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Über mich
männlich
31 Jahre
1.90m
80kg
Augen: braun, manchmal weiß oder rot :angry:
Haare: braun, kurz
Schütze
Saarländer :victory:
Metaller
Clubs, Bars, Scenekneipen, Zappelbuden :dance:
Zocker
Poker :cool:
Storrys schreiben (siehe Blogs)
Bücher (Fantasy u. Endzeitepen)
Filme genauso und mehr
Meister der saarländischen Disziplien Feuer zu machen (Kochskill 525) :top:


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20.11.2010 16:46


Die neuesten Blog-Beiträge
Morgendämmerung
*für meinen Freund und Lieblingstank Sebastian - Brothers in Platte*


Langsam, ganz langsam tastet sich fahles graues Licht durch die dicht fallenden Schneeflocken.
Viel heller und freundlicher wird es an diesem und an anderen Tagen in diesen Landen nicht werden.

Ich versuche mich zu erinnern.
Wie lange bin ich schon hier? Ein paar Wochen, ein paar Monate, vieleicht ein Jahr?

Es wird wohl schon ein Jahr sein.

Der Nebel wird lichter, ich kann von den gefrorenen Wasserfällen Tausendwinters bis zur Küste Nordends blicken.
Wenn ich noch etwas warte, kann ich vieleicht über das Meer das Ufer von...wohl kaum.

Blasse Bilder flattern vor meinem inneren Auge auf.
Die Kathedrale Stormwinds, die Altstadt und ihre Schenken, der Hafen von Menethil, Kharanos die Schöne, die schneebedeckten, funkelnden Berge von Winterspring, die wunderschönen Augen einer Schankmaid aus Dunkelhain...
Weit weg-lange her.

Ich sehe zur Seite.
Das Blut des Orks färbt den frisch fallenden Schnee rosa.
Ein Farbkleks im Grau.
Verschwendung.

Vor Ewigkeiten, wie es mir scheint, bin ich gekommen, um dem Übel, das diese Welt heimsucht, entgegen zu treten.
Er auch.
Blut an meinem Schwert und meiner Hand.
Angewidert wische ich es an meinem Umhang ab.

Ich fühle, meine Zeit hier wird knapp, meine Aufgabe zu erfüllen.
Etwas Uraltes erwacht und wird die Welt in ihren Grundfesten erschüttern.

Doch hier und jetzt finde ich Ruhe und Kraft.

Der Schnee fällt dichter und gibt mir Zeit.

Langsam, ganz langsam schwindet das Licht und es wird dunkler.

Doch wohin ich auch gehe, ich trage Uthers Licht mit mir.


"Meine Kerze brennt an beiden Enden,
sie übersteht diese Nacht nicht,
aber sie spendet all meinen Freunden und all meinen Feinden ein wundervolles Licht."

http://www.youtube.c...h?v=_tCoDtqZo14

 




Feuer und Schatten
Dunkelheit und bleierne Schwere umfing ihn. Er fühlte sich wie am Grund eines tiefen, schwarzen, eiskalten Sees gefangen. Seine Lungen schrien nach Luft, sein Herz raste, unfähig die nötige Kraft zu spenden. Nur langsam gelang es ihm, mit seinen tauben Beinen Richtung "Oberfläche" zu schwimmen. Er spürte, wie sein Körper sich in Krämpfen wand, wie sich seine Hände in den Untergrund krallten und sich Sand unter seine Fingernägel grub. Schemenhaftes grelles Licht flutete plötzlich seine Augen, als er abermals die Augen öffnete, das durch zuckende Lichtblitze ersetzt wurde, weil sein Gehirn auf einen Schlag den brutalen Schmerz in seiner Seite registrierte. Irgendwo in den Nebeln seines Bewußtseins wurde Frostmoon klar, wenn er sich jetzt nicht zusammenriß, würde er sterben und so schaffte er es, bevor es wieder dunkel wurde, den leuchtenden Stein, um seinen Hals, zu aktivieren.
Frostmoon wußte nicht, wie lange er wieder am Grund des "schwarzen Sees" gelegen hatte und ab wann er überhaupt begonnen hatte, darüber nach zu denken, doch dann war ihm klar, daß er noch am Leben war. Die Schmerzen in seiner Seite waren kaum auszuhalten und als er schützend die Hand davor hielt, spürte er nur warme Nässe. "Badoc!", fluchte der Elf. "Diesmal hats dich richtig erwischt!" Als er seinen Kopf hob und seinen Bauch betrachtete, sah er eine klaffende, tiefe Wunde in seiner linken Seite aus der beständig Blut lief. Fachkundig begutachtete er die Verletzung und mußte beinahe Lachen, da er erkannte, daß die Klinge seinen Hüftknochen getroffen, die meiste Wucht verloren und dann erst in den Bauch gedrungen war. Doch der Ork hatte offensichtlich ebenfalls seine Klingen mit Gift behandelt und das hätte ihn beinahe das Leben gekostet, wenn er nicht seinen magischen Talisman gehabt hätte.
Frostmoon schaffte sich langsam an eine Wand des Tunnels, in dem er sich befand und machte sich daran, seine Wunde zu säubern und zu verbinden. In Gedanken dankte er der Zwergen-Ärztin Nissa aus Ironforge für die Lektionen in Erster Hilfe und dem Magier Merdanion für die drei Heiltränke, die er ihm vor seiner Abreise zugesteckt hatte, wovon er jetzt einen zu sich nahm. Es dauerte nicht lange und er fühlte sich wieder soweit hergestellt, daß er aufstehen konnte. Seine Sinne kehrten nun vollends zurück. "Dahlagasch!!!-das ist ja kaum zum aushalten!", fluchte der Elf leise. "Orks stinken ja schon so genug, aber abgestandenes Orkblut schlägt ein Battalion Zwerge um Längen." Er packte angewiedert die Beine der vor ihm liegenden Orkleiche und zog sie in eine dunkle Nische, beseitigte die Spuren des Kampfes und schlich leise weiter den gewundenen langen Gang der Höhle entlang, der immer weiter in das Herz des Berges führte. Als er um eine weitere Biegung kam, sah er plötzlich Licht. Der Tunnel mündete in einen Raum, an dessen Ende sich eine Tür befand, die von zwei schwer bewaffneten Orks bewacht war. Frostmoon hätte beinahe wieder laut geflucht - schon wieder zwei. Der Schurke hatte sich bereists mit fünf anderen rumschlagen müssen, neun weitere konnte er umgehen. Er wußte, daß sich Magier, Hexenmeister und andere Zauberkundige oft Söldner zu ihrem Schutz unterhielten. Man mußte auch mit Adepten des Zauberers rechnen, doch er hätte nie mit so elitären Gegnern gerechnet, als er den Auftrag angenommen und den Rat, er solle ein paar Kampfgefährten mitnehmen, mit einem lässigen Grinsen abgetan hatte. Er wollte die Nummer auf seine "Einsamer-Wolf-Art" durchziehen. Attentatsmissionen waren seine Spezialität. Leise rein, den Finsterling am besten Nachts im Schlaf erdrosseln und leise wieder raus. Aber das war dieses Mal wohl nicht drin, langsam wurde die vermeintlich reichliche Belohnung zu schwer verdientem Geld.
Frostmoon überlegte - wie kam er jetzt an diesen beiden Muskeln vorbei, ohne seine Gesundheit all zu sehr zu gefährden. Um an den beiden vorbei zu schleichen war es in diesem Raum viel zu hell und er konnte sie auch wohl kaum zur Seite schieben, das Schloß, das sehr wahrscheinlich verschlossen war, knacken und dann noch die schwere eisenbeschlagene Tür mit einem Quietschen öffnen. Er entschied sich für die offensive Variante.
Auf dem Boden fand er den Stein, den er gesucht hatte und warf ihn in eine Ecke des Raums, die Wachen erhoben sofort ihre Waffen und suchten nach der Ursache des Geräuschs. Frostmoon stürmte auf die erste Wache zu und schleuderte sein Blendpulver dem Ork in die weit aufgerissenen Augen, dann war er auch schon bei seinem zweiten Gegner und deckte ihn mit einem Hagel an Schlägen mit seinen Macheten ein. Dieser war zu überrascht, um sich angemessen zu verteidigen und blutete schon bald aus mehreren Wunden und wankte, weil das Gift seine Wirkung tat. Der richtige Moment sich zurück zu ziehen. Frostmoon sah zu, wie die Wache noch ein paar Schritte auf ihn zuging und dann zusammenbrach. Der andere Ork kniete auf dem Boden, schrie und rieb sich noch immer verzweifelt die Augen. Ein gezielter Schlag mit einer seiner Macheten durchtrennte sein Genick und erlöste ihn von seiner Pein.
Frostmoon blickte Richtung Tür und horchte eine Weile angestrengt. Die beiden hatten eine Menge Lärm veranstaltet, doch war nichts von weiteren Wachen zu bemerken. Nachdem er die Leichen durchsucht und geplündert hatte, untersuchte er jetzt die Tür-sie war fest verschlossen. "Kommen wir nun zu dem angenehmen Teil...", sagte Frostmoon und packte eine Ledermappe aus, die seine zahlreichen, gutgearbeiteten Dietriche enthielt, die sein ganzer Stolz waren. "Dann woll´n wir mal...oups, was haben wir denn da?" Frostmoon betrachtete eingehender das Schloß und fand eine verborgene Falle. "Eine Herausforderung, wie nett, da hätte ich mir aber böse die Finger verbrennen können. Hm...würde sagen goblinische Bauart, Abwandlung eines XRH-300 Standartmodell mit zusätzlicher Explosionssicherung. Gut die Tür wäre dann auf, aber der Lärm...und Brandsalbe ist im Moment teuer im Auktionshaus... Versuchen wir´s mal so.", Frostmoon nahm eine kleine Zange aus seiner Mappe, führte sie vorsichtig in das Schloß ein und durchtrennte ein Kabel. Dann machte er sich am Schloß mit einem silbrig leuchtenden Dietrich zu schaffen und nach einer Weile hörte man ein leises "Klick" und die Tür öffnete sich einen Spalt. Frostmoon spähte hindurch und sah einen Korridor, in dem sich mehrere Türen befanden. Niemand war zu sehn, also glitt er leise hinein. Dieser Korridor hatte nichts mehr mit den in den Berg gehauen Gängen zu tun, Frostmoon hätte genauso gut auch in einem Landhaus eines reichen Kaufmanns stehen können. Auf gut Glück wählte er eine der Türen aus und öffnete sie, nachdem er sicher war, daß keine weitere Falle installiert war. "Das ist wohl des Meisters Bibliothek..." Überall im Raum standen hohe Regale, die angefüllt mit schweren, runenverzierten Folianten waren. Schon wollte er zugreifen, sowas ließ sich immer gut verkaufen. "Schwachkopf!", ertönte es schrill. Frostmoon erschrak und zog seine Waffen, er hatte zuvor niemanden im Raum entdecken können. "Hast du noch nie davon gehört, daß Zauberer ihr Eigentum durch Magie schützen?" Die hohe Stimme kam eindeutig von einem der Regale, in dem ein leerer Metalkäfig stand. "Wer ist da, zeig dich!", sagte Frostmoon. In dem Käfig schien es so, als flirrte die Luft, wie an einem heißen Sommertag und dann erkannte man einen kleinen Feuerwichtel, der wütend von einem Bein aufs andere hüpfte. "Zehn Jahre oder noch länger sitze ich schon in diesem Käfig und warte auf jemanden, der es dem alten Kalwaras zeigt und was bekomme ich, einen Schwachkopf!" Der Wichtel erzählte Frostmoon,er würde Beltip heißen und daß der Alte ihn aus reiner Bosheit und weil er natürlich nur versehentlich das Labor des Hexers angezündet hätte, eingesperrt hätte. Er versprach Frostmoon, wenn er ihn aus dem Käfig ließ, würde er ihm helfen, den Alten zu finden und zu vernichten, da er nur dann in seine Spähre zurückkehren könne, wenn der Pakt mit Kalwaras beendet, also sein Meister tot wäre.
Frostmoon überlegte lange was er tun sollte. Er wußte, wenn der Kleine, der so verbissen versuchte unschuldig und ehrlich drein zu schaun, daß es fast komisch aussah, sein Wort halten würde, würde er ihn auf schnellstem Weg zu dem Hexer bringen. Doch was war, wenn er ihm nicht trauen konnte?! Frostmoon hatte keine große Lust diesen verfluchten Berg noch weiter nach dem Hexer zu durchforsten und sich mit zahllosen Wachen, Adepten und was auch immer anzulegen, also nahm er sich das Schloß des Käfigs vor. Kaum war es offen, sprang der Wichtel heraus und verschwand. "Beltip, du mieser, kleiner..." "Ganz ruhig, ich bin noch da, aber man muß mich ja nicht auch unbedingt sehen." "Na gut, in Ordnung, also wo gehts lang?", fragte Frostmoon etwas mürrisch. "Siehst du dieses große Buch zu deiner Rechten mit dem roten Hexagramm darauf?" "Was zum Murloc ist ein Hägagramm?" "Das Buch mit dem roten Stern, Schwachkopf! Es ist in Wirklichkeit kein Buch, sondern ein Hebel, zieh es heraus." "Ich schwör dir, wenn du mich noch einmal so nennst..." "Jetzt mach schon!", drängelte Beltip. Frostmoon zog an dem Buch, man hörte ein mechanisches Knattern und auf einmal schwang das Regal zur Seite und öffnete einen Durchgang. Der schwach erleuchtete Tunnel führte steil bergab. "Mir nach.", hörte Frostmoon die schrille Stimme des Wichtels schon ein Stück voran, vergeblich in dem Versuch leise zu klingen. "Ich schau nach, ob der Weg frei ist." Mit gemischten Gefühlen schlich der Schurke Beltip hinterher. Frostmoon war schon eine Weile dem Tunnel gefolgt, als: "Siehst du da vorne die Biegung? Warum springst du jetzt in die Luft?" "Mann, du hast vieleicht Nerven..." "Ja und du keine, bist mir ja ein tapferer Held!" "Was ist jetzt mit der Biegung?", fragte Frostmoon gereizt, er hätte den kleinen Zwerg am liebsten wieder in seinen Käfig gesperrt, wenn er ihn nur sehen könnte. "Dahinter ist die Beschwörungshalle, wir haben Glück, der Alte bereitet gerade irgendeinen Zauber vor und dann will er nicht gestört werden. Er ist also alleine!" Frostmoon grinste, direkt das beste nach einem schlafenden, war ein abgelenktes Opfer in einer dunklen Umgebung. Der Schurke versah seine Waffen mit neuen Giften, das eine war tödlich, das andere lähmte die Gedanken eines Zauberers und machte es ihm schwer Magie zu wirken. Er war bereit. Frostmoon hörte, wie Beltip nervös von einem auf das andere Bein hüpfte. "Mein Pakt mit dem Meister verbietet es mir, ihm Schaden zu zufügen, ich kann dir nicht weiter behilflich sein. Ich wünsche dir Glück-uns beiden..." "Es ist gut, ich danke dir, leb wohl." Frostmoon verschmolz mit den Schatten und schlich leise um die Biegung. Dort wurde es auf einmal unglaublich heiß. In der Mitte der Halle lag ein See der brodelte und dampfte. Um diesen See waren verschlungene, komplizierte Muster gezeichnet, die bei genaueren Hinsehen Frostmoons Augen schmerzen ließen. Erhellt wurde der Raum nur durch wenige Fackeln an den Wänden und einem roten, dunklen Licht, das aus den Tiefen des Sees zu kommen schien. Der Hexenmeister stand am Rand des Sees innerhalb eines gezeichneten Kreises, welcher wiederum von irren Mustern umgeben war. Der Schurke mühte sich ein weiteres Grinsen ab, der Alte drehte ihm den Rücken zu, aber dem Schurken fiel auf, daß er seitdem er diese Zeichen betrachtet hatte, Kopfschmerzen hatte und seine Bewegungen waren auf einmal gar nicht mehr so geschmeidig wie sonst.
Noch fünf Meter, dann war er heran, er würde ihm blitzartig die Kehle durchschneiden.
Noch vier, es wurde immer stickiger hier drin.
Noch drei, konnte es sein, daß sich die Schatten bewegten?
Noch zwei, warum fing der Alte auf einmal an zu lachen?
Noch einen, Frostmoon stellte mit Erschrecken fest, daß er sich nicht mehr bewegen konnte!
Das Lachen des alten Orks schwoll immer mehr an und dröhnte in der großen Steinhalle, als er sich langsam umdrehte: "Meinst du wirklich, der große Erzmeister Kalwaras, läßt sich von einem daher gelaufenen Elfendieb bezwingen. Meinst du wirklich, jemand setzt einen Fuß in mein Allerheiligstes und ich merke es nicht? Belphegor, ich rufe dich! Vernichte diese elende Kreatur!"
Plötzlich schossen Fontänen aus dem Wasser, das Licht aus der Mitte des Sees wurde immer intensiver und ein gewaltiger Feuerdämon stieg aus den Fluten. Eine Feuerlanze schoß aus dessen Hand auf Frostmoons Brust und schleuderte ihn an die gegenüberliegende Steinwand. Frostmoon krümmte sich vor Schmerzen. Die Rüstung hatte gehalten, nur die Maske hatte sich in Wohlgefallen aufgelöst und sein Gesicht war nun teilweise verbrannt. Aber was war das, er konnte sich wieder bewegen. Als er aufsah, erkannte er Beltip, wie er kleine Feuerbälle auf seinen Meister schoß, aber nur den Boden neben ihm traf. Kalwaras schnaubte: "Elender Wurm, du wendest dich gegen deinen Meister? Ich werde dich zerquetschen!" Der Feuerdämon kam auf Frostmoon zu und holte schon mit der Faust zu einem gewaltigen Schlag aus. Der Schurke rollte sich zur Seite und spurtete an dem Dämon vorbei. Dann hörte er die Stimme des Wichtels: "Schnell, ich habe den Schutzkreis zerstört-töte ihn!" Frostmoon rannte wie der Wind, keiner konnte es darin mit ihm aufnehmen. Er sah noch, als ob die Zeit langsamer verstreichen würde, wie der Ork sich mit einem von der Erkenntnis erschrockenen Blick zu ihm umdrehte, die Hände zu einem mächtigen Zauber erhoben, doch da war Frostmoon schon bei ihm und stieß ihm die Klingen bis zum Heft in dessen Brustkorb und Bauch. "Mein Name ist Frostmoon, du solltest ihn dir merken, sie werden in der Hölle fragen, wer dich getötet hat!" Der Schurke drehte seine Klingen und zog sie aus Erzmeister Kalwaras. Der Ork versuchte noch etwas zu sagen, doch kam nur Blut über seine Lippen, bevor er zusammenbrach. Im selben Moment erstarb das Feuer des Dämons und es wurde wieder dunkel in der Halle.
Stille, dann die schrille Stimme von Beltip, der immer wieder kreischte: "Ich bin frei, ich bin frei!!!" und wild umherhüpfte. Dann umklammerte er Frostmoons Stiefel, wobei er ihn ankokelte und sagte: "Ich danke dir und ich werde nie mehr Schwachkopf zu dir sagen." Frostmoon versuchte den anhänglichen Wichtel abzuschütteln. "Kein Grund mich anzuzünden, von Feuer habe ich heute genug!" "Oh, Entschuldigung.", sagte Beltip ganz verlegen. "Wie wäre es, wenn du jetzt in deine Sphäre oder wo auch immer du herkommst verschwindest?" Beltip betrachtete Frostmoon von oben bis unten. "Ich könnte ja zur Abwechslung mal bei einem Schurken, bei dir, bleiben, schließlich war ich die letzten zehn Jahre in einem Käfig gefangen. Zauberern ist einfach nicht zu trauen, weißt du?" "Aber einem Schurken..." "Na gut, da ist wohl das Loch in der Logik-aber wir sind ein gutes Team!" "Wir werden sehen, wie lange das gut geht. Du mußt versprechen nichts anzuzünden!" "Na klar!", sagte Beltip mit seinem angestrengt unschuldigen Blick.
Frostmoon sah wehmütig an seiner angeschlagenen und gerösteten Lederrüstung herunter. Der feiste Rüstungsausbesserer in Ironforge mit seinen Wucherpreisen würde sich heute wieder über seinen Besuch bei ihm freuen. Es war wirklich kein sehr lukrativer Ausflug gewesen und er war noch nicht wieder hier raus, außerdem hatte er jetzt diesen Feuerteufel am Hals.
Nachdem sie paar Schritte gegangen waren fragte Beltip: "Sind wir bald da?" "Was?!" "Nur ein Scherz.", Beltip kicherte und verschwand sicherheitshalber.

 




Ein gelungener Abend
Ein gelungener Abend


Langsam, aber sicher wurde es Nacht in der Altstadt von Stormwind und immer mehr Gäste fanden den Weg in die Taverne Zum Pfeifenden Schwein. Nach einem langen, heißen Sommertag wie diesem kamen viele Bürger der Allianzhauptstadt, Bauern aus der Umgebung, Stadtwachen und Glücksritter aus allen Teilen Azeroths, auf einen kühlen Humpen Gerstenbräu, welches sogar bei den Zwergen Anerkennung fand. Reese, der Gastwirt rieb sich die Hände, dies würde wieder eine ertragreiche Nacht werden. Am nächsten Tag war der Dunkelmond-Jahrmarkt direkt vor den Toren Stormwinds und er hatte deshalb schon an einige Leute Zimmer vermietet und es würden erfahrungsgemäß noch mehr. "Die Bestellung für Tisch vier, Betty.", rief Reese über die Geräuschkulisse aus Lautenklängen und Gesprächen seiner vollbusigen Bedienung zu, reichte ihr über die Theke ein vollbeladenes Tablett mit Getränken und bedeutete ihr noch einen Knopf an dem Dekolte ihrer Bluse zu öffnen. "Das ist gut fürs Geschäft, die Jungs von der Stadtwache bleiben dann sicher noch etwas länger. Betty zwinkerte ihm zu: "Die hab ich doch schon lang um meinen kleinen Finger gewickelt." Sie nahm das Tablett ging mit wogenden Hüften zum Tisch der Stadtwachen, stellte es ab, wobei sie sich weit vorbeugte und plötzlich erstarben alle Gespräche an Tisch vier.
"Betty hat wohl wieder ihre volle Aufmerksamkeit...", rief ein lachender Gast, der an der Theke saß. Er hatte lange rote Haare und war in einen schweren Plattenpanzer gehüllt. "Smirre, hab dich gar nich rein kommen sehn. Wie immer?", fragte Reese. "Bist zwar nich so hübsch wie Betty, aber von dir nehm ich auch nen Humpen.", sagte Smirre und gab dem Wirt einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter. "Kommt sofort!", antwortete Reese und machte sich am Zapfhahn zu schaffen. Smirre schlug eine Zeitung auf und begann zu lesen. Neugierig schob sich ein Gesicht an seiner Schulter vorbei. "Was ließt denn da? Anzeigenteil? Gebrauchte Roboschreiter? Meine Güte willste dir jetzt wirklich son Bausatz kaufen? Da is doch gar keine Garantie mehr drauf!", sagte ein Krieger lachend, der ebenfalls in einer schweren Rüstung steckte. "Borak, da biste ja endlich! Jo weißt doch, daß ich son Teil schon immer haben wollt und der hier hat erst 20.000 Kilometer-ein echtes Schnäppchen!", erwiederte Smirre. "Wahrscheinlich ein Unfallschreiter und du als Paladin auf som Ding, das sieht doch lächerlich aus. Im Alteractal haste dann auch endlich mal Chancen, weil die Horde sich totlacht!", rief Borak grölend. "Ich kann auch ganz schön austeilen, ich bringe den Zorn des heiligen Lichts!", wurde Smirre etwas lauter. Von Tisch vier kamen dazu Antworten wie: "Ja, ja, is klar!", "Sicherlich..." und "Reese -ich glaub der Pala hat wieder zuviel Met!" "Das gibt Duell!", rief Smirre, dessen Halsschlagadern schon so wirkten, als würden sie bald platzen. Borak packte ihn am Arm und zog ihn wieder auf seinen Hocker zurück. "Jetzt beruhig dich wieder, die machen doch nur Spaß-stimmts?" "Natürlich!", kam der eingeübte Chor von Tisch vier. "...muß doch klappen...dabei hab ich mir doch extra die neue Axt besorgt und verzaubern...", murmelte Smirre mit traurigem Gesicht zwischen mehreren tiefen Schlucken Met.
"Also wie siehts aus, was haste heut getrieben?", fragte Borak um seinen Freund abzulenken. "Wir warn in Karazahn.", antwortete Smirre, mit einem etwas fröhlicherem Gesicht. "Und wie hats geklappt?" "Sehr gut, wollte eigentlich in den Nahkampf, aber Temptation meinte, ich soll ihr lieber beim Heilen helfen, sie würd das nich allein mit der Druidin schaffen." "So, hat se das gesagt? Die is aber rücksichtsvoll.", antwortete Borak. "Hä, was meinste? Wieder blöde Palawitze?" "Äh...nene...der Druidin gegenüber, die wird nicht so gut heilen können.“ "Ach so, na gut. Aber das nächste Mal schwing ich die Axt!", rief Smirre und fuchtelte mit dem leeren Metkrug in der Luft umher. "Also habt ihr alle gut durchgekriegt...?", fragte Borak. "Jo alle, außer nen Magier, der is mir ständig verreckt und den mußte ich immer wieder aufkratzen." "Jaja die Magier, mit denen steh ich auch auf Kriegsfuß.", grummelte Borak finster. Beide schauten sich an, grinsten dann und sagten: „Regel Nummer Eins: Wer die Aggro hat, darf sie behalten!“ „Was is das überhaupt für ein Plakat an der Wand?“, fragte Smirre Reese. Der Gastwirt antwortete: „Haste das noch nich mitgekriegt? Heute Abend spielen hier doch ein paar Bands.“ „Echt? Welche denn?“, fragte Borak. „Die BG-Freunde Lauter, die Blackrock Boys und die Azeroth Allstars.“ „Muhahaha...Die Blackrock Boys...das is doch Murlocdreck!“, rief Smirre grölend. „Und die BG-Freunde Lauter hamm bestimmt noch nie das Alteractal von innen gesehen, diese Weichspühler!“, sagte Borak. „Aber die Azeroth Allstars sind bestimmt gut. Ich glaub, die haben auch schon in Eiskrone Arthas vorgespielt und er hat sie nicht schockgefrostet! Das will was heißen, der Mann is vielleicht ein fieser und wahnsinniger Diktator, aber von Musik hat er Ahnung!“, sagte Smirre. „Na dann sind wir mal gespannt.“, meinte Borak und sah sich nach Plätzen um, von denen man einen guten Blick auf die Bühne hatte.
Der Abend fing erst richtig an, als noch andere Gildenmitglieder der Beiden im „Peifenden Schwein“ erschienen und das Konzert begann. Die Kriegerin Grea tanzte mit der Priesterin Syriana auf der Theke, was für große Begeisterung an Tisch 4 sorgte. Smirre erhaschte einen kurzen Blick auf die Schurkin Ute, die einem andern Gast gerade mit einem Dolch den Münzbeutel vom Gürtel schnitt, Smirre zufrieden angrinste und sofort wieder verschwand. Smirre suchte erschrocken an seinem eigenen Gürtel nach seinem Beutel, der zumindest momentan noch da war. Mehrere Gäste beschwerten sich lauthals über den Draenei Shasokais, der vorne in den Gnomen-, Zwergen-und Kinderreihen stand und mit seiner massigen Gestalt vielen die Sicht nahm. Die BG-Freunde und die Blackrock Boys wurden von Borak und Smirre gnadenlos ausgebuht, doch dann spielten die Azeroth Allstars und Reese mußte Gnomen, Zwerge und Kinder evakuieren, als die beiden auf die Bühne kletterten, in die Menge sprangen und schon bald hatte sich vorne ein wütender Zyklon aus Menschen gebildet, der von einer Steite der Bühne zur anderen tobte. Bei dem Song Bollwerk Blues fanden sich alte oder neue Paare und als die Ballade über das Leben und Sterben Uther Lightbringers erklang, blinzelten sich einige Paladine die eine oder andere Träne aus den Augen.
Ein gelungener Abend. Lange noch nach dem Konzert saßen die Gefährten zusammen an dem brasselnden Kamin über dem der Met erwärmt wurde. Aus den dunkleren Ecken hörte man leises Kichern und Smirre gab an der Theke eine seiner Kriegsgeschichten „...Da war isch alsho-allein gegen 20, ach wash sach ich, 30 Orkse...“ zum Besten, um die Frauenwelt zu begeistern.
„Holde Maiid, den Palah hier brauch isch noch moin, der alte Illidaahn stirbt nich an Aldersschwäsche!“, sagte Borak zu Betty. „Los Schmirre, hol dein Helm, mir müsse!“ „Och nö! Nochn bischen. Isch hab die Geschischte von den 40 Orksen noch nich ferdisch erzählt...“ Borak schaute ihn grimmig an. „Na gut, dann gehn ma halt-äh, wo isch die Tür?“ Plötzlich kam eine riesige schwarze Katze aus der Küche gespurtet, sprang über die Theke , drehte sich um, fauchte Reese an, der mit drohend erhobener Bratpfanne hinterherlief und rannte hinaus. „Ach, da isch die Tür-Tschüß Lemmy!“, rief Smirre dem Druiden hinterher und fragte sich, wo er wohl seinen Münzbeutel gelassen hatte.

 




Sie und ich
Die Storry hier hängt mit der vorherigen zusammen, deshalb lies einfach die davor zuerst.
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Sie und Ich


Ein altes Sprichwort besagt: "Bevor es besser wird, muß es noch viel schlechter werden...!" Doch irgendwann kehrte , nach einem eisigem Winter, mit dem heiß ersehnten Frühling, wieder Hoffnung für die Völker von Aventurien ein...
Der neugekrönte Kaiser des Mittelreichs schlug mit vereinter Hilfe der Zwergen, Elfen, Barbarenstämme und Nordvölker , nach jahrzehntelangem erbittertem Kampf, schließlich den Ansturm der Schwarzen Horde zurück. Viele Schlachten waren noch zu schlagen, vereinzelte Scharmützel zu bestehen, doch der endgültige Sieg der Allianz war nicht mehr aufzuhalten. Letzten Endes zerschlugen sich auch die verbohrtesten Zusammenschlüsse der stärksten Orkstämme und gaben ihre Niederlage zu. Monatelang wurden zuerst einzelne Wiederstandsnester ausgemacht und ausgehoben. Die Inquisition nahm dann ihre Aufgabe auf, Ketzer zu verfolgen und Verräter hinzurichten. Getreu des alten Sprichworts, brannten unzählige Scheiterhaufen, bis die Blutgier der gemeinen und der meist adligen Gläubigen befriedigt war.

Doch irgendwann wurde es Sommer...
Und es war, als ob die Länder Aventuriens niemals ein Krieg heimgesucht hätte. Der Regen wusch das Blut aus den Schlachtfeldern, auf denen jetzt alle Formen von Getreide und Gemüse gediehen. Aus Baumstümpfen wuchsen neue Triebe, Städte wurden neu aufgebaut und wie nach jedem Krieg erfuhren die freien Länder einen steigenden Wohlstand durch erblühenden Handel.
Es wurde Zeit, auch für die eifrigsten Streiter, einzusehen, daß es keinen ernsthaften Gegner mehr gab, den es zu bekämpfen wert war. Außenposten wurden verstärkt, Festungen errichtet oder neu ausgebaut, Frontsoldaten zurückberufen und Grenzdienste eingeteilt.

Zurück berufen-Frostmoon betrachtete noch einmal diesen zerschlissenen unansehnlichen Wisch, bevor er ihn an Kommandant Alrik von Blautann übergab. "Also werde ich jetzt noch meinen ersten Offizier verlieren?", sagte Alrik, nachdem er den Bescheid überflogen hatte. "Den haben Sie schon vor zwei Jahren verloren, als Lord Dracon nach der Schicksalsschlacht von Wehrheim den Dienst quittiert hat!" "Herr Oberst! Sie sind ihrer Position mehr als gerecht geworden, haben sogar die Späherfertigkeiten ihrer Abteilung ausgebaut. Einen Mann wie Sie werden wir hier so leicht nicht ersetzen können. Aber ich freue mich für Sie und wünsche ihnen eine gute Heimreise." "Ich danke ihnen.",sagte Frostmoon, aber für ihn war es trotz seiner, um einiges höheren Lebensspanne, genau so schwierig, nach so langer Zeit des Krieges, nach "Hause" zurück zu kehren, wie für seine menschlichen Mitstreiter. Zwei Dekaden hatte er Freunde im Kampf, auf den entlegensten und zu krittischsten Zeiten nächsten Schlachtfeldern von Gareth, verloren. Was für einen Menschen schlimm war, war für ihn, gemessen an seinem elfenhaften Zeitempfinden unbegreifbar. Auch die, die überlebt hatten waren jetzt alte Männer...
Wie betäubt ging er zurück zu seinem Quartier im Wachturm von Drachenfels, als ihn auch schon sein mittlerweile ergrauter Adjutant und Freund Teledan ansprach: "Herr Oberst, ich habe alles für den Abmarsch bereit gemacht, die Pferde sind bereits gesattelt, Kommandant Alrik hat veranlaßt, daß uns 15 Mann als Ehrengarde begleiten werden." "Uns? Ich wußte nicht, daß ihr mich begleiten werdet!" "Frost-ihr seid schon der zweite Herr, unter dem ich meine Pflicht dem Reich gegenüber tun durfte, aber jetzt, wo die Dinge besser stehen, möchte ich wieder die Pflichten eines normalen Borongeweihten übernehmen. Es mag sich makaber anhören, aber ich freue mich auf die Ruhe, der Wächter eines Boronangers eines Dorfes oder einer kleinen Stadt zu sein und nur Menschen zu beerdigen, die eines natürlichen Todes gestorben sind." "Ich denke, daß könnt ihr vergessen, obwohl, wenn ihr euch es wünscht-wünsche ich es euch auch. Aber das Kaiserreich läßt überlebte Kriegsveteranen und Helden nicht einfach so in der Provinz verschwinden. Auch die Boronkirche wird euch wohl gern als Aushängeschild benutzen wollen..." Teledan erbleichte, richtete seine Roben und eilte Richtung Hof.

In der Nacht des zweiten Tages konnten Frostmoon und Teledan endlich ihrer Ehrengarde entkommen. Von nun an machten die Beiden weitläufige Umwege, um wie sie sich einander einredeten, eventuelle Gefahrenquellen zu sichten oder einfach nur das neu erblühende Land zu bestaunen. Eigentlich ging es insgeheim jedem nur darum, so spät als möglich in der Hauptstadt Gareth anzukommen.

Am frühen Abend kamen die Beiden an eine alte Burgruine an der sie lagerten, sie hatten kaum Holz zusammen getragen und entzündet, als mehrere Personen aus dem Dickicht des Waldes traten und ihre Hände in friedlicher Absicht vom Körper weg streckten: "Swafnir zum Gruße, wir haben keine böse Absichten." sagte ein blonder Riese mit tatoowierten Oberarmen, "Mein Name ist Aigolf Thuranson, meine Gefährten und ich sind auf dem Weg Richtung befreites Thorwal, um dort meine Familie zu suchen. Ich sehe ihr beide tragt das Wappen des Kaisers. Wir haben als Freiwillige im Süden gekämpft und haben vor drei Wochen unseren Dienst beendet. Gewährt ihr uns Platz an eurem Feuer?"
"Ein Haufen Söldner, geführt von einem Thorwaler, Phex steh mir bei!", flüsterte Teledan. "Was sagt der Wurm?!", schnaubte der Riese. "Er sagt, Streiter des Mittelreichs und aller freien Völker sind gern an unserm Feuer gesehen.", beschwichtigte Frostmoon. Brummend ließ sich Aigolf ins Gras sinken und gab seinen Gefährten ein Zeichen, es ihm gleich zu tun. "Mein Name ist Frostmoon, ich bin Oberst der kaiserlichen Armee und das ist Bruder Teledan, Ordenspriester des Boron und mein Adjutant." "Borongeweihter", sagte Aigolf und rückte etwas weiter weg, "ich grüße dich und natürlich auch euch Oberst." "Ein Spitzohr und ein Borongeweihter", hörte Frostmoon ein Flüstern hinter dem Thorwaler. " Ich möchte nun euch meine Gefährten vorstellen", sagte Aigolf. "Das kann ich viel besser!" ,unterbrach ihn ein bunt bekleideter Mensch mit einem gewinnendem Lächeln. "Mein Name ist Erzmagus Par-Salian von der Weißen Akademie von Grangor." und wedelte mit einer angedeuteten Verbeugung mit seinem roten Umhang. "Alter Scharlatan", sagte ein alter Zwerg, der neben ihm saß und gerade dabei war, die Winden seiner Armbrust zu ölen. "Ich heiße Flint, komme aus den Koschbergen und er heißt in Wirklichkeit Alrik und ist ein Jahrmarktszauberer. Übrigens in Grangor gibts keine Weiße Akademie, daß mußt du doch wissen, da warn wir doch schon mal und den Knast kennste auch inwändig!" Beleidigtes Grummeln von Seiten des "Erzmagiers". "Mein Name ist übrigens Raven, falls du mich nicht mehr kennst...", hinter dem Thorwaler trat ein junge Frau hervor, sie hatte schwarze, lange Haare und ein verschmitztes Lächeln auf ihrem Gesicht, in ihren Augen-ihre Augen, er hatte sie schon einmal gesehen, aber in einem viel jüngeren Gesicht, vor seinem Krieg. Langsam kamen die Bilder in seinen Kopf zurück, Frostmoon hatte damals für zwei Sommer den Posten des Wildhüters einer Baronie im Bornland angenommen und zu der Zeit bei einem Holzfäller und dessen kleiner Tochter Raven gewohnt. Niemand anders wollte ihn längere Zeit aufnehmen, da er auch die unrühmliche Aufgaben des Henkers dieser Baronie übernommen hatte, so oft es nötig war. Man hatte ihn trotz Maskierung durch seinen ungewöhnlich großen und schlanken Wuchs schnell erkannt.
Die kleine Raven, der Elf hatte ihr damals immer Tierfiguren aus Horn geschnitzt, Lieder auf seiner Seelenflöte vorgespielt oder alte Geschichten und Legenden, die kein Mensch mehr kannte, erzählt. Und jetzt stand sie vor ihm und war eine erwachsene Frau und Frostmoon war kaum einen Tag gealtert, außer daß Sorgenfalten des Krieges seine Stirn zeichneten, die Zeit der Menschen war erschreckend knapp bemessen. "Die kleine Raven, wie kann ich dich vergessen?"
Frostmoon unterhielt sich lange mit Aigolf über die militärische Situation im Süden und bei seiner früheren Wacht im Westen, doch er wurde immer wieder von den dunklen Augen der Holzfällerstochter, die zu ihm rüber sah, abgelenkt.
Irgendwann konnte er endlich zu ihr und er spürte eine Spannung in sich, als hätte er keine Zeit der Welt. "Wie geht es deinem Vater?" "Er hat wieder geheiratet und ist immer noch Holzfäller, obwohl es öfter Tage gibt an denen seine Arme müde sind." "Vieleicht sollte ich jetzt, wo ich mehr Zeit habe, ihn mal besuchen, ich kenne vieleicht einen Weg ihm zu helfen."sagte der Elf aufrichtig. "Dauert das wieder fast zwanzig Jahre? Du wolltest zurück kommen... Ich, wir haben auf dich gewartet." "Es tut mir leid Raven-der Krieg...", sagte er. Auf einmal fiel sie ihm um den Hals und sagte: "Aber jetzt hab ich dich ja wieder!" Frostmoon war total überfordert. Sie war kein Kind mehr, sondern eine attraktive Frau geworden, die genau wußte, wie sie ihre Reize einsetzen konnte, um ihn zu verunsichern. Nachdem sie sich neben ihn gesetzt hatte, erzählte er stammelnd und unbeholfen, sich ungeheuer dumm vorkommend, von den vielen Jahren, die sie sich nicht mehr gesehen hatten-wohin sie ihn geführt hatten. Dabei schaute sie ihn einfach lächelnd an und legte ihre Hand in Seine. Irgendwann berührte sie mit ihren Zeigefinger seine Lippen: "Früher hast du nie soviele Worte benutzt, vor allem um nichts zu sagen oder etwas andres." "Ich denke, ich habe mir viel von den Menschen abgeschaut.", sagte er lachend. Raven rollte sich in ihren Umhang und legte den Kopf in seinen Schoß. "Wir haben noch viel Zeit um zu reden. Spielst du mir was auf deiner Flöte vor-so wie früher?" Frostmoon zog unter seinem Hemd seine Seelenflöte hervor, die er an einem Lederriemen um den Hals trug. Plötzlich hielt er inne. "Wir haben noch viel Zeit? Morgen reise ich nach Gareth und Thorwal liegt genau in der anderen Richtung." "Ich werde dich natürlich begleiten, so schnell kommst du mir nicht wieder davon.", antwortete sie mit einem Grinsen. Frostmoon starrte sie an. Es war unglaublich wie dreist sie war, aber dann lächelte er und gestand sich ein, daß er sich darüber freute. "Warst du schon mal in Gareth im Gasthaus Zum Blauen Schwan? Ich war dort oft mit meinem Freund Merdanion. Dort gibts das beste Hirschgulasch, daß ich je gegessen hab..." Frostmoon spielte Raven auf seiner Flöte vor, bis sie eingeschlafen war. Auch alle anderen schliefen mittlerweile. Er wollte eigentlich nur die erste Wache übernehmen, aber er hätte vor Aufregung sowieso keine Ruhe gefunden. Die ganze Nacht schaute er ihr einfach beim schlafen zu, hätte eine Meute Orks sich diese Nacht an ihr Lager angeschlichen, Frostmoon hätte sie wahrscheinlich nicht bemerkt.

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Diese Geschichte hab ich vor über einem Jahr zur Valentinswoche (WOW-Event-ihr wißt schon-bunte Herzen) angefangen und hab sie jetzt beendet. Wollte mal auf romantisch machen und sie meiner Damaligen schenken. Aber ich tu mich sau schwer mit Storrys dieser Art (Schlachten und Krieg is einfacher wie sowas oder ein vernünftiger Dialog).

 




Lord Dracon
Ein paar Erklärungen vorweg zur Storry:
(die Geschichte is etwas älter, sogar die Erklärung dazu ;) -zocke schon ne ganze Zeit kein DSA mehr)

Lord Dracon
Basiert auf dem Tischrollenspiel Das Schwarze Auge
Bei den Gargoyles hab ich mich an der Trickfilmserie Gargoyles orientiert.
Charakter und Hintergrund ist von mir erfunden und über mehrere Jahre gespielt worden. Ansehen, Ränge und Auszeichnungen habe ich über die Zeit diesem Charakter erspielt und bin dementsprechend stolz drauf. Die Leute in meiner Rollenspielgruppe nennen ihn immer Den Gagoyle. ;-)

Gargoyles: von dem Schmiedegott Ingerimm erschaffene Wesen, zwischen 2m bis 2.5m groß, mit Schwanz und Schwingen, die zum Gleiten taugen, Hinterbeine wie bei Hunden(Zehengänger), Klauen zum Felswand hochkrabbeln, kleine Hörner und spitze Ohren, ansonsten menschenähnlich. Es gibt aber auch Gargoyles, die Tierköpfe haben oder Teile davon(Schnäbel z.B.)
Fluch der Gargoyles: Praios der Sonnengott und erster aller Götter bestrafte das eigenmächtige Erschaffen Ingerimms von neuen Wesen mit dem Fluch, daß alle diese Geschöpfe in seinem Angesicht(Sonnenschein) zu dem werden, aus dem sie ursprünglich gemacht sind-zu Stein bis die neue Nacht heranbricht.
Clan der Legatianer: bei den Gargoyles gibt es keine Familien etc. sondern nur wenige Clans, wie den Kriegerclan Legatianer, den Magierclan etc.
KGIA: Kaiserliche Informationsagentur, sprich CIA, FBI oder was ähnliches
Das Eherne Schwert: riesiges Gebirge im Osten des Kontinents Aventurien, keiner weiß so ganz genau was dahinter liegt, außer einige wenige, wie die Gargoyles z.B.
Boron: Totengott und Gott des Schlafens, Vergessens
Gilthas: Borongeweihter und ehemaliger Mitstreiter von Dracon und den anderen Mitspielern, war aber ein NSC(Nichtspielercharkter, wurde vom Spielleiter geführt), ist Gefangener eines mächtigen Königs und Dracon hat es zu seiner Aufgabe gemacht ihn zu befreien.

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Lord Dracon vom Clan der Legatianer
Ritter des Kaisers, Botschafter der Gargoyles, Agent des KGIA

In dem Zwielicht der Abenddämmerung wirkte der Wachturm von Drachenstein eher wie eine gewaltige Faust, die sich trotzig und stolz in den Himmel erhob. Die uralten Mauern leuchteten bronzen und erinnerten jeden Feind, daß sie niemals gestürmt worden waren. Keiner wußte genau, wann der Turm erbaut worden war oder wer es getan hatte, sicher war nur, daß er auf magische Weise erschaffen wurde oder wie manche Kleriker glaubten, ein Geschenk der Götter sein mußte, da man keine Verwitterung am Gestein erkennen konnte und kein Katapultgeschoß jemals auch nur einen Riss erzielt hatte. Die Bauart des Turms war schlicht und wies keine Verzierungen auf, außer das, was man für einen Wasserspeier halten konnte, der hoch oben auf den Zinnen über dem Tor saß. Die Figur erbebte, Gesteinssplitter flogen in alle Richtungen und gaben den Blick auf eine riesige, geflügelte Gestalt frei, von der jeder Mensch vor dem Krieg nur in Mythen und Legenden gehört hatte. Doch die Gargoyles waren nach jahrhunderter langer Wacht des Ehernen Schwertes zurückgekehrt, um den Menschen, Elfen und Zwergen im Krieg gegen die neuen dunklen Bedrohungen beizustehen. Dracon vom Clan der Legatianer war einer der ersten, die zurückgekehrt waren, um den Menschen, die über das Auftauchen einer für sie neuen Rasse verstört waren, zu erklären und zu beweisen, daß ihre Absichten gut waren, was kein leichtes Unterfangen gewesen war. Auch heute wurde den Gargoyles von verschiedenen Stellen immer noch Mißtrauen entgegengebracht-vor allem von Seiten der Praioskirche. Aber da sich die Gargoyles als erfahrene Kämpfer, vorzügliche Späher und einzige Luftunterstützung gegen die immer größer werdende Zahl der Drakonier hervorgetan hatten, waren der Praioskirche die Hände gebunden und sie mußte wohl im Moment zumindest klein beigeben.
Dracon sah zum Horizont, um den letzten Schein der Sonne in sich aufzunehmen, wochenlang hatte er kein Tageslicht mehr gesehen, da Praios Fluch alle Gargoyles unter seinem Angesicht zu Stein verwandelte und dies war nur mit mächtiger Alchimie zu umgehen, doch er konnte im Moment nicht die passenden Zutaten für das Mittel besorgen, da sie rar und schwer zu beschaffen waren. Dunkelheit legte sich wie ein samtiger schwarzer Mantel über das Land, nur die Sterne spendeten etwas Licht, denn es war Neumond. Doch das reichte Dracon, er, der wie alle Gargoyles praktisch nur Nachts lebte, hätte es mit jeder Eule oder Katze aufnehmen können.
Er sah hinunter zum Heerlager, das vor dem Turm kampierte. Geschäftiges Treiben, die Männer und Frauen von Alrik von Blautans Armee entzündeten Feuer für die Nacht. Erst gestern war Dracon mit seinen Elitesoldaten, es waren 30 Mann berittene, schwere Kavalerie, 20 Armbrustschützen, 20 Infanteristen, 20 Gargoyles, 6 Magier, 2 Medici und 2 Geweihte des Boron, hier angekommen. Kommandant Alrik von Blautann hatte sich sehr über das unerwartete Eintreffen von Unterstützung gefreut, vor allem, weil sein Freund und Kampfgefährte Dracon sie anführte. Er hatte ihn herzlich begrüßt und wenn andere Zeiten gewesen wären, hätten sie bestimmt ein Faß aufgemacht, Geschichten erzählt, gelacht und raue Söldnerlieder gesungen. Doch in dieser Zeit, der Zeit des Krieges, wurde immer weniger gelacht, je länger er andauerte. 5 Jahre waren es jetzt schon. Dracon dachte noch mal nach-5 Jahre, es stimmte, aber es hätten auch 50 sein können, zumindest kam es ihm so vor.
Er war den Krieg leid, so viele seiner Freunde waren gestorben, all das Elend, das er erlebt und gesehen hatte und doch war er auf eigenen Wunsch hier. Er hatte nach seinem Ritterschlag seinen sicheren Posten in Gareth aufgegeben, den Kaiser gebeten, ihm 100 Mann und freie Hand zu gewähren und der Kaiser hatte eingewilligt. Nun war er doch froh, an der Front zu sein und Alrik von Blautann zu helfen, diesen Krieg endlich zu beenden, doch dies war noch ein langer, riskanter und mühseliger Weg.
Ein junger in schwarze Roben gekleideter Mann kam zu ihm auf die Zinnen, er trug ein Amulett mit dem Zeichen Borons, dem zerbrochenen Rad, um den Hals. "Ja Teledan, was gibt es?" "Mein Lord, die Männer sind versammelt, ausgerüstet und abmarschbereit. Ich habe sie, wie ihr es wolltet, über den Einsatz heute Abend bereits in Kenntnis gesetzt. Die Offiziere warten im Kommandozelt auf eure Instruktionen."-sagte er. Dracon mochte diesen Mann, er war zwar ein Geweihter, aber hätte genauso gut auch eine Laufbahn in der Armee machen können, er war mutig, gewissenhaft und hatte durch seine angenehme, sympathische Art einen guten Draht zu den Soldaten, deshalb hatte er ihn auch zu seinem Berater gemacht. Außerdem erinnerte er ihn an einen guten Freund, eine ausstehende Aufgabe und Pflicht. "Gilthas", dachte Dracon,"sofort, wenn hier die Dinge besser stehen, hol ich dich da raus!" "Mein Lord?", sagte Teledan. "Du kannst gehen, sag den Offizieren, ich komme sofort." "Jawohl, mein Lord.", bestätigte Teledan, mittlerweile an die militärischen Floskeln gewöhnt.
Dracon sah nach Westen. Sie hatten 20 Kilometer von hier ein Orklager ausgemacht. Er hatte vor es heute Nacht mit der altbewährten "Schlag hart zu und hau ab-Taktik" anzugreifen. Dracons Männer würden vom Boden und der Luft in das Lager brechen wie ein Orkan, Feuer legen und jeden abschlachten der ihnen in die Quere käme, wie todbringende Racheengel aus den Niederhöllen. Ehe der Feind wußte, wie ihm geschah, würden sie schon wieder verschwunden sein.

 




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Persönliches
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Benutzername:  Smirre13 33 männlich
Name: Frostmoon Der Orkfresser
Geburtstag: 20.12.1978
Wohnort: Isengard
Gilde: Sternenflotte
Status:  05/17/11 Offline
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