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Zwei Filme für Dohfe
Idiocracy (2006)

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"Reporter: It started off boring and slow with Not Sure trying to bullshit everyone with a bunch of smart talk: 'Blah blah blah. You gotta believe me!' That part of the trial sucked! But then the Chief J. just went off. He said, 'Man, whatever! The guy's guilty as shit! We all know that.' And he sentenced his ass to one night of rehabilitation."

Der völlig durchschnittliche und sehr entbehrliche Soldat Joe Bauer wacht nicht wie geplant nach einem Jahr aus dem experimentellen Tiefschlaf auf, sondern 500 Jahre in der Zukunft. Dort haben leider dank der unglaublichen Vermehrung von Idioten ebendiese die Erdpopulation übernommen, was Joe zum klügsten Menschen des Planeten macht. Was in dieser Welt absolut nicht schwer ist...

Heidewitzka, ist das ein Feuerwerk! So ziemlich jeder Trend unserer heutigen Welt wird mal eben ein ganz klein wenig übertrieben - und schon haben wir "Idiocracy", in dem Leute nur noch nach dem (übersetzten) Schema "Ey, Alda!" daherlabern und absolut nix auf die Reihe bekommen. Wer "normal" spricht, klingt wie ein "Schwuler"; wer liest, muß eben ein solcher sein. Polizisten prügeln auf alles ein, was "schuldig" aussieht; genau nach diesem Schema werden Verdächtige von völlig verblödeten Anwälten beurteilt ("Ey, gugg ma, wie der aussieht, Alda! Peace!"). "Starbucks" ist zu einem Bordell geworden ("Ey! Da steht "Latte", Alda! Höhöhö!"); Abfallwellen überrollen die Stadt; jeder rennt mit Klamotten herum, die irgendeinen Aufdruck einer völlig uninteressanten Marke tragen.
Dinge wie die Stadtansicht, den Gefängnisausbruch nebst IQ-Test oder das Rehabilitations-Zentrum muß man einfach gesehen haben, um es zu glauben - und lacht sich in einer Tour weg! Dabei ist der Film genauso schrill, laut und dermaßen bescheuert wie das, was er kritisiert, was ihm einen doppelten Boden gibt: Wer hier lacht, ist keinesfalls besser als das, was der Streifen kritisiert. Gerade am Anfang bekommt die sog. "Intelligentia" den Knüppel doppelt in die Fresse: Vermehrt sich eben nicht bzw. ist mit anderen Dingen beschäftigt, bis es zu spät ist - und unternimmt andererseits nichts gegen die Verblödung, weil sie viel zu beschäftigt ist, diese für sich lukrativ auszubeuten bzw. gar zu beschleunigen!

Natürlich gab es enttäuschte Kritiken: Das ist keine subtile, feingeistige Satire, sondern hier gibt es mit dem Vorschlaghammer in die Kauleiste. Statt ernsthafter satirischer Dystopie wie im unzweifelhaft sehr gutem, leider kaum bekannten "Harrison Bergeron" (hierzulande unter dem unsäglichem Titel "I.Q. Runner" erschienen; keine DVD weltweit verfügbar) wird hier kaum Raum und Zeit gelassen für eine auch sei sie noch so kurze Nachdenkensphase; statt dessen feiert der Film stakkato-artig seine Gags ab - eben genau mit den Mitteln, die er kritisiert. Und genau deswegen ist er so großartig.

Ich behaupte, es wird dem geneigten Zuschauer auch Tage nach der Ansicht schwerfallen, nicht in ein Forum zu schauen, in einen TV-Bericht oder in einen Film 'reinzuzappen oder einer sinnlosen Unterhaltung zu lauschen und dabei nicht an "Idiocracy" zu denken. Und Alda lol wenn du das merkst ey dann ist der streifen doch leider geil gewesen Alda. watt guggst du so blöd?!

Die "Übersetzungen" sind von mir frei erfunden - ich habe das Ding im Original geschaut, was schon teilweise aufgrund der Formulierungen weh tat. Aber alleine für "Go away! 'Batin." lohnt sich die Original-Fassung (und ich möchte nicht wissen, was die Übersetzer da teilweise angestellt haben. Ach ja: "'batin" ist die Kurzform für "masturbating").

"Idiocracy" wurde von Fox produziert und danach für mehrere Jahre auf Eis gelegt. Seine Kinopremiere fand ohne Werbung nur in einer kleinen Anzahl von Kinos statt. Ob Fox nicht gefiel, was sie da hatten, wenn man sich deren Zielgruppe (Teabagger wie Palin sind Angestellte von Fox) anschaut?

"If you've got one bucket that holds five gallons and another bucket that holds 3, how many buckets do you have?" (IQ-Test in "Idiocracy" - das muß man einfach gesehen haben).

God bless America (2011)

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"We reward the shallowest, the dumbest, the meanest and the loudest. We no longer have any common sense of decency. No sense of shame. There is no right and wrong. The worst qualities in people are looked up to and celebrated. Lying and spreading fear is fine as long as you make money doing it. We've become a nation of slogan-saying, bile-spewing hatemongers. We've lost our kindness. We've lost our soul. What have we become? We take the weakest in our society, we hold them up to be ridiculed, laughed at for our sport and entertainment. Laughed at to the point, where they would literally rather kill themselves than live with us anymore."

Was macht man, wenn man Mitte 40, geschieden, vermeintlich todkrank und außerdem gerade ohne Job ist; im TV nur Vollidioten-Kram und nervigste Menschen zu sehen sind und die verblödeten Nachbarn mal wieder nicht mitbekommen, daß sie nicht alleine in diesem Haus wohnen?

Frank schiebt sich erst die Waffe in den Mund und überlegt es sich dann anders: Statt sich selbst zu töten, "befreit" er die Menschheit von jenen Leuten, die ihm Kopfschmerzen verursachen: All' die Trashstars, überlauten "Talkshow-Master", religiösen Wirrköpfe, Im-Kino-Störer und nicht zuletzt die Jury und Macher von Formaten wie "Deutschland sucht den Superidioten" müssen weg!

Wer jetzt ein überlautes, "megacooles" Trendfilmchen vermutet, liegt falsch: "God bless America" ist das alles nicht. Die leisen Töne inklusive Charakter-Portrait überwiegen; der "Held" und sein minderjähriges, psychopathisches Helferlein sind so gewöhnlich und "uncool" wie der größte Teil der unbemerkten Menschen, die tagtäglich an uns vorbeiziehen. Ebenso erweisen sich die Opfer zum größten Teil nicht als "feige Weicheier mit großem Maul", so daß auch hier eine "selbstgerechte Befriedigung" ausbleibt.
Statt einer überheblichen Hassabrechnung führt der Film uns zwar die Idiotien der modernen Gesellschaft vor Augen, aber gleichzeitig auch die Sinnlosigkeit des Rachefeldzuges eines Losers, der nur Symptome wirkungslos bekämpft und letztlich medial nur zu dem wird, was er verabscheut.

"God bless America" ist eine bösere Version von "Falling Down", die sich allerdings jegliche vordergründige Moralpredigt verkneift, weit über die recht harmlosen Aktionen des "Falling Down"-Antihelden hinausgeht und zum Schluß den Zuschauer selbst darüber entscheiden lässt, welche Lektion er aus dem Streifen zieht. Das ist höchst unterhaltsam und genauso höchstzynisch und manchmal bitterkomisch - und wahrscheinlich werden die Zensurwächter deshalb den Streifen nicht sonderlich lieben, während sie uns ansonsten genau das verdummene Zeug in den Medien problemlos zumuten, was der Anti-Held so verabscheut.

Allerdings ist ganz klar: Wer diesen Nobody aufgrund seiner sinnlosen und terroristischen Aktionen abfeiert, der sollte sich fragen, was ihn denn von jenen Überzeugungstätern unterscheidet, die sich für ihre Überzeugungen in besuchten Gegenden selbst in die Luft jagen oder "Abtreibungsärzte" umlegen.

Ansehen, bestens unterhalten werden und selbst eine Meinung bilden!

"I'm sure the girls from "2 Girls 1 Cup" are gonna have their own dating show on VH-1 any day now. I mean, why have a civilization anymore if we no longer are interested in being civilized?"

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