterher flüchten noch die Äpfel von den Bäumen, wenn er nicht acht gibt...

Aber an seinem Platz am Zaun ist er nicht. Abstruse Fantasien über ein Schäferstündchen mit der Vogelscheuche zerstreuen sich bei einem Blick hinter die Baumgruppe auch, da steht der Krähenschreck mit unverwüstet verwüstezer Frisur und vollständig bekleidet. Das Klopfen an der Tür spart man sich und tritt direkt ein, sofern die Läden geöffnet sind und die Herrschaften nicht schlafen. Aber auch nach Einbruch der Dunkelheit findet sich kein Mako inside, im Schein des Kamins aber...

...steht die nun ehemalige Frau meiner ungezeugten Kinder am Tisch.

Reina.

Wie konntest du mir das antun, zur Nachtruhe im Gemach eines Anderen?!

Aber so spielt das Leben (oder heißt es in einem Spiel gar anders herum?) und ich beschränke mich auf das Geschäftliche: Items gegen Belohnung, aber zackig!

Schweren Herzens kehre ich auf mein Gehöft zurück,spare mir das Gießen auf den üppigen Äckern, denn wie in einer dunklen Vorahnung meines Herzschnerzes begann es bereits vor Einbruch der Dunkelheit zu regnen, ein kontrolierender Blick in meine Taschen, ob auch für morgen noch ausreichend frische Rüben da s8nd und a in die Falle.

Tag 7:
"Guten Morgen, Lexon, ich dachte ich komme mal vorbei."

Nett von dir, machst du das noch einmal, liebe Ina, pollier ich dir die Pixel!

Sag, stehst du irgendwie auf mich?!

Darüber sagt sie nichts, aber sie ist extra früh aufgebrochen um mich an den heutigen Battle auf der Bergspitze zu erinnern. Und ganz reinzufällig hat sie auch eine Gurke und Speiseöl dabei, ich solle doch mal "Gurkennamul" kochen und damit ab 12 am Kochduell mit Harry Weynfurt teilnehmen.

Ich häcksel also ihr Grünzeug und gieße das meinige und mache mich auf den Weg. Halb 8 am Morgen, um 12 gehts erst los...

Ich entscheide mich, Bluebell einen Besuch abzustatten. Denn was passt an einem Sonntag besser, als durch den Sonnenschein zu reiten, ein wenig neben dem Pferd herzuspazieren und die Landschaft zu genießen, freundliche Leute kennenzulernen und sich die Sehenswürdigkeiten fremder Orte anzusehen, über Märkte zu schlendern, Auslagen anzusehen und (...) geschlossen.

Alles.

Natürlich, es ist ja auch Sonntag.

Die meisten Häuser sind betretbar, aber es ist nichts los. Die Stände auf dem Platz sind vorhanden, aber verwaist oder ich bekomme den Hinweis aufs Wochenende. Die Tiere im entsprechenden Fachhandel schauen mir gelangweilt zu, wie ich durch die Stallungen und über die Höfe zwischen ihren Reihen hindurch schlendere, nur die Hühner wirken etwas erregt, als ich sie der Reihe nach einmal hochhebe und ein Podest zum Absprung suche... falsches Spiel, sorry liebe Hühner.


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In mir hinterlässt dieser Besuch doch eher das allgemeine Sonntagsgrau, welches mich auch in der Realität regelmäßig ereilt: ich hasse Sonntage, Man kann einfach nichts machen!

Die Zeit schreitet ausnahmsweise nur quälend langsam voran und ich untersuche jede Ecke des Dorfes genau aber gelangweilt und entdecke sogar einen leerstehenden Hof, der wie gemacht dafür scheint hier eine Karriere als Viehzüchter zu beginnen. Es gibt ein Wohnhaus mit Bett und Kochniesche, eine Stallung mit Weideplatz, sogar einen Ort neben dem Haus, auf dem man perfekt einen Pferdewagen abstellen könnte...

Letzten Endes mache ich mich um halb 12 auf den Weg zur Bergspitze, auf dem der Kochwettbewerb in Bälde beginnen wird.


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Vom Wettbewerb selbst gibt es nicht viel zu berichten. Die Teams jedes Dorfes warten mit jeweils drei Köchen auf, jeder mit einem anderen Gericht. Als Special Guest und einziges Jury-Mitglied ist ein Dieter-Bohlen-Verschnitt geladen, dessen Name ich ebenso vergessen habe wie den Grund, warum die reale Welt den realen Dieter Bohlen nicht augenblicklich lynchen sollte. Er wandert umher, verspeist insgesamt sechs Gerichte (und ich beneide ihn für diese Ausdauer), kommentiert sie allesamt recht einsilbig (von "..." über "Aha." bis "Nicht schlecht.") und kommt im großen Finale richtig in Fahrt - die Programmierer haben eindeutig zuviel ferngesehen. Er wandert zwischen "der Gewinner ist..." und der absehbaren Antwort "Konohana!" von Team zu Team drei Mal hin und drei Mal her, mit quälend bedacht langsamen Schritten.


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Wieso die Erntefee sich von den beinahe gehässigen Kommentaren der Bürgermeister im Anschluss an die Siegerehrung eine erneute Annäherung der Dörfer erwartet bleibt mir ein Rätsel.

Pünktlich um 18:00 Uhr stehe ich allein auf dem Berggipfel in der untergehenden Sonne, stapfe zu Steed und mache mich auf den Heimweg, gieße mein Unkraut und zupfe die Rüben und lege mich zufrieden ins Bett.

Tag 8:
"Guten Morgen, Lexon."

Komm doch rein, bring Bier mit. Schön dich zu riechen.

Ina, die gute Ina. Man muss ihr lassen, dass sie sich wirklich ausgiebig um ihre "Schäflein" kümmert. Die brave Ina. So nett und darauf bedacht, dass alles seinen Gang geht. So...

Was hat sie doch gleich gesagt? Vor lauter (A) drücken hab ich ganz vergessen ihr zuzuhören. Ich war so abgelenkt. Über Nacht kamen mir diverse Gedanken und ich konnte es beim Augenaufschlag kaum erwarten, mit deren Umsetzung loszulegen.

a) Ich will nach Bluebell reiten und mir das Dörfchen mal an einem Werktag ansehen.
b) Das will ich gleich tun, nachdem ich mich um meine Anpflanzungen gekümmert habe.
c) Ich will einen Fisch fangen.
d) Ich will das ausprobieren, was mir ein Mädchen im Dorf gleich am zweiten Tag erzählte, nämlich den Fisch in der Nähe eines Bären im Walde platzieren und abwarten, ob er ihn frisst und sich dann im Laufe der Zeit vielleicht zu einem Knuddel-Teddy entwickelt.
e) Ich will mal schauen, ob ich nicht mit den gesammelten Steinen und Hölzern, in deren Tooltipp steht, sie seien für Werkzeuge geeignet, aus dem Schmied ein wenig mehr als glitzernde Ablehnung mit Sternchen heraus bekomme.

Also mache ich es wie die Madagaskar-Pinguine ("süß und knuddelig" sein bis Ina weg ist), sattele Steed und reite los.

Zu b)
Erledigt. Auf gehts.

Zu e)
Der Schmied sagt etwas belangloses wie "woher wusstest du, dass ich das mag? Jetzt lass mich in Ruhe, ich hab zu tun", aber ich habe auch nicht mit einem instant-Heiratsantrag gerechnet.

Zu c)
Ein Fisch ist schnell gefangen, aber...

Zu d)
...wo sind denn die Bären, wenn man sie gerade sucht? Kann man sie nicht gebrauchen kräuchen und fläuchen sie an jeder Parkuhr und unter jedem Stein, nur darauf bedacht einem die Mütze zu stiebitzen, aber wenn man sie sucht sind sie wie der uppige Belag auf den REWE-qualitäts-Pizzen: einfach nicht vorhanden. Als ich dann nach gefühlten (und im Spiel tatsächlich vergangenen) Stunden eines der Brummeltierchen entdeckte gibt er mir zu verstehen, dass ihm der Fisch herzlich egal ist und scharwänzelt weiter um den Baum herum, auf den ich mich verkrochen habe...

Zu a)
Als erstes auf der Liste und als letztes in Angriff genommen gelange ich nach Bluebell und quatsche die meisten Herrschaften noch einmal an, die mir andere Dinge als Sonntags erzählen, meine Ungeduld und die Angst vor noch mehr Aufgaben für meinen ohnehin platzenden Terminkalender aber stetig steigern, bis ich die nächsten Aufgaben annehme.

Das nennt man "übertriebenes Geltungsbedürfnis". Die ganze Welt soll mich lieben!

Ich war eigentlich der Hoffnung verfallen, dass die Blumen, die man vielfach finden kann, zum verschenken da sind, gelegentlich auch für die Auftragserfüllung einiger Personen und, wenn man manchem Tooltipp glaubt, sie sich "gut als Hausschmuck" eignen, um mein Heim eines Tages zu verschönern - wenn ich mal genug Zeit habe, dort für mehr als den Nachtschlaf und die morgendlichen Tutorials einzukehren.


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Das hier ist Bluebells Blumenhändler und - Shrek lass nach! - aus Blumen lassen sich u.a. Parfüms herstellen. Das ist so wie Kochen, nur anders. Heißt also, dass es noch eine weitere Variante gibt sich per try-and-cry an irgendwelchen Ingredenzien auszutoben, nicht nur beim Kochen.

Aus dem "ich frag mal" im Zoohandel, wie die Aktien so stehen wird ein "ja, ich hätte gern für Regentage, an denen ich das Federvieh nicht auf den Hof lassen kann, auch noch eine Packung Trockenfutter dazu. Und eine Tüte". Gegen Nachmittag reite ich also als nebenberuflicher Ei-Magnat heim (erwähnte ich die dazu erforderlichen 800 Tutorials?).


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Was mir siedend heiß einfiel, als ich so durch die Tore nach Bluebell ritt, trieb mich zu noch größerer Eile an:
"Was mag das nur für eine große, rote Säule da auf dem Vorplatz des Dorfes sein? Es sieht ja aus wie ein Briefkasten..."


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Und so stehe ich alsbald vor besagtem Gebilde, bereit zur Interaktion und stelle fest: ja, es ist ein Briefkasten. Ich kenn nur leider niemanden, dem ich... ein StreetPass-Briefkasten?!? Wie genial! Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen auf dem 3DS hat also auch hier Verwendung gefunden, wie Hammer ist denn das bitte?

Ich werde also durch die Stadt laufen und dem erstbesten 3DS-Genossen mein Datenpaket verpassen und, sofern er auch Harvest Moon - Geschichte zweier Städte spielt, bekommt er Post von mir. Von meinem System zu seinem System. Quasi elektronische Post.

Wenn es sowas doch nur in der Realität auch gäbe, elektronische Post...

Aber was will ich verschicken? Vermutlich steht so jeder StreetPass-Nutzer einmal vor dem Briefkasten und nimmt das Erstbeste aus seiner Tasche, was ihm am unwichtigsten erscheint. In meinem Falle ist es eine Fischgräte. Sorry, lieber Empfänger.

Das ist ein Problem, das in der Realität nicht auftaucht. Wenn man niemandem per Post was zu schreiben oder zu schicken hat, tut man es auch nicht. Ganz einfach. Es wäre zu schön, wenn sich das im Internet auch so gehalten hätte über all die Jahre. In Bahnhofsunterführungen oder Schultoiletten regt man sich über die "ich war hier"-Tags, die mit Edding an die Wände geschmiert wurden, auf, aber im Internet macht es doch eigentlich fast jeder genauso. Hauptsache irgendwas schreiben und zu allem seinen auch noch so dummen Senf dazu geben, gern auch mal beleidigend sein...

Hey Leute, hört mal: man darf in Deutschland eine Meinung haben, man muss nicht.

Aber zurück. Die Fischgräten sind verpackt, abschicken, alles klar, und nun warten, was die nächsten Begegnungen im StreetPass so bringen.

Das vorhin erstandene Frischgeflügel erwartet mich schon im Stall und ich bin dann doch etwas überfragt, wie die Futterbox funktioniert. Die in Erinnerung behaltene Erklärung probiere ich aus mit dem Ergebnis, dass ich schon die Hälfte meiner Notration auf dem Boden verteilt habe, bevor auch nur ein Stapel Trockenfutter im Trog landet.

Zeit fürs Bett, ich muss ohnehin gleich umsteigen.

...

Im Reallife vergehen nun einige wenige Tage in denen ich den einen oder anderen StreetPass habe, aber großartig zum Spielen komme ich nicht. Doch es dauert nicht lang, bis neben den üblichen Meldungen aus der StreetPass Lobby über Besuch, importierte Driver Renegade 3D Rekorde, Autolog-Empfehlungen aus Need for Speed - The Run oder aber Minispielherausforderungen aus Mario Party - Island Tour und weiteren auch die Mitteilung eintrudelt, dass ich in Harvest Moon - Geschichte zweier Städte Post bekommen habe!

Vermutlich eine stinkende Socke von jemandem wie mir, der das auch einfach nur mal ausprobieren wollte.

"Ich war hier!"

Insgesamt war meine erste Woche in Harvest Moon - Geschichte zweier Städte sehr erlebnisreich. Und auch anstrengend. Schön, aber auch etwas zu vollgefüllt und - was ich schade finde, aber vielleicht im Moment anhand so vieler neuer Eindrücke überbewerte - stressig. Termine über Termine, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten erwartet mich dort stets aufs Neue, alles will man gleichzeitig machen und muss man gleichzeitig lernen, ohne sich Stück für Stück erst einmal einfinden zu dürfen. Vielleicht erst einmal zwei Wochen im Dorf sein mit nur dem minimalsten Aufwand an zusätzlichen Dingen außer dem Grundhandwerk, um die Leute kennenzulernen, sich umzusehen und zu entdecken, ja, das wäre für mich vielleicht nicht schlecht gewesen.

Aber sei es drum: die Musik ist stimmig, die Grafik absichtlich knuddelig bis auf die Dialogansicht der Charaktere, die Steuerung funktional und das Gameplay... "umfangreich".

Wer nach meinem Einblick dieser einen Woche Lust bekommen hat, macht sich am besten selbst ein Bild. Eine "richtige" Bewertung ist besonders in einem solchen Spiel schwierig. Für mich ist Harvest Moon - Geschichte zweier Städte eine Wackelpartie zwischen 6 und 9 Punkten, je nachdem, welche Kriterien man in den Vordergrund rückt. Als gesunden Mittelweg schlage ich 8 Punkte vor, sofern man auf harte Arbeit und viele soziale Kontakte steht sowie das Tagesgeschäft im Tempo eines Eichhörnchens zu verrichten vermag.

Ich für meinen Teil würde mich nun am liebsten gleich an den SNES kleben und Harvest Moon aus den 90ern spielen, aber das wäre nicht gerecht gegenüber diesem fantasievollen Titel. "Früher war alles besser" wäre übertrieben, aber ich empfinde es als deutlich übersichtlicheres Spielgefühl und auf den ersten Blick besser strukturiert.


Eingefgtes Bild



Aber wahrscheinlich sagte ich damals etwas ähnlicheres über den Wechsel aus der Tetris-Ära zu Harvest Moon.

 


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