"Da ich nun nach über eineinhalb Jahren auf (mehrfach) 60 pünktlich zum Wrath of the Lich King Start meinen Account auf The burning Crusade erweitert heißt das: Platz für Änderung, wenn ich Zeit hab."
Jaja... Das schrieb ich vor eineinhalb Jahren und wollte schon vorher meinen Account hier etwas überarbeiten. Was daraus geworden ist seht ihr ja. Also: am besten keine Veränderungen erwarten, dann kommen sie vielleicht auch irgendwann. Oder auch nicht. Aber dann überrascht es wenigstens niemanden.
Monday, March 15, 2010 - 11:53 AM | Kategorie: Persönliches
Wir gehören zu den Dinosauriern. Einer wohl aussterbenden Rasse. Einem Teil der Bevölkerung, die nicht mit der Zeit gehen und sich Veränderungen nur schwer aneignen.
Wir sind Modemuffel.
Was uns auszeichnet ist, dass wir einkaufen eher als lästig empfinden. Und zwar nicht lästig auf die typische Art, nämlich dass es uns nervt hinter der Frau herzurennen und zuzuschauen wie sie stundenlang nichts anderes tut als Klamotten anschauen, sie aber in den seltensten Fällen anprobiert und in ca. 0,0 % der Fälle kauft. Nein, lästig auf die Art, dass wir uns fast nur in die bunte Welt der Anziehsachen werfen wenn die letzte Hose kaputt ist, das letzte Hemd keinen Knopf mehr hat und das vorletzte Paar Socken nur noch aus zwei Fäden besteht, das die Löcher umgibt.
Dann stehen wir plötzlich vor den Regalen und Ständern, umringt vom Trubel der Massen, denen diese Sache auch noch Spaß macht und unser erster taxierender Blick sucht nicht etwa das erstbeste Kleidungsstück um den Hintern zu bedecken, der halbnackt aus den zerfetzten Jeans blinzelt, sondern nach dem Notausgang.
Nach mörderischen Verfolgungsjagden mit Polizei und Staatsanwaltschaft, die uns wegen Erregung öffentichen Ärgernisses und Exhibitionismus hängen sehen wollen erreichen wir unseren Unterschlupf. In der heimischen Atmosphäre lümmeln wir uns in die Überreste der 10 Jahre alten Jogginghose zwischen die nagelneue, oder wenigstens irgendwann einmal umwerfend blitzende Technik und achten nicht mehr auf das luftige Windchen ums Gemächt, den beißenden Geruch der Schuhe aus dem Flur oder das zerzauste Haar, das seit Wochen auf einen Haarschnitt wartet. Nein, hier finden wir Frieden, Ruhe und Ordnung und lassen unsere Wut zwischen lauten Sounds und gestochen scharfen Bildern der High Tech verrauchen. Wo jedes andere Weichei Tränen zeigen würde gibt es bei uns nur Männlichkeit, animalische Instinkte und Hass.
Wenn man es einfach mal von der Seite betrachtet, dass in jedem von uns auch ein wenig Eitelkeit schlummert kommt man zu dem Schluss, dass es für fluchtartige Begebenheiten eigentlich keinen Grund gibt. Man könnte einfach in den Laden gehen, durch die Gänge schlendern, einfach ein wenig den Blick schweifen lassen bis er von allein an etwas hängen bleibt. Man könnte sich besagtes Stück genauer ansehen, bis man zu einer gut abgewägten Entscheidung gekommen ist und es dann entweder zurückhängen und die Prozedur von vorn beginnen oder aber den Weg in die Umkleide wagen, anprobiern und danach abwägen ob die Prozedur an dieser Stelle erneut begonnen werden sollte oder aber die Kaufentscheidung gefällt wird.
Uns stört nur das Gefühl beobachtet zu werden. Die Blicke der Umstehenden sind sowieso nur auf die Auslegeware gerichtet und keinen interessiert es, was ich tue und es würde nicht einmal auffallen, wenn ich mitten in den Gang ein Loch graben und einen Goldbarren tragenden Baum pflanzen würde. Und trotzdem... uns überkommt ein peinlich berührendes Gefühl, wenn wir uns in einem Geschäft der Auslage auf mehr als die Nähe eines Steinwurfs nähern.
Eines männlichen Steinwurfs, versteht sich. Eines Steinwurfs, der einen Olympiasieger im Hammerwerfen blass aussehen lassen würde. Oder einen Speerwerfer. Oder einen Spaceshuttlepiloten.
Warum das so ist können wir nicht deuten. Wir wissen nur, dass es so ist. Aber wir wissen auch, dass das keine Schwäche ist. Nein, wir sind nicht schwach. Nein, wir sind alles andere als schwach! Wir werden in unseren Urinstinkten durch dieses Gefühl nur darauf hingewiesen, dass Shopping kein natürlicher Vorgang ist, den wir zum Überleben brauchen. Wenn wir etwas brauchen nehmen wir es uns. Wir holen es uns. Die Jagd ist unser Lebensinhalt. Wenn es kalt wird erlegen wir einen Bären mit bloßen Händen um sein Fell um unsere Schultern zu legen. Sind wir durstig finden wir irgendwo eine Quelle - wir riechen das frische Wasser auf Meilen. Sind wir hungrig legen wir falsche Fährten um hilflose Toastbrote in unser Revier zu locken und erlegen es mit aus Bärenzähnen geschnitzten Pfeilspitzen.
Aber Shopping? Nein, wir fühlen uns nicht gut dabei.
Wenn es über das Internet vernünftige Waren zu annehmbaren Preisen virtuell anprobierbar gäbe wäre das etwas anderes. Software laden, eigenen Körper scannen, konfigurieren und ab dafür. Gewünschte Farbe der Hose eingeben oder - noch viel besser - direkt eine in einem Actionfilm gesehene Hose aus dem laufenden Programm per Copy'n'Paste in die Suchmaschine übertragen, "OK" klicken und auf die Lieferung warten.
Und bis es soweit ist warten wir. Wir sind es gewohnt zu warten. Evolution ist unser Freund. Eines Tages wächst unsere Körperbehaarung wieder wie zu Urzeiten und uns bleibt Shopping erspart.
Und 7.1-Sound gibt es serienmäßig in jedem unserer Köpfe.
Saturday, March 13, 2010 - 5:25 PM | Kategorie: Persönliches
Hach, was gibts zu berichten? Hm...
Fangen wir mal damit an, dass die Luft im Augenblick ziemlich raus ist was meinen Lernansporn angeht. Irgendwann ist aber auch mal gut. Dummerweise kann ich mir das nicht erlauben, also geht es schleppend weiter.
Das Problem mit meinem Handy habe ich durch Neuanschaffung gelöst:
Sohoo... was noch? Ich meine... Zwei Wochen und nichts zu sagen? Hm... Ich bin ein wenig fertig dieser Tage. Warum weiß ich nicht genau, ich schlaf einfach gar nicht erholsam. Es ging damit los, dass ich vor etwa einer Woche träumte in einer Klausur zu sitzen und durchzufallen. Ironisch daran ist, dass wir diese Klausur vor knapp dreieinhalb Monaten bereits geschrieben haben. Die Ergebnisse haben wir aber noch immer nicht. Der Herr Dekan ist etwas faul... Besonders toll fand ich den Grund, warum ich in meinem Traum durchgefallen bin: Anstatt der erwarteten 60 Minuten waren für die Klausur nur 30 Minuten Zeit und 5 Minuten vor der Abgabe fiel mir auf, dass ich dummerweise ein Aufgabenblatt aus meinem Stapel der alten Klausuren bearbeitet hatte, nicht aber das frisch ausgeteilte.
Dumm gelaufen und nicht erholsam.
Vor einiger Zeit mussten wir unser kleines weißes Mäuschen von den anderen Ladies trennen. Zwar hatten wir sie soweit, dass sie sich größtenteils alle lieb hatten, aber eben nur größtenteils. Mit einer unserer Amazonen gab es permanent Streit mit bissfesten Handgreiflichkeiten. Da der Platz hier im Wohnzimmer einfach für ein weiteres Terrarium reicht musste sie also wieder ins Schlafzimmer auf Yvonnes Schreibtisch.
Was aber zeichnet kleine weiße Mäuse aus? Aus Film und Fernsehen kennt man sie eher im Zusammenhang mit Laufrädern. Und sie nutzt es wirklich sehr ausgiebig. Dummerweise sind Nager nachtaktiv... Und wenn sie dann gegen morgen endlich damit aufhören und sich schlafen legen ist es Zeit für die süße Joy, die gerade zu Besuch ist, an der Tür zu kratzen. Nicht weil sie Gassi möchte, sondern einfach weil sie gewohnt ist total verwöhnt zu werden. Sie kommt dann rein und kann noch bis mittags schlafen, aber Hauptsache sie macht auf sich aufmerksam.
Aber sie ist schon zum knuddeln, keine Frage. Besonders wenn sie so sehr mit dem Schwanz wedelt, dass sie sich dabei fast selbst mit selbigem ins Gesicht haut.
Vor einer Woche mussten wir aber leider abends noch einmal in den frischen Schnee hinaus und von unserem kleinen Arne Abschied nehmen. Gerademal ein Jahr alt, der Kurze Aber er scheint sehr friedlich eingeschlafen zu sein. Und es geht ihm bestimmt gut...
Tja, hm, was sonst? Ich erwähnte ja, dass ich mich mit dem Lernen derzeit sehr schwer tue. Dementsprechend ist auch die Ausbeute der gelösten Aufgaben. Aber hey, dafür habe ich schon die erste Staffel MacGyver und Knight Rider durch, wenn das mal nichts ist
Jetzt kann ich mich nur nicht entscheiden womit es weiter geht: zweite Staffel Knight Rider oder erste Staffel A-Team.
Gibt es aus der Welt der Videospiele Neuigkeiten? Hm... Keine bahnbrechenden zumindest. Ich habe festgestellt, dass ich nüchtern besser Schlagzeug spiele. Und ich hab noch einw enig Zelda - Majora's Mask weiter gespielt. Abgesehen von ein paar Herzteilen und einer Flasche (ohne die ich auch zurecht komme) fehlt nun nur noch der Showdown mit dem Horror Kid. Aber ich trau mich nicht mir die Zeit einfach zu nehmen. Ich lerne zwar kaum nennenswert effektiv, aber am Stück mehrere Stunden gar nichts tun, so mit voller Inbrunst? Nein, das geht nicht gut.
Aber was zu petzen hab ich noch:
Vor ein oder zwei Wochen sagte Yvonne noch zu mir: Kennst du diese Momente, in denen du einfach sofort den Rechner anschalten willst und doch in WoW einloggen?
Hallo? Mit wem spricht sie bitte? Wenn ich das nicht kenne, wer denn dann? Bei mir siegt nur dummerweise die Erkenntnis, dass ich nicht die Zeit habe es wirklich auszunutzen oder aber nicht die Willensstärke mich genug aufs Studium zu konzentrieren.
Gestern allerdings wunderte ich mich nachmittags, als ich heim kam, über ein beheiztes Schlafzimmer und heute hab ich klein Yvonne dann als ich aus der Dusche kam in eindeutiger WASD-Stellung erwischt...
Wenn ich groß bin nehm ich mir auch nochmal die Zeit wenigstens Khanor 80 werden zu lassen
Und was tut sie nun? Sie sitzt grad grinsend und quitsch-fröhlich vor dem Fernseher, wedelt mit der Wii-Remote und erfreut sich an Super Mario Galaxy. Für mich sieht das eher sehr verwirrend aus, vielleicht werd ich doch alt. Aber sogar Michael Knight sagte schon: "Für Videospiele ist man nie zu alt."
Und, ähm, sonst? Oh, das wars ja schon, glaube ich.
Ich schaue hier regelmäßig vorbei, aber irgendwie bin ich oftmals dann doch zu demotiviert meine Fußspuren zu hinterlassen. Ich klick mich durch die neuesten Blogs und bin danach aber meist eher in der "ich lauf weg"-Stimmung, weil es manchmal einfach erschreckend ist worüber einige Blogs handeln, bzw. wie diese aufgebaut sind. In erster Linie ist es schlimm zu beobachten, dass Blogs mit vollständig ausformulierten Sätzen scheinbar gemieden werden und es bei Leuten, die nicht mehr als drei unvollständige Sätze aneinander bekommen die Besucherzahlen und Kommentare schier endlos sind.
Es ist eben doch überall das gleiche: alles ändert sich und nichts ist wie früher. Weder mybuffed und sein Klientel noch die World of Warcraft. Nicht einmal im Süßigkeitenregal, denn Raider heißt jetzt Twix.
Wednesday, March 3, 2010 - 7:30 PM | Kategorie: Persönliches
... of the last examining days.
Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich kein Englisch kann. Und weil ich obendrein auch noch faul bin schaue ich nicht nach, wie mein Satz richtig heißen würde sondern posaune ihn so in die Welt hinaus.
Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass der heutige Morgen in etwa so toll ablief wie die letzten beiden Klausurtage: ich stand rechtzeitig auf, fühlte mich ein wenig elend und obwohl ich alles ganz gut bedacht hatte komme ich nicht gegen höhere Gewalt an. Ich gebe hier nun aber nur mal Eckdaten an um euch nicht zu sehr zu langweilen:
- Aufstehen 5:50 Uhr.
- Fertig mit duschen, anziehen und "Frühstück" um 7:20 Uhr.
- Von Yvonne verabschiedet und in die Jacke schlüpfen ca. 7:38 Uhr.
- Sich fragen ob 50 Minuten für 15 km wohl nicht ein wenig zu viel sind um 7:39 Uhr.
- "Oh, ich muss die Scheiben kratzen" um 7:40 Uhr.
- Motor starten um 7:45 Uhr.
- Erster Stop-and-Go-Verkehr um 7:50 Uhr an einer Ampel außerorts.
- Nach der Ampel sofort einen Bagger mit Vmax = 15 km/h vor mir um 7:57 Uhr.
- Bagger biegt ab, aber trotz Semesterferien der übliche Stau über den Berg Richtung Böllenfalltor um 8:03 Uhr.
- Verkehr zähfließender als sonst, stelle um 8:12 Uhr fest, dass es an einem Auffahrunfall auf dem Berg liegt. Nachdem ich den hinter mir gelassen habe klettert die Tachonadel doch auf unglaubliche 70 km/h.
- Darmstadt, Böllenfalltor um 8:15 Uhr. Unfassbar, die Niederramstädter Straße hat einen neuen Flickenteppich bekommen und man kann mit mehr als 30 km/h darüber fahren ohne Bandscheibenvorfälle zu riskieren.
- Der übliche Stau auf der Heinrichstraße ist noch etwas dickflüssiger als sonst, also stell ich mich brav um 8:18 Uhr hinten an.
- Um 8:23 Uhr bewegen sich die Räder endlich wieder, wenn auch nicht sehr ausdauernd.
- 8:29 Uhr überschlage ich an der Ampel stehend kurz, dass ich nur etwa 4 Minuten zu spät kommen würde, wenn die Ampel jetzt auf grün schalten würde und mal alles glatt geht und wenn ich eine Straße früher als sonst... ah, grün. Super.
- 8:30 Uhr, die Räder stehen wieder still, kaum dass ich die Kreuzung überquert habe.
- 8:33 Uhr, zweihundert Meter weiter, ich überquere die letzte Ampel und bin eigentlich nur noch ein kurzes Stück vom Ziel entfernt und... stehe schon wieder. Warum bloß?!
- 8:39 Uhr schüttele ich den Kopf über diese bescheuerte Neureiche Tante, die dem stehenden zweispurigen Verkehr in einer Einbahnstraße entgegen (!!!) fährt und dabei ganz lässig und mit ist-doch-normal-Blick aus ihrem glänzenden Porsche schaut.
- 8:43 Uhr folgt noch ein Wagen dem StVO-Verstoß... aber hey, es geht drei Wagenlängen weiter. Wenn das nichts ist.
- 8:45 Uhr fahren weitere Fahrzeuge den bedenklichen Weg und mir wird der Blick nach vorn frei: die Straße ist von einem Baustoff-LKW komplett blockiert. Und es sieht nicht aus, als ob der seine Ladung bereits los geworden ist. Der StVO-Verstoß lockt und...
- ... um 8:50 Uhr wird mir von dem entgegenkommenden BMW höflich und unaufhaltsam signalisiert, dass ich entgegen der Fahrtrichtung unterwegs bin. Ich lasse wenigstens noch das Fenster herunter und schlage ihm vor es mir gleich zu tun, so lang er noch letzter in der Schlange ist. Und ich bitte um Entschuldigung.
- 8:57 Uhr schneie ich beim Zahnarzt rein und hole einen anderen Herren quasi vom Behandlungsstuhl, der meinen Termin um 8:30 Uhr geerbt hat.
Kurzschilderung meiner Erlebnisse.
"Hätten Sie nicht wenigstens anrufen können?"
Ja, hätte ich. Naja, nicht direkt, ich wollte. Und es ist tatsächlich die erste Telefonnummer meines Lebens, die ich nicht sofort zur Sicherheit ins Handy übernommen habe. Dann hab ich zuhause angerufen, dass meine Freundin das bitte für mich erledigen möge aber - witzig, oder? - wir haben gerade einen Hund für zwei Wochen zu Besuch und sie ist gerade mit ihm unterwegs gewesen und hatte ihr Telefon nicht dabei.
Kein Kommentar meines Gegenübers, dafür ein Blick der ganze Enzyklopädien füllt.
Gibt es tatsächlich Tage an denen alles schief geht? Ja, wirklich.
Aber wie wahrscheinlich ist, dass einem Menschen innerhalb von drei Wochen gleich drei solcher Tage unterkommen?
Wednesday, March 3, 2010 - 7:09 AM | Kategorie: Persönliches
Tage beginnen neutral. Vielleicht ist die Richtung, die der Stimmungsverlauf einnehmen wird durch den Faktor der Erholung zu steigern oder abzumindern, aber ich glaube, dass ansonsten jeder Tag mit einem absoluten Reset beginnt. Alles weitere hat dann jeder (bis zu einer gewissen Schwelle) selbst in der Hand.
Dinge, die diese Schwelle überschreiten sind beispielsweise das Wasser in der Dusche, das in seiner Temperatur gern große Sprünge wagt und dem gerade erwärmten Warmduscher einen Eispanzer auf dem Rücken verpasst, sich dieser erschrocken weg- bzw. umdreht und als Dank dafür die Front verbrüht bekommt, da der Duschkopf binnen eines Sekundenbruchteils zu einem Vulkan wurde und glühende Lava ans Tageslicht befördert.
Ich gebe zu, dass ich auch schon von Menschen gehört habe, die dadurch keiner Stimmungsschwankung unterliegen sondern lediglich durch den Schreck einen leichten Adrenallinschub bekommen. Mir hingegen gelingt es selbst bei hochgradig bester Laune (mit fünf Sternchen) in solchen Momenten gerade so mir keinerlei Stimmungsänderung anmerken zu lassen, im Normalfall geht die Kurve aber bergab. Ausnahmen: es passiert nach dem Aufstehen, also in genau der Zeit in der der Kaffee erst seine volle Wirkung entfalten muss und ich bald aus dem Haus muss. Dann findet man eine sprunghafte Veränderung in der Kurve vor und, sofern diese überhaupt im positiven Bereich war, meist auch einen Vorzeichenwechsel.
Es kann wirklich einfach ales sein. Ein Karton, gegen den man tritt. Oder aber ein Sonnenstrahl. Die Kälte sobald man die schützende Bettdecke hinter sich gelassen hat oder das Schwanzwedeln des treuen Vierbeiners. Eiskristalle in den Ecken des Schlafzimmerfensters oder ein beheiztes Badezimmer. Kaffee oder Mineralwasser.
Bei manchen Leuten beginnt die Krümmung ins Negative schon beim klingeln des Weckers, bei anderen Leuten kann das auch etwas dauern und erst das dritte oder vierte Klingeln des Weckers schafft das.
Gut, kommen wir nun also weg von der langen, langweiligen Einleitung und treten über in die Praxis. Mein Morgen begann... neutral, denke ich. Abgesehen vom Klingeln des Weckers. Ich hab ihm eine zweite Chance gewährt und mich nach dem ersten Klingeln wieder schön unter die warme Decke gekuschelt. Nach der zweiten Runde allerdings musste ich Yvonne doch beibringen, dass ich jetzt nicht mehr liegen bleiben kann (habt ihr davon gehört, dass manche Menschen nach dem Weckerklingeln liegen bleiben können und dann nach 5 bis 10 Minuten tatsächlich aufstehen? Also ich nicht...). Diese Erkenntnis, gepaart mit der Kälte im Schlafzimmer führten zu einer leichten Schwankung.
Ein Schritt aus dem Schlafzimmer ließ die Kurve beinahe ins Bodenlose stürzen, da es hier noch kälter war, allerdings wurde das von dem verführerisch leuchtenden roten Auge meiner Kaffeemaschine gerettet. Der erste Schluck Kaffee innerhalb der ersten zwei Minuten eines Tages... Mein Laune stieg sogar ein wenig über die neutrale Position hinaus.
Nach einigen kleineren und größeren Umwegen gelangte ich schließlich zu dem Schluss, dass es wenig Sinn habe jetzt noch irgendein Spiel anzuwerfen, da die Zeit einfach zu knapp bemessen sei sich irgendwo einzuarbeiten. Gleichzeitig mit diesem Entschluss kam das allmorgendlich bekannte Bild vom leeren Eisenschmiede der letzten drei Jahre in meine Gedanken, allerdings konnte ich die Accountreaktivierung doch mal wieder hinauszögern. Statt dessen wollte ich mal wieder nach den Noten schauen und... Wieder eine kleine Schwankung als ich feststellte, dass ansonsten eigentlich nichts spannendes zu holen ist.
Na gut, ein wenig durch die Blogs tingeln.
Es dauerte gar nicht lang bis ich einen Blog über zwei Communities las, der binnen kürzester Zeit meine Laune so weit abschmieren ließ, dass ich meine Einstellung der Welt gegenüber nur als "anti" bezeichnen kann. Ich habe keine Ahnung woran so etwas liegt, aber es müssen nur die richtigen (bzw. falschen) Worte benutzt werden und schon kommt eins zum anderen und ehe ich mich versehe ist die Laune dahin.
Und zwar total.
Der Auslöser war so eine Kombination aus Babypuder, Tokio Hotel, Satzzeichen (bzw. deren Fernbleiben) und besagter in den Communities anzufindenden Personen. Umfomuliert könnte man auch einfach sagen "der übliche Schmutz der jeden Tag frei rum läuft".
Ich hätte nicht nur die Wände rauf gehen können sondern auch gleich Bäume ausreißen und jeden einzelnen Server dieser Erde mit Sägespänen des selbigen füllen, das ganze mit einem Schüsschen Benzin versehen und mit den aneinandergeriebenen Knochen willkürlich zerhackter Leichen entzünden können.
Doch...
Irgendwie ist davon mittlerweile nichts mehr zu spüren, diese Woge der Unausgeglichenheit ist verebbt und lässt nichts außer dem Schaum der Wellen auf dem Snd zurück, der so bewegungslos vertrocknend einfach nur peinlich aussieht.
Woran das liegt? Na... äh... keine Ahnung. Vielleicht spielt der Zahnarztbesuch nachher irgendeine Rolle dabei und ich habe neben meinem eigenen Angstschweiß keine Energiereserven mehr für die Ausschüttung anderer Substanzen. Vielleicht suchte mein Unterbewusstsein auch heute morgen nur etwas um sich abzulenken und stürzte sich mit riesigen Fangzähnen auf das erstbeste Opfer.
Festzuhalten bleibt trotzdem: Ich find Rechtschreibung sexy. Und Gramatik. Und Interpunktion. Und auch wenn ich selbst mit allen dreien dieser Punkte Probleme habe müsste ich eigentlich Bewunderung für die Leute aufbringen, die sich mit größeren bzw. immensen Störungen dieser Fähigkeiten in die Öffentlichkeit wagen und ganz einfach so weiter machen und sich davon nicht unterkriegen lassen.
Jetzt muss ich es nur noch schaffen besagten Texten dann aus dem Weg zu gehen (da ich sonst irgendwie nörgelige Laune bekomme und Kommentare, Blogs oder kleine fiese Spitzen hinterlasse, die diesen Personen vielleicht gar nicht gerecht werden. Ich kenn sie schließlich nicht und habe kein Recht dazu...).
Auf den letzten Blog bekam ich per Mail einen Kommentar meines Bruders, der mir den Morgen direkt nach dem Aufstehen sehr erheitert hat (nachdem natürlich schon wieder keine Klausurnoten online zu finden waren, obwohl sie seit Freitag im System stehen müssen. Besonders dumm ist das bei Holzbau, da wir uns nicht für die nächste Klausur anmelden können, solang die alte noch nicht abgefrühstückt wurde - aber es sind ja noch ein paar Tage Zeit).
Nun gut, hier also die Sache an sich:
Du rockst!
153772 Punkte
99%
(97% im ersten Post-Chorus, ansonsten 100%)
Du hättest die Star Power benutzen sollen!
Freigespielt hast du:
(Empfinde ich BTW sehr stark von der MacGuyver-Theme abgekupfert)